Feldscher

Liebe Mitforscher,
ich habe mir noch einmal den ersten Film von BRIEG und Umgebung bestellt.
Ich bin nun sicher, dass ich einen Vorfahren habe, dessen Beruf FELDSCHER war. In diesem Kirchenbuch, begonnen vor dem Dreißigjährigen Krieg, sind
Geburten verzeichnet. Es gibt den Vermerk: 1551 kaufte Herzög Georg II
das ganze Dorf. Von da an siedelten sich Menschen in Brieg und Umgebung
an; sie kamen aus der Pfalz - Alzey ist eingetragen.
1568 wurden bereits Kinder begraben.
Die Männer sind alle mit ihren Tätigkeiten eingetragen, ganz wenige
"SCHAFFER" oder TAGELÖHNER". Nur waren die meisten ja Analphabeten, Schulen wurden erst bei Friedrich II errichtet.
Es geht um den Namen BRINNER, der manchmal BRÜNNER hieß, gar BRIMA.
Zu meiner großen Freude stellte ich fest, dass 1633 einem Feldscher Paul BRINNER
der Sohn Johannes geboren wurde. Sein Enkel hieß ebenfalls Paul und wurde
Bauer in Paule (Paulau). Ich kann die Reihe der BRINNER verfolgen bis
zu meiner Urgroßmutter. Als Paten bei der Geburt von Johannes sind 16
Männer angegeben. Das geschah m.E. nach nur bei Adligen. Es sind alles
Armeeangehörige, Corporale etc. Aus dem Internet habe ich gelernt, das
ein Feldscher als erstes Lesen und Schreiben können musste; wohl ein angesehener Mann.
Vielleicht kann ich Anfängern in der Liste Mut machen mit diesem Bericht.
Mich selbst interessiert alles, was einen Feldscher betrifft - sicherlich
ein gutes Thema.
Ein schönes Wochenende
wünscht Anita Rogge aus Espelkamp (Baum, Zimmermann u.a. aus Brieg)

Hallo Anita,

ich weiss zwar nicht, ob ich richtig bin. Aber den Begriff kenne ich aus dem Zusammenhang der Medizin. Früher in Schlesien hatten die Menschen einen Feldscher- einen Arzt bezeichnet. Wobei aus Überlieferung meiner Oma weiß ich, dass dieser "kein richter Arzt war" was auch immer gefehlt hat, beendetes Studium, keine Approbation, weiß ich nicht. Es gibt in der polnischen Sprache noch den Begriff "Znachor", wörtlich übersetzt bedeutet es Schrlatan. In der Schärfe der Deutschen Sprache trifft es nicht ganz.
Aber geben Sie den Begriff bei Wikipedia ein, sehr interessant. Trifft meine Erste Vermutung am ehesten.

Noch einen schönen Abend

Maria (Gard)