FENSKE / PANKRATZ um 1800 in der Koczinietzer Kempe

Liebe FamilienforscherInnen,

ich suche nach dem richtigen Ortsnamen für den Geburtseintrag von Christian FENSKE in Thorn Altstadt,
*30 Jan 1800 Christian FENSKE in der "Koczinietzer Kempe"
Vater: Jacob FENSKE, gebürtig aus poln. Glinn
Mutter:Catharina PANKRATZ aus Besendorf gebürtig.

Leider ist mir der Ort Koczinietzer Kempe kein Begriff.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand bei der Lokalisierung helfen könnte.

Viele Grüße

Annelotte

"Annelotte Karstens" <mailto:annelotte.karstens@t-online.de> schrieb:

Liebe FamilienforscherInnen,

ich suche nach dem richtigen Ortsnamen für den Geburtseintrag von Christian FENSKE in Thorn Altstadt,
*30 Jan 1800 Christian FENSKE in der "Koczinietzer Kempe"
Vater: Jacob FENSKE, gebürtig aus poln. Glinn
Mutter:Catharina PANKRATZ aus Besendorf gebürtig.

Leider ist mir der Ort Koczinietzer Kempe kein Begriff.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand bei der Lokalisierung helfen könnte.

Liebe Annelotte,

siehe den Ort Korzeniec (Scheffelhof, bzw. Thorn-Scheffelhof) bei

www.westpreussen.de

Dort gibt es nichts zu Korzeniec Kämpe, aber im Buch von Hans Maercker "Geschichte der ländlichen Ortschaften und der drei kleineren Städte des Kreises Thorn" Münster 2006 Nicolaus-Copernicus-Verlag
ISBN 978-3-924238-35-3

Es ist ein königliches Dorf.
Zu polnischer Zeit gehörte es zur Starostei Dybow. Bereits am 5. Juli 1693 hatte Maria Kasimira, Königin von Polen, den Holländern auf dieser Kämpe ein Privileg ertheilt. Unter Bezug auf dasselbe gab der Starost von Dybow Stanislaus auf Lubraniec Dambski am 27. März 1784 den Bewohnern einen neuen vierzigjährigen Emphyteusecontract, der am 29. Dec. 1784 von König Stanislaus Augustus in Warschau bestätigt wurde. Das Areal betrug 3 Hufen 15. Mgn.; auch wurde noch ein 3 1/2 Hufen grosses Grundstück, die Freiheit genannt, gegenüber dem kleinen Kruge zur Landung mit überlassen. Der Zins betrug 30 pr. Gulden am Neujahrstage; wegen der Veränderung des Landes durch die Weichsel sollte er alle 10 Jahre auf Grund von Neuvermessung wieder berechnet werden. Ein Scharwerk war nicht zu leisten. Als Vorschrift galt die Art der niszewker Niederung; die Appellation blieb beim Schloss. Von hier war auch Bier und Branntwein zu nehmen. Die Bewohner durften eine Schule halten und sollten nach Ablauf ihres Rechtes das Vor-
kaufsrecht haben.
J. J. 1815 hatte das Dorf 3 Hufen 15 Mgn. kulmisch und 37 Seelen, darunter 6 Wirthe und 1 Einlieger, von denen 2 Lutheraner und 5 Mennoniten waren. Der Hufenzins zusammen mit der Jeroschker und der Heisterkämpe betrug 39 Thlr. 30 Gr. Als Decem wurden 60 Gr. preuss. nach Podgorz gezahlt. Es war weniges, sandiges Säeland vorhanden, Wiesen fehlten ganz, hingegen war die Weide ziemlich gut. Die Dorfswillkür wurde jährlich bei der Schulzenwahl verlesen.

Im Buch ist eine gezeichnete Karte von 1772. Korzeniec Kämpe liegt dort zwischen Alt-Thorn und der Weichsel auf einer "Halbinsel".
Auf der Karte Nr. PL 004 vom Höfer-Verlag, es sind alle Orte deutsch und polnisch eingetragen, gibt es den Ort nicht. Eingezeichnet ist der "Holzhafen". Am südlichen Ufer dieses Hafens muß der Ort gelegen haben. Östlich der Weichsel in der Nähe von Thorn.

Viele Grüße

Heinz (Muhsal)