Hallo,
gestern habe ich ein paar Kinder bei den Familien der Vorfahren ergänzt. Dabei bin ich über
eine Kuriosität gestolpert!
Dietrich, Anna Maria
geboren am 30.05.1861 in Nanzdiezweiler
getauft am 31.05.1861 in Kirchmohr (T1861/12 KB St. Georg, Kirchmohr)
gestorben am 30.05.1861 in Nanzdiezweiler
begraben am 01.06.1861 in Kirchmohr (S1861/07 KB St. Georg, Kirchmohr)
War das (damals) üblich, daß Kinder, die tot geboren oder kurz nach der Geburt verstarben
tot getauft wurden?
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
Grüße
Ulli Heist
Hallo Ulli,
dieses ist mir in keinem KB aufgefallen, weder im Rheingau noch in Norddeutschland oder Pommern. Lediglich zus�tze wie "vor der Taufe verstorben".
Gru�
Jens (Hofstaedt)
Ulli Rainer Heist <Ulli.Rainer.Heist@gmx.de> schrieb:
Hallo,
gestern habe ich ein paar Kinder bei den Familien der Vorfahren erg�nzt. Dabei bin ich �ber
eine Kuriosit�t gestolpert!
Dietrich, Anna Maria
geboren am 30.05.1861 in Nanzdiezweiler
getauft am 31.05.1861 in Kirchmohr (T1861/12 KB St. Georg, Kirchmohr)
gestorben am 30.05.1861 in Nanzdiezweiler
begraben am 01.06.1861 in Kirchmohr (S1861/07 KB St. Georg, Kirchmohr)
War das (damals) �blich, da� Kinder, die tot geboren oder kurz nach der Geburt verstarben
tot getauft wurden?
�ber eine R�ckmeldung w�rde ich mich sehr freuen.
Gr��e
Ulli Heist
Hallo zusammen,
Dies Phänomen kenne ich sicher aus dem Harzer Raum. Dort fand ich häufig
Einträge * 30.5 get. 30.5. + 30.5. begr. 31.5. bzw. ähnlich. Ich denke es
war durchaus üblich, dass der Pfarrer Totgeburten taufte - schon um eine
Bestattung in geweihter Erde vornehmen zu können. (Meinen rudimentären
religiösen Kenntnissen zur Folge durften nicht getaufte Pesonen nicht in
geweihter Erde bestattet werden. Ungetaufte - zB im Falle von Totgeburten -
müssten demnach theoretisch irgendwo verscharrt werden, jedoch keinesfalls
auf dem Friedhof der Kirche. In diesem Zusammenhang kann ich mir die Taufe
von toten Frühchen/Kleinkindern der ersten Lebnenstunden gut vorstellen. In
evangelischen KB gibt es - siehe auch Mail von Jens - teilweise den Zusatz
vor der Taufe verstorben.)
Die zeitliche Abfolge zwischen Tod und Taufe in Ulli's Fall führe ich jedoch
entweder darauf zurück, dass der Schreiber sich verschrieben hat oder dass
der Pfarrer erst auch einer Nachbargemeinde geholt werden musste.
Gruß
Ralf (Jordan)
ahnen@rgjordan.de
Vielleicht ist alles viel einfacher und der Pfarrer hat sich beim Eintragen in das Kirchenbuch etwas mit den Daten vertan.
MfG Klemens Ranker
Hallo,
das totgeburten irgendwo verscharrt worden sind ist nicht ganz richtig. ich habe schon eintr�ge gefunden in denen es hei�t das beide, also mutter und kind in einem sarg bestattet worden sind.
gru�
jens
Ulli Rainer Heist <Ulli.Rainer.Heist@gmx.de> schrieb: Hallo,
gestern habe ich ein paar Kinder bei den Familien der Vorfahren erg�nzt. Dabei bin ich �ber
eine Kuriosit�t gestolpert!
Dietrich, Anna Maria
geboren am 30.05.1861 in Nanzdiezweiler
getauft am 31.05.1861 in Kirchmohr (T1861/12 KB St. Georg, Kirchmohr)
gestorben am 30.05.1861 in Nanzdiezweiler
begraben am 01.06.1861 in Kirchmohr (S1861/07 KB St. Georg, Kirchmohr)
War das (damals) �blich, da� Kinder, die tot geboren oder kurz nach der Geburt verstarben
tot getauft wurden?
�ber eine R�ckmeldung w�rde ich mich sehr freuen.
Gr��e
Ulli Heist
Hallo Ulli,
ich k�nnte mir vorstellen, das der Eintrag vorher vorbereitet/eingetragen wurde und das das Kind dann leider vor der f�r den 31. geplanten Taufe doch gestorben ist.
Ich habe bei Trauungen es schon �fter erlebt, das dann unter Bemerkungen stand "zur Trauung nicht erschienen".
Da mu� der Eintrag auch schon vorher da gewesen sein, sonst h�tte man ja eine nicht vollzogene Trauung nicht eingetragen.
Viele Gr��e
Martina
Hallo,
Danke an alle, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben.
Es könnte also sein, daß
- das Kind wirklich tot getauft wurde
- der Pfarrer einen Schreibfehler gemacht hat
- der Eintrag im Kirchenbuch stand bevor die Taufe
- oder
- ...
Was wirklich war, weiß nur noch der Pfarrer von damals. Für mich war es
jedoch sehr interessant zu lesen, daß es in manchen Orten durchaus üblich
war, totgeborene Kinder zu taufen.
Nochmals Danke, an alle die geantwortet haben.
Grüße
Ulli