Hallo Hubert,
In Gräben verstorben ist
meine Großmutter Ida Joppich geb. Hermann.
*29.6. oder 29.8. 1883 geboren und +30.9.1942
Vermutlich war sie katholisch
Gräben hatte vermutlich doch von Anfang an ein eigenes Standesamt, auch
wenn verschiedene Quellen als Standesamt Striegau angeben. Da muss ich
meine Aussage in der eMail zu Ohlig revidieren. Heute liegen die wenigen
erhaltenen Register, ab 1922 (+ ab 1930) mit großen Lücken, im Standesamt
in Striegau/Stzegom. Der Jahrgang 1942 der Sterbefälle ist dabei. Im
polnischen Archivführer und auch bei den Mormonen habe ich Gräben nicht
gefunden. Es wäre noch zu prüfen, was im Standesamt I in Berlin liegt.
Bei älteren Daten würde ich aber trotzdem auch immer mal in Striegau
nachsehen.
Die kath. Kirche Peter und Paul in Striegau (Gräben hatte keine eigene
Kirche) hat das höchste Hallenschiff in Schlesien.
Die KB begannen *1589, oo1696, +1590. Davon soll nach Kaps 1945 in der
Kirche erhalten gewesen sein die KB *1766-1945, oo1766-1945, +1882-1945.
Ob es noch an dem ist, weiß ich nicht. Die Striegauer hatten zwar vor ein
paar Jahren für die Renovierung der Orgel gespendet, aber eine von mir
angemahnte Auflistung der noch vor Ort vorhandenen KB hatte man im
Gegenzug nicht eingefordert. Zumindest erhielt ich die Aussage: Der
Pfarrer erteilt auf Anfrage Auskunft aus den Büchern.
KB sind halt nur für Genealogen interessant. Das Gleiche erleben wir ja
zur Zeit mit der geplanten Friedhofsanierung an der Friedenskirche in
Schweidnitz.
Ihr Mann und mein Großvater August Joppich,
katholisch, wurde am 01.03.1882,
vermutlich in Kleinbielau (Standesamt Ströbel?)
geboren.
Nach meinen Unterlagen ergibt sich folgendes:
Standesamt - Qualkau
ev. Kirche - Seiferdau
kath. Kirche - Gorkau (Krs. Breslau)
Der pol. Archivführer kennt kein Qualkau. Heute liegen im Standesamt
Schweidnitz nur noch einige Reste der Standesamtsunterlagen von ca. 1938.
Kath. KB von Gorkau sind von den Mormonen verfilmt. Darunter auch die
Taufen 1882. Also hier ein guter Ansatzpunkt.
Meine Mutter wurde als Johanna Umlauf
am 30.11.1911 in Häslicht (Kostrza)
geboren.
Häslicht (Kostrza)
Das Dorf Häslicht hatte im Jahre 1871 mit Gutsbezirk und Gemeinde zusammen
insgesamt 699 Einwohner in 171 Haushaltungen. Im Zuge des weiteren
Ausbaues der Granitindustrie wuchs die Bevölkerung in der Folgezeit stetig
an. So verzeichnete der Ort im Jahre 1895 - 929, 1925 - 1.376 und 1939
1.558 Einwohner.
1. Standesamt - Häslicht
2. ev. Kirche - Groß-Rosen
3. kath. Kirche - Häslicht
1.
Von den Standesamtsunterlagen haben die Mormonen auf 3 Filme verfilmt:
Heiraten, Tote 1876-1877
Geburten 1882 Heiraten 1878-1879 Tote 1878-1880
Geburten 1883 Tote 1883-1885
Im Standesamt in Striegau lagen 2000 von Häslicht:
*1900, 1906-1908, 1910-1911, 1913-1916, 1925, 1938, 1939-1941
oo1907-1909, 1916-1942
+1930-1931, 1933-1942
2.
Die KB der ev. Kirche Groß Rosen sind nicht erhalten.
3.
Die Kirche in Häslicht war ab 1822 Filiale von Striegau. Es wurden eigene
KB geführt. Bei Randt 1938 sind diese noch gelistet. Ich habe aber weder
im pol. Archivführer, noch im Bestandsverzeichis zum kath. Archiv in
Breslau noch bei den Mormonen etwas gefunden. Kaps schrieb noch 1962 zu
den KB: wahrscheinlich erhalten. Es wäre also zu prüfen, was noch vor Ort
liegt.
Literatur zu Häslicht:
Radler, Leonhard Dr. "Häslicht" in "Tägliche Rundschau" Nr.3/1985 S.3-5
Kahl, Gustav "Ein Frühlingsmorgen in Häslicht" in "Bote aus dem
schlesischen Burgenland" Nr.5/1962 S.19; Nr.6/1962 S.15
Pastor Roth "Geschichtsbilder aus sechs mittelschlesischen Dörfern,
Groß-Rosen, Klein-Rosen, Bersdorf, Häslicht, Herzogswaldau, Kalthaus."
1937, Nachdruck auch in "Bote für das schlesische Burgenland" ab 4/1962
(in mehreren Fortsetzungen)
Im Bote aus dem schles. Burgenland schreibt doch der Rudi Dorausch immer
viel zu Häslicht. Den würde ich auch mal anschreiben. Kruckenbergstr. 8,
12107 Berlin. Erhoffe dir aber nicht zu viel.
Ich denke, hier hast du erstmal paar Ansatzpunkte. Wenn es Fragen gibt,
einfach fragen.
und tschuess...
...Volker