Familie SCHMIDT aus Schönbrunn bei Schweidnitz

Liebe Foris,

ich komme gerade zurück von einem Besuch in Schweidnitz. Mein Vater wurde
1902 in Schönbrunn geboren und hatte 12 Geschwister. Meine Familienforschung
ist nicht gerade einfach, handelt es sich doch um den extrem seltenen
Familiennamen "Schmidt". Bis jetzt konnte ich nicht erfahren, in welche
Kirche die Schönbrunner Katholiken gingen bis 1945. Weder konnte mir die
Schweidnitzer Gemeindeverwaltung noch das Breslauer erzbischöfliche Archiv
darüber Auskunft geben. Von Nieder Bögendorf und von Hennersdorf ist die
Rede, doch niemand weiß es genau. Ganz schön weit entfernt die beiden Orte,
zu Fuß. Andere meinen in Cammerau stünde die Kirche. Meinen Recherchen nach,
gibt es dort keine. Oder gab es zu der Zeit eine - von der Jahrhundertwende
bis 1945? Das Standesamt war in Cammerau.

Nachdem es offenbar keine Kirchenbücher mehr gibt, kann ich nicht heraus
finden, wo meine Onkel und Tanten getauft wurden. Sie kamen alle zwischen
1896 und 1916 zur Welt. Weiß jemand von Euch etwas über Schönbrunn? Über
Nachrichten würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße

Helga

Liebe Helga, ich suche selbst nach dem nicht "seltenen" Nachnamen Schmidt. Ebenfalls katholisch aus dem Dorf Guhlau bei Schweidnitz, heute Gola Świdnicka etwa 15 km Luftlinie von Schönbrunn entfernt. Du müsstest deine Angaben in Schweidnitz finden; Schönbrunn (Kreis Schweidnitz) – GenWiki wenn du die kirchlichen Aufzeichnungen suchst und die staatlichen Standesamtsakten in Cammerau, zumindest entnehme ich es den Angaben. Dies war zu dieser schon eine Generation in Preußen klar getrennt.

Mein Urgroßvater Aloysius Karl SCHMIDT *1887 in Guhlau, heiratete 1919 in Schmellwitz, dort war die Familie seiner Frau eingepfarrt. Seine war Frau Emma Anna PIEFEL *1891 in Kallendorf. Sie stammten wohl auch aus sehr großen Familien. Leider konnten sie nach der Ausweisungpraktisch nichts mitnehmen. So das ich weder Fotos noch andere Dinge besitze, bis auf die Daten die ich bislang über die Familienforschung besitze. Der Bereich Schmellwitz liegt aber genau in der Mitte und von dort sind es nur noch 8 km bis Schönbrunn. Wege von 20 km, selbst zu Fuß waren damals wohl nichts Großes. Weitere Familiennamen wären WAGNER und HERZIG als Ehepartner zu SCHMIDT und PIEFEL. Eventuell finden sich hier ja Anknüpfungspunkte.

Liebe Grüße

Maria (Senninger)

Immer auf
der Suche nach Funden zum Familiennamen SENNINGER und
den diversen Varianten wie; Senniger,
Seninger, Senniger, Seniger, Senging, Senginger, Sinninger, Sinniger,
Seiniger, Seininger, Sennenger, Senger, Zenninger, Selinger, Seyning,
Selingów, Seyninger, Zeyniger,
Zeynigerow, Seliger, Zeylinger, Zeyninger, Zejnigier,Simminger,
Semminger, Symminger

Hallo Helga (Agedor):

ich komme gerade zur�ck von einem Besuch in Schweidnitz. Mein Vater wurde
1902 in Sch�nbrunn geboren und hatte 12 Geschwister. Meine Familienforschung
ist nicht gerade einfach, handelt es sich doch um den extrem seltenen
Familiennamen "Schmidt". Bis jetzt konnte ich nicht erfahren, in welche
Kirche die Sch�nbrunner Katholiken gingen bis 1945. Weder konnte mir die
Schweidnitzer Gemeindeverwaltung noch das Breslauer erzbisch�fliche Archiv
dar�ber Auskunft geben. Von Nieder B�gendorf und von Hennersdorf ist die
Rede, doch niemand wei� es genau. Ganz sch�n weit entfernt die beiden Orte,
zu Fu�. Andere meinen in Cammerau st�nde die Kirche. Meinen Recherchen nach,
gibt es dort keine. Oder gab es zu der Zeit eine - von der Jahrhundertwende
bis 1945? Das Standesamt war in Cammerau.

Nur die letzte Aussage zum Standesamt ist korrekt.
"Dein" Sch�nbrunn liegt direkt neben Schweidnitz. Es war sowohl
evg. als auch kath. in Schweidnitz eingepfarrt, vgl.:

  kirchenbuecher

Nun solltest Du auch alle Deine Onkel und Tanten finden. ;-))

Liebe Gr��e
Claus Christoph

Hallo Claus,

vielen Dank für Deine Nachricht.
Ich komme oft mit der Logik nicht zurecht, wie im Laufe der Zeiten die
Gerichtsstände, die Standesämter und die Pfarrzugehörigkeiten regional
gewechselt haben. Wesentlich schlimmer ist aber, dass ich von den heute
existierenden polnischen Ämtern - kirchlichen wie weltlichen - nur höchst
widersprüchliche Aussagen zum Verbleib der kirchlichen und standesamtlichen
Bücher bekomme.

Wenn bestimmte Einträge nicht mehr zu bekommen sind, weil sie tatsächlich
1945 und in der Zeit danach vernichtet wurden, ist das sehr traurig aber
nicht zu ändern und man kann es irgendwie abschließen aber wenn die einen
behaupten, es gäbe bestimmte Jahrgänge nicht und von anderen erhalte ich aus
dem selben Amt doch noch eine Urkunde aus den angeblich verschwundenen
Jahrgängen, macht mich das sehr nachdenklich, ärgerlich und verwirrt.

Es ist ja keine Schande, wenn jüngere Polen z.B. Sütterlin nicht lesen
können, dann sollen sie es eben eingestehen und einen selber suchen lassen,
statt zu behaupten, die Bücher würden nicht existieren.

Meine Onkel und Tanten väterlicherseits sind alle katholisch getauft. Aus
dem Breslauer erzbischöflichen Archiv bekam ich lediglich die Taufurkunde
meiner Großmutter, geb. 1870. Die Kirchenbücher von Schönbrunn aus der Zeit
von 1900 bis 1945 wurde mir gesagt, gibt es nicht mehr. Hast Du da andere
Informationen?

Ein Jahr lang habe ich alle heutigen Standesämter in Schweidnitz und
Umgebung mit Anfragen in hervorragendem Polnisch (habe ich übersetzen
lassen) per Email "traktiert", um endlich an die Geburtseinträge meiner
Familie zu kommen. Ich hatte angeboten, alle Kosten für Recherchen, Urkunden
usw. im Voraus zu überweisen. Erst bekam ich gar keine Antwort, dann schrieb
mir die Verwaltung aus Schweidnitz, sie hätten Bücher aus Cammerau, müssten
dazu aber die Namen meiner Onkel und Tanten wissen, sonst könnten sie nicht
suchen.

Eine solche Behauptung kann ganz einfach nicht stimmen, weil das
Ausschlaggebende bei der Suche ja der zuerst genannte Vater und dann die als
zweites genannte Mutter ist. Die Daten meiner Großeltern kenne ich aber ganz
genau und hatte sie auch explizit angegeben.

Alle Einträge die älter sind als 100 Jahre gehen bekanntlich an das Archiv
in Breslau. Dort fand man angeblich auch nichts. Als ich vor Antritt meiner
Reise meinen persönlichen Besuch "angedroht" hatte, bekam ich von Breslau
plötzlich den Geburtseintrag von wenigstens einer Tante.

Bei meinem Besuch auf dem Schweidnitzer Standesamt, meinte die
Sachbearbeiterin, sie würde mir sehr gerne helfen aber angeblich hätten die
Deutschen (?) vor Kriegsende alle Unterlagen verbrannt. Leider ist mir erst
auf der Heimreise eingefallen, dass man mir doch mitgeteilt hatte, es gäbe
Unterlagen aber ich bräuchte die Namen.

Das erzbischöfliche Archiv in Breslau schrieb mir, dass Schönbrunn nach
Nieder Bögendorf oder nach Hennersdorf gepfarrt gewesen sei, was ich mir
überhaupt nicht vorstellen konnte. Schweidnitz und Schönbrunn sind heute nur
noch durch das Ortsschild getrennt, früher lagen sicherlich 2 bis 3 km
zwischen den Orten aber Nieder Bögendorf oder gar Hennersdorf waren doch zu
Fuß gar nicht zu erreichen.

Eine ältere Frau, die ich in Schweidnitz traf, sagte mir, dass Schönbrunn
zur Kirche in Cammerau gehört habe. In Cammerau gibt es gar keine Kirche,
nur eine kapellenähnliche Gedenksäule für die Gefallenen des ersten
Weltkrieges. Gab es früher hier eine Kirche? Die Cammerauer meinten, wenn
ich eine Kirche suche würde, wäre die nächste in Nieder Bögendorf.

Die Kurie in Schweidnitz (Stanislaus und Wenzel Kirche) hat angeblich auch
keine Unterlagen und weiß auch nicht zu welcher katholischen Kirche die
Schönbrunner bis 1945 gehörten. Kann das sein? Ich weiß leider nicht, wie
viele katholische Kirchen Schweidnitz seinerzeit hatte und zu welcher Kirche
genau die Schönbrunner gehörten. Weißt Du da etwas darüber?

In der Friedenskirche, auf der Suche nach Einträgen meiner evangelischen
Verwandten, die vor und ebenso Jahre nach dem 2. Weltkrieg dort getauft
worden waren, bekam ich die Auskunft, dass diese Einträge auch irgendwo ganz
anders verwahrt würden.

Mit meinem bisschen Polnisch bin ich schnell an den Verständigungsgrenzen
angelangt. Von den ganz jungen Polen sprechen etliche wenigstens etwas
Englisch aber deutsch so gut wie niemand. Ich hatte sogar das Pech, dass
eine von mir engagierte staatlich anerkannte Dolmetscherin, in der Absicht
etwas ganz besonders gut machen zu wollen, mein Anliegen falsch weiter
gegeben hat.

Die Standesämter seinerzeit waren ja meistens auf einem Bauernhof. Weißt Du
vielleicht welcher Hof und welcher Standesbeamte nach 1900 in Cammerau tätig
war? Auch an solchen Infos bin ich sehr interessiert.

Weißt Du, lieber Claus, wenn tatsächlich die Standesamtsbücher und die
Kirchenbücher beim Einmarsch der Russen von diesen oder von den scheidenden
Deutschen (wozu?) oder später von den rachsüchtigen Polen vernichtet worden
sind und ich deshalb weder in Schweidnitz noch im Breslauer Archiv etwas
finden kann, ist das eine Tatsache an der nicht zu rütteln ist.

Wenn ich aber meine Familienmitglieder nicht finden kann, weil jemand aus
Zeitmangel oder Verweigerung oder weil er die Einträge nicht lesen kann und
deswegen behauptet, es gäbe sie nicht, macht mich das gleichzeitig
ungehalten und hilflos. An einem anderen heute polnischen Ort bekam ich bei
persönlichem Erscheinen erst die gewünschten Auskünfte, als ich versicherte,
keine Besitzansprüche an irgendwelchen Liegenschaften zu haben, sondern dass
ich wirklich nur aus familiärem Interesse gekommen war.

Für jede Auskunft, die Du vielleicht für mich hast, wäre ich Dir sehr
dankbar.

Mit herzlichen Grüßen

Helga Henn

-------Originalmeldung-------

Liebe Maria,

danke für Deine Antwort. Leider sehe ich zumindest bislang, keine Verbindung
von unseren Schmidts. Mein Großvater Wilhelm August Schmidt war in Käntchen,
heute Katki 1870 geboren worden und hatte meine Großmutter Maria Rosina
Scholz, auch 1870 in Heidersdorf/Lagiewniki geboren, 1895 in Langseifersdorf
geheiratet. Das erste Kind "Maria" kam 1896 in Gräditz/Grodziszcze, alle
anderen 12 Kinder ab 1897 bis 1916 in Schönbrunn/Slotwina zur Welt. Später
lebten meine Großeltern mit der jüngsten Tochter Ida und deren Kindern in
Langseifersdorf, wo meine Großmutter 1943 verstarb. Mein Großvater überlebte
die Strapazen der Internierung und der Ausweisung und verstarb aber in
Tangermünde/DDR in einer Flüchtlingsbaracke an einer Lungenentzündung, die
er sich beim Holzhacken ohne Socken an den Füßen zugezogen hatte. Leider ist
die Menschheit bis heute nicht viel schlauer geworden!

Herzliche Grüße

Helga Henn

-------Originalmeldung-------

Hallo Helga Henn:

Meine Onkel und Tanten v�terlicherseits sind alle katholisch getauft. Aus
dem Breslauer erzbisch�flichen Archiv bekam ich lediglich die Taufurkunde
meiner Gro�mutter, geb. 1870. Die Kirchenb�cher von Sch�nbrunn aus der Zeit
von 1900 bis 1945 wurde mir gesagt, gibt es nicht mehr. Hast Du da andere
Informationen?

Zun�chst: Sch�nbrunn hatte KEINE Kirche, also auch keine KB!

Wie ich bereits schrieb, war Sch�nbrunn kath. in Schweidnitz
eingepfarrt. Nach dem Buch von KAPS hei�t es zu den KB vom
Schweidnitzer Dom = St. Stanislaus u. Wenzezeslaus:
"erhalten Taufen 1859-1946; Heiraten 1873-1946; Tote 1869-1946"
vor Ort in Schweidnitz.

Die Kurie in Schweidnitz (Stanislaus und Wenzel Kirche) hat angeblich auch
keine Unterlagen und wei� auch nicht zu welcher katholischen Kirche die
Sch�nbrunner bis 1945 geh�rten. Kann das sein? Ich wei� leider nicht, wie
viele katholische Kirchen Schweidnitz seinerzeit hatte und zu welcher Kirche
genau die Sch�nbrunner geh�rten. Wei�t Du da etwas dar�ber?

Zu St. Stanislaus u. Wenzezeslaus = heutiger Dom.

In der Friedenskirche, auf der Suche nach Eintr�gen meiner evangelischen
Verwandten, die vor und ebenso Jahre nach dem 2. Weltkrieg dort getauft
worden waren, bekam ich die Auskunft, dass diese Eintr�ge auch irgendwo ganz
anders verwahrt w�rden.

Auch hierzu hatte ich Ihnen bereits geschrieben, dass Sie
den Zugang zu den evg. KB leicht finden, vgl.:

  kirchenbuecher

Die Standes�mter seinerzeit waren ja meistens auf einem Bauernhof. Wei�t Du
vielleicht welcher Hof und welcher Standesbeamte nach 1900 in Cammerau t�tig
war? Auch an solchen Infos bin ich sehr interessiert.

Die B�cher des Standesamtes Cammerau finden Sie heute f�r Geburten,
Heiraten und Tote 1874-1906 im Staatsarchiv Breslau. Sp�tere auf
dem heutigen Standesamt Schweidnitz unter Cammerau.

Mit freundlichen Gr��en
Claus Christoph

Hallo Helga, das Dorf Katki/Käntchen ist ja noch dichter an Guhlau. Einen Wilhelm SCHMIDT habe ich ebenfalls zu bieten * 1891 in Guhlau als Bruder meines Urgroßvaters und Sohn von Emanuel SCHMIDT und Paulina HERZIG. Emanuel SCHMIDT war im übrigen Tischlermeister, falls dir hier auch noch Berufe bekannt sind. Die Verwandtschaft muss hier übrigens nicht in der Ur- oder Ururgroßelterngeneration liegen, sondern kann auch locker 200 Jahre zurückliegen. Hier ist meiner Meinung nach sogar eine stärkere Wahrscheinlichkeit.

Zur dem Heirats- oder Wanderverhalten. Mein Wilhelm SCHMIDT heiratete eine Martha N.N. und war laut Adreßbuch von Guhlau 1942 dort als Kutscher wohnhaft. Aber einer seiner Söhne wird 1926 in Langenbielau (Bielawa), Reichenbach geboren. Als Arbeiter, Tischler, Kutscher und in anderen Berufen wurde schon damals eine größere Mobilität abverlangt. Es deckt sich bis auf die direkten Orte alles. Kann ich denn mal nach den Vornamen der Kinder fragen (gerne auch bilateral). Oftmals decken sich auch die Vornamen der Kinder durch die Verwandtschaft, man wollte so wohl das Band der Familienzweige untereinander stärken.

Bei meinem Besuch in Schweidnitz und Umgebung besuchte ich auch das Standesamt und konnte Urkunden aus den Standesamtsakten besorgen. Allerdings geht bei mir nun alles in die KB und hier konnte ich leider noch nicht weiterforschen.

Liebe Grüße

Maria

Immer auf
der Suche nach Funden zum Familiennamen SENNINGER und
den diversen Varianten wie; Senniger,
Seninger, Senniger, Seniger, Senging, Senginger, Sinninger, Sinniger,
Seiniger, Seininger, Sennenger, Senger, Zenninger, Selinger, Seyning,
Selingów, Seyninger, Zeyniger,
Zeynigerow, Seliger, Zeylinger, Zeyninger, Zejnigier,Simminger,
Semminger, Symminger

Hallo Claus Christoph,

Meine Onkel und Tanten väterlicherseits sind alle katholisch getauft. Aus
dem Breslauer erzbischöflichen Archiv bekam ich lediglich die Taufurkunde
meiner Großmutter, geb. 1870. Die Kirchenbücher von Schönbrunn aus der

Zeit

von 1900 bis 1945 wurde mir gesagt, gibt es nicht mehr. * Das war von mir

unglücklich ausgedrückt. Ich meinte, dass das erzbischöfliche Archiv in
Breslau mir mitgeteilt habe, dass es keine kirchlichen Einträge von
Schönbrunn von 1900 bis 1945 mehr gäbe.

Zunächst: Schönbrunn hatte KEINE Kirche, also auch keine KB!

Wie ich bereits schrieb, war Schönbrunn kath. in Schweidnitz
eingepfarrt. Nach dem Buch von KAPS heißt es zu den KB vom
Schweidnitzer Dom = St. Stanislaus u. Wenzezeslaus:
"erhalten Taufen 1859-1946; Heiraten 1873-1946; Tote 1869-1946"
vor Ort in Schweidnitz. * ja, so heißt es, stimmt es aber auch? Seit einem
Jahr bekomme ich von überall her die widersprüchlichsten Infos.

Die Kurie in Schweidnitz (Stanislaus und Wenzel Kirche) hat angeblich auch
keine Unterlagen und weiß auch nicht zu welcher katholischen Kirche die
Schönbrunner bis 1945 gehörten. Kann das sein? Ich weiß leider nicht, wie
viele katholische Kirchen Schweidnitz seinerzeit hatte und zu welcher

Kirche

genau die Schönbrunner gehörten. Weißt Du da etwas darüber?

Zu St. Stanislaus u. Wenzezeslaus = heutiger Dom.*Ja, natürlich, das ist
schon klar. Daneben befindet sich ja auch die Kurie. Weißt Du sicher, dass
die Taufen von 1859-1946 erhalten geblieben sind? Warum teilte mir die Kurie
(Stanislaus und Wenzel) mit, dass sie keine Einträge hätten?
  

Die Standesämter seinerzeit waren ja meistens auf einem Bauernhof. Weißt

Du

vielleicht welcher Hof und welcher Standesbeamte nach 1900 in Cammerau

tätig

war? Auch an solchen Infos bin ich sehr interessiert.

Die Bücher des Standesamtes Cammerau finden Sie heute für Geburten,
Heiraten und Tote 1874-1906 im Staatsarchiv Breslau. * Breslau hat mir erst
mitgeteilt, dass sie gar keine Einträge hätten und ich mich deshalb an das
Kirchenarchiv wenden soll. Nach einer erneuten Anfrage und der Ankündigung
meines Besuches, bekam ich wenigstens eine Geburtsurkunde aus dem Jahre 1897
Spätere auf
dem heutigen Standesamt Schweidnitz unter Cammerau.* Ja, das ist ja gerade
die Crux. Zunächst lautete die Auskunft vom Standesamt Schweidnitz, sie
hätten Bücher aus Cammerau, ich müsste aber die Vornamen der Kinder wissen -
obwohl doch die genauen Daten der Eltern ausreichend sind und als ich
persönlich kam, teilte mir die Standesbeamtin mit, sie würde mir liebend
gerne helfen aber leider hätte sie keine Geburtseinträge, weil angeblich die
Deutschen gegen Ende des Krieges alles verbrannt hätten, wie ich schon
schrieb. Was macht man in so einem Fall? Ich kann die Dame ja nicht der Lüge
bezichtigen oder sie zwingen, mich selbst nachschauen zu lassen!? Ich denke,
dass sie entweder die Einträge nicht lesen kann; die Urkunde aus 1897 ist
selbst für mich schwer entzifferbar, obwohl ich die Daten meiner Großeltern
bestens kenne und Sütterlin sehr gut lesen kann (vermutlich war das bis 1916
der selbe Standesbeamte) oder sie will sich damit nicht beschäftigen. Was
tun, sprach Zeus, an wen soll ich mich wenden?

Herzliche Grüße und vielen Dank für Deine Mühe,

Helga.

Liebe Maria,

das klingt ja sehr interessant, was Du schreibst. Ja, früher war es üblich
die Kinder nach den Eltern und Großeltern zu nennen und manche Namen kamen
gemischt mit einem anderen zweiten Vornamen diverse Male vor.

Der Vater meines Großvaters Wilhelm August Schmidt, hieß Gottlieb Schmidt,
geb. 1839 oder 1840 und seine Mutter hieß Karoline, eine geb. Walter. Die
Familie wohnte in Käntchen. Gottlieb Schmidt war Maurer. Mein Großvater
lebte bis zu seiner Eheschließung auch in Käntchen.

Der Vater meiner Großmutter Maria Rosina Schmidt, geb. Scholz war der Knecht
August Scholz, seine Ehefrau Karolina, eine geb. Schleicher. Sie lebten erst
in Heidersdorf und dann wahrscheinlich in Groß Wierau. Dort ist August
Scholz zumindest verstorben. Der Bruder meines Großvaters hieß Wilhelm
Schmidt, geb. 1870 oder 1871 und war herrschaftlicher Kutscher. Ich weiß
nicht mehr über die Geschwister meiner Großeltern, nur das in jedem Fall
zwei im ersten Weltkrieg gefallen sind. Ein weiteres starb als es unter ein
Fuhrwerk geriet und noch eines durch einen Fenstersturz. Es gab bestimmt
eine Menge Kinder auf beiden Seiten, vielleicht finden sie sich wieder in
den Vornamen meines Vaters, meines Onkels und meiner Tanten.

Das erste Kind meiner Großeltern, geb. 1896 in Gräditz hieß Maria Anna, 1897
Pauline Ida, dann fehlen sicherlich 1 bis 2 Kinder, 1900 Emma Anna, 1902
mein Vater Fritz Ernst, 1904 Martha Pauline, 1906 Ernst Alfred, dann fehlen
wieder Kinder, 1911 Ida Anna und 1912 Selma Ida. Vier Kinder sind mir
namentlich nicht bekannt aber sie passen ja wunderbar in die Lücken.

Meine Großmutter war Gutsköchin, mein Großvater Tagarbeiter (ich nehme an,
das ist das gleiche wie Tagelöhner), Futtermeister und zuletzt in
Langseifersdorf Ziegeleiarbeiter. Mein Vater und sein Bruder mussten erst
Melker lernen. Mein Vater zog schon in den 1920-er Jahren nach Niedersachsen
und wurde bei einer Ölbohrgesellschaft Bohrmeister. Alfred fiel im Krieg.
Die Mädels haben alle im Haushalt und in der Landwirtschaft gearbeitet. Die
Älteste wurde wieder Köchin.

Vielleicht findest Du wieder Hinweise?

Herzliche Grüße

Helga

-------Originalmeldung-------

Hallo, liebe Foris,

gibt es jemanden, der einen Ortsplan, Lageskizzen o.Ä. von Schönbrunn bei
Schweidnitz hat (ca. 1900 bis 1945) oder weiß, wo ich einen solchen bekommen
könnte?

Herzlichen Dank im Voraus,

liebe Grüße,

Helga (Henn)

Hallo Helga,

auf diesem Messtischblatt findest du Sch�nnbrunn.

http://amzpbig.com/maps/5164_Schweidnitz_1936.jpg

Viele Gr��e aus 3 Bockwindm�hlendorf Oberoderwitz (s�dl. Oberlausitz)

Wolfgang OTTO

* 1943 in Zirlau Krs. Schweidnitz

Lieber Wolfgang,

eine größere Freude hättest Du mir gar nicht machen können. Auf dem
Messtischblatt sind auch noch die für mich sehr wichtigen Orte rund um
Schönbrunn darauf, einschließlich Schweidnitz selbst.Jetzt sehe ich in jedem
Ort alle gesuchten Straßen und Häuser. Allerallerherzlichsten Dank.

Mit lieben Grüßen und den besten Wünschen für einen regenfreien Sonntag,

Helga aus Kolbermoor in Oberbayern

-------Originalmeldung-------