Liebe Familienforscher,
ist es denkbar, dass um 1790 bei einer Taufe in einer evang. Gemeinde in
Güstrow/Mecklenburg die Paten katholisch waren?
Liebe Grüße
Georg (Kummerfeldt)
Hallo,
grundsätzlich und überall halte ich es für denkbar.
Schlimmer noch als einen anderskonfessionellen Paten zu haben war doch gar
nicht getauft zu sein.
Paten sollten für das Kind sorgen, wenn den Eltern etwas zustößt.
Viele ev. Getaufte Kinder haben dadurch oftmals bis zu 4 Paten.
Je nach Alter der Eltern wurden Oma und Opa, Onkels oder sogar schon größere
Geschwister gewählt. Wichtig war, das sie in der Lage waren das Kind auf zu
nehmen für den Fall der Fälle, der manchmal plötzlich kam. Es gab auch
damals schon Menschen, die konvertierten. Verschieden konfessionelle Ehen
waren selten, aber möglich. Ich habe eine in der Linie, allerdings später,
ca. 1850.
Die Pfarrer möchten auch heute noch mindestens einen gleichkonfessionellen
Paten haben. Der Pate heute soll das Kind im Glauben begleiten. Die
Versorgung ist völlig im Hintergrund.
Gruß
Sabine (Hackmann)