Fediserve - Bibliotheken & Archive: Über Open Science und Citizen Science mit Martin Munke

Open Science an der SLUB Dresden

  • Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) hat sich dem Prinzip Open Science verschrieben
  • Hintergrund: Zugang zu Forschungsergebnissen wird teurer, obwohl akademische Forschung meist steuerfinanziert ist
  • Ziel: Wissen transparenter und nachvollziehbarer machen
  • Unterstützung durch das Open Science Lab, Beratungsangebote, Services und Tools sowie Open-Source-Software

Citizen Science an der SLUB

  • Fokus auf Citizen Humanities mit Crowdsourcing-Ansätzen
  • Bestandsbezogene Projekte wie:
    • Digitalisierung und Transkription historischer Quellen
    • Georeferenzierung historischer Karten
  • Unterstützungsangebote für:
    • Akteure aus der Zivilgesellschaft
    • Heimatforschende (Bestandsbereitstellung, Kurse, Beratung zur Nutzung des Wikiversums)
    • Akademische Forschung (Beratung zu Tools und Methoden, Community Building)

Qualitätssicherung

  • Publikationen von Citizen Scientists durchlaufen:
    • Editorial Review im Blog
    • Formale Prüfung auf dem Publikationsserver Qucosa (Nachweise, wissenschaftliche Literatur)
  • Schulungen für ehrenamtlich Forschende zum wissenschaftlichen Arbeiten

Kooperation und Herausforderungen

  • Vorteile der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen:
    • Nutzung bestehender Communities und ihres Spezialwissens
  • Herausforderungen:
    • Hohe wissenschaftliche Anforderungen
    • Abstimmungs- und Koordinierungsbedarf
    • Sprachbarrieren („Citizen Science“ als Begriff oft unverständlich)
  • Kapazitätsgrenzen bei Anfragen und Kooperationswünschen

Stand und Ausblick

  • SLUB hat ein stabiles Netzwerk und hohe Sichtbarkeit im Bereich Citizen Science erreicht
  • Citizen Science an Forschungsbibliotheken in Deutschland ist im Wachstum begriffen
  • Auf europäischer Ebene: Citizen Science Working Group bei der Association of European Research Libraries (LIBER)

Empfehlungen zur Stärkung von Citizen Science

  • Universitäten sollten Citizen Science stärker als Thema begreifen
  • Etablierung gemeinsamer Kontaktstellen an Universitäts-, Forschungs- oder Landesbibliotheken
  • Niedrigschwellige Wettbewerbe und Verstetigung in großen Förderlinien
  • Stärkeres Bewusstsein bei zivilgesellschaftlichen und kommunalen Akteuren für Citizen Science als Ansatz zur Lösung kommunaler Zukunftsfragen

Sources:

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