Familienforschung über DNA Datenvergleich

Hallo, wer hat denn auch schon versucht, Familienforschung über myheritage oder ancestry durch die Einsendung einer DNA Probe zu machen?

Ich bekam ein Test- Kit vor zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt. Die Treffer, die mir dann als engere Verwandte angezeigt wurden, konnte ich auf Nachfragen fast alle der Familie Lindemer zuordnen- mein Großvater hat die Familien der Sickinger Höhe erforscht.

Die meisten haben selbst keine Familienforschung in Standesämtern und Archiven gemacht, sondern stellen sich ihren Stammbaum im Internet zusammen.

Jetzt habe ich jemanden als Verwandten aus dem engeren Familienkreis angezeigt bekommen, der von der Übereinstimmung ein Cousin dritten Grades sein soll- sich unsere Linien also bei den Urgroßeltern treffen müssten.

Aus der Lindemer- Linie stammt er nicht, meine Tante hat ihre Daten hoch geladen, mit ihr ist er nicht verwandt. Damit scheiden meine Verwandten mütterlicherseits aus.

Jetzt hat meine Tochter ihre Daten eingeschickt und bekommt genau dieselben Treffer in der engeren Familie angezeigt: mich, meine Tante, meine Cousine mit ihren zwei Kindern und eine Cousine dritten Grades, deren Urgroßmutter eine Lindemer war.

Und den Verwandten, den wir nicht einordnen können.

Ich kann meinen Stammbaum bis 1730 zurückverfolgen. Da kommt dieser Name nicht vor.

Ist jetzt der einzig logische Schluss, dass ein uneheliches Kind in meiner Linie ist, dessen Eltern auf dem Standesamt falsche Angaben machten?

Mühsam erstellten Stammbaum in die Tonne werfen?

Bin für alle Anregungen dankbar!

Katharina Hofrichter

Für mehr Anregunen wäre das Forum DNA-Genealogie auf Deutsch bei Facebook zu empfehlen. Die theoretisch Angabe Cousin dritten Grades besagt nichts, welche Höhe an cM (centi Morgan) und wieviele Segmente teilt ihr?

Den Verwandten nicht einordnen zu können, besagt erst einmal nichts. Hast du auch die Nachfahren der vorherigen und vorherigen Linien mit gleichem Familiennamen verfolgt? Zwei Generationen zurück kann es bereits dutzende männliche Verwandte, mit sicherlich einigen mit gleichem Vornamen etc. geben. Ausgeschlossen ist natürlich nicht, dass es Familienintern zu fragwürdigen Familienverhältnissen kam

Aber ohne genaue Kenntnis des Sachverhaltes ist es Spekulation. Die DNA lügt nicht, man muss halt die Wahrheit dahinter herausfinden. Mühsam ist halt, was wir Familienforscher zuvor vermieden. Nämlich auch noch alle Nachfahren der Verwandtschaft zu erfassen, nach Möglichkeit bis in die Neuzeit.

Grüße, Maik (Senninger)

Ich kann meinen Stammbaum bis 1730 zurückverfolgen. Da kommt dieser Name
nicht vor.

Ist jetzt der einzig logische Schluss, dass ein uneheliches Kind in
meiner Linie ist, dessen Eltern auf dem Standesamt falsche Angaben machten?

Mühsam erstellten Stammbaum in die Tonne werfen?

Bin für alle Anregungen dankbar!

Katharina Hofrichter

Hallo Katharina

Hallo, wer hat denn auch schon versucht, Familienforschung über myheritage oder ancestry durch die Einsendung einer DNA Probe zu machen?

ich mache das seit ein paar Jahren - bin auch an einem toten Punkt dadurch gut weitergekommen.
Getestet bin ich bei FTDNA, meine Eltern bei myheritage. Ancestry ist noch nicht fertig bei mir. Die Rohdaten habe ich dann bei Gedmatch.com hochgeladen, dort kann man verschiedene Anbieter vergleichen.

Jetzt habe ich jemanden als Verwandten aus dem engeren Familienkreis angezeigt bekommen, der von der Übereinstimmung ein Cousin dritten Grades sein soll- sich unsere Linien also bei den Urgroßeltern treffen müssten.

wieviel cM hat denn der Match? Hier gibt es eine gute Tabelle die die möglichen Verwandschaftsgrade anzeigt:

Bin für alle Anregungen dankbar!

Auf Facebook gibt es auch eine Gruppe "DNA-Genealogie auf Deutsch" bei der man Dir bestimmt noch besser helfen kann als ich das kann...

viele Grüße
Wolfgang