Erzdiözesanarchiv Breslau

Liebe Listenmitglieder,

nach langer Bau- und Umzugszeit wurde im Oktober 2020 endlich das neue Diözesanbibliothek der Erzdiözese Breslau (Biblioteka Archidiecezjalna) eingeweiht/eröffnet. Die neue Bibliothek besteht aus drei bestehenden Einrichtungen - der Kapitelsbibliothek, der Bibliothek der Päpstlichen Theologischen Fakultät und dem Archiv der Erzdiözese Breslau.

Anfang Februar konnte mein Mitarbeiter Piotr Panczyk aus Breslau das erste mal in diesem neuen Diözeanarchiv forschen. Er schreibt mir dazu seine ersten Eindrücke:
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Zurzeit werden die Sammlungen von drei Institutionen (die Bibliothek der katholischen Universität, Archivbibliothek der Erzdiözese Breslau und die Archivbibliothek) noch in das neue Gebäude umgezogen. Der für uns interessanteste Teil wurde leider in den Keller deponiert, wo es keinen separaten Lesesaal gibt, nur 3 Schreibtische neben den Bücherregalen.
Es ist jeweilst vorab eine telefonische Terminabsprache erforderlich, denn das Interesse an den Büchern, die bisher noch nicht verfügbar waren, ist recht groß. Gleichzeitig gibt es außer der telefonischen Vereinbarung keine andere Möglichkeit der Kontaktaufnahme - weder über die Website noch E-Mail. Es ist Dienstag-Freitag von 9 bis 14 Uhr geöffnet.
Ich hatte kein Problem mit der Bestellung von Büchern, alles ist an Ort und Stelle, die Priester bringen die bestellten Dokumente an den Schreibtisch. Sie benutzen die Materialliste gemäß dem Buch "Pfarrbücherverzeichnis für das Erzbistum Breslau von 2013 von Jósef Pater". Man kann die Materialien frei verwenden, aber es ist nur gelegentliches Fotografieren erlaubt. Wenn die Priester bemerken, dass man eine größere Anzahl von Bildern macht oder gar ein ganzes Buch abfotografieren möchte, verbieten sie es. Daher ist das Kopieren ganzer Bücher oder größerer Fragmente leider nicht möglich. Man kann in den Büchern nach bestimmten Namen suchen und diese Einträge dann abfotografieren.
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Falls jemand wissen möchte, welche Bestände es zu bestimmten Pfarrsprengeln gibt, kann ich das gerne im Buch "Jósef Pater, Pfarrbücherverzeichnis für das Erzbistum Breslau von 2013" nachschauen. Ich meine aber, diese Angaben stehen auch auf der HP von Claus Christoph http://www.christoph-www.de/index.htm

Viele Grüße
Andreas Smarzly

Liebe Listenmitglieder,

nach langer Bau- und Umzugszeit wurde im Oktober 2020 endlich die neue Diözesanbibliothek der Erzdiözese Breslau (Biblioteka Archidiecezjalna) eingeweiht/eröffnet. Die neue Bibliothek besteht aus drei bestehenden Einrichtungen - der Kapitelsbibliothek, der Bibliothek der Päpstlichen Theologischen Fakultät und dem Archiv der Erzdiözese Breslau.

Anfang Februar konnte mein Mitarbeiter Piotr Panczyk aus Breslau das erste mal in diesem neuen Diözeanarchiv forschen. Er schreibt mir dazu seine ersten Eindrücke:
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Zurzeit werden die Sammlungen von drei Institutionen (die Bibliothek der katholischen Universität, Archivbibliothek der Erzdiözese Breslau und die Archivbibliothek) noch in das neue Gebäude umgezogen. Der für uns interessanteste Teil wurde leider in den Keller deponiert, wo es keinen separaten Lesesaal gibt, nur 3 Schreibtische neben den Bücherregalen.
Es ist jeweilst vorab eine telefonische Terminabsprache erforderlich, denn das Interesse an den Büchern, die bisher noch nicht verfügbar waren, ist recht groß. Gleichzeitig gibt es außer der telefonischen Vereinbarung keine andere Möglichkeit der Kontaktaufnahme - weder über die Website noch E-Mail. Es ist Dienstag-Freitag von 9 bis 14 Uhr geöffnet.
Ich hatte kein Problem mit der Bestellung von Büchern, alles ist an Ort und Stelle, die Priester bringen die bestellten Dokumente an den Schreibtisch. Sie benutzen die Materialliste gemäß dem Buch "Pfarrbücherverzeichnis für das Erzbistum Breslau von 2013 von Jósef Pater". Man kann die Materialien frei verwenden, aber es ist nur gelegentliches Fotografieren erlaubt. Wenn die Priester bemerken, dass man eine größere Anzahl von Bildern macht oder gar ein ganzes Buch abfotografieren möchte, verbieten sie es. Daher ist das Kopieren ganzer Bücher oder größerer Fragmente leider nicht möglich. Man kann in den Büchern nach bestimmten Namen suchen und diese Einträge dann abfotografieren.
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Falls jemand wissen möchte, welche Bestände es zu bestimmten Pfarrsprengeln gibt, kann ich das gerne im Buch "Jósef Pater, Pfarrbücherverzeichnis für das Erzbistum Breslau von 2013" nachschauen.
Es sind dort auch zahlreiche oberschlesische Kirchenbücher dabei. Ich meine aber, diese Angaben stehen auch auf der HP von Claus Christoph http://www.christoph-www.de/index.htm

Viele Grüße
Andreas Smarzly

Lieber Herr Smarzly,
vielen Dank für Ihre interessanten Informationen. Durch den langen Umbau/ Umzug des Diözesanarchives hatte ich mich noch gar nicht um die dortigen Forschungsmöglichkeiten gekümmert. Nun habe ich einen ersten Einblick, der ja nicht so rosig aussieht, wie in den staatlichen Archiven.
Dabei interessiere ich mich weniger für Kirchenbücher als für Informationen zu folgenden Themen:
Mein Hauptprojekt ist aktuell die Erstellung einer Dorfgeschichte für Birkowitz bei Oppeln. Dabei sind einerseits Personalakten über mehrere aus dem Dorf stammende Priester interessant, andererseits aber auch z.B. die Aktenbestände über die konfliktreiche Abstimmungs- und Aufstandszeit 1921 in OS oder auch während der Nazizeit (z.B.möglicherweise vorliegende Berichte des zuständigen Pfarrers Prälat Kubis in Oppeln). Eine Vorstellung über die vorhandenen Aktenbestände habe ich noch gar nicht.
Können Sie etwas dazu sagen?
Gruß
Matthias Wessinghage

Lieber Herr Wessinghage:

Lieber Herr Smarzly,

Ich bin zwar nicht Andreas Smarzly. Aber zu den Akten des Diözesan-Archivs Breslau finden Sie

Informationen auf Archive in Schlesien .

Beste Grüße,

Claus Christoph

Hallo Andreas und Matthias,
   wie weit gehen denn die Akten zurA 1/4ck? Gibt es eventuell Unterlagen
   aus der Zeit der Gegenreformation. Vielleicht auch Unterlagen vom
   kirchlichen "Gegner", also zum Beispiel Calvinisten oder Evangelischen
   Pfarrern?
   Ich wA 1/4rde mich A 1/4ber Informationen zu diesem mir bisher
   unbekannten Archiv sehr freuen.
   Mit freundlichem ForschergruAY
   Michael aus Dessau-RoAYlau

   -------- UrsprA 1/4ngliche Nachricht --------

Lieber Herr Wessinghage,

das Erzdiözesanarchiv Breslau enthält (was Oberschlesien betrifft), gdrs. katholische KB oder auch Verzeichnisse, die die Einnahmen der Kirche/der Pfarreien betrafen.
Personalakten über Priester aus Oberschlesien werden Sie eher im Diözesanarchiv in Oppeln suchen müssen.
Zu Birkowitz gibt es einiges Interessantes. Einfach bei https://www.szukajwarchiwach.gov.pl "Birkowitz" oder "Bierkowice" eingeben, da erscheint eine Menge an Akten, die sich zur Beschreibung der Ortsgeschichte eignen.

Infos aus den Zeiten der Abstimmungskämpfe und Nazizeit: da gibt es ebenfalls eine Masse an Beständen. Am besten im Wyniki wyszukiwania - Szukaj w Archiwach Stichworte wie "Abstimmung in Oberschlesien" etc. eingeben.
Interessant diesbezüglich z.B. ein Fund den ich hier bei einer Schnellsuche gefunden habe:
Frau Graitzor aus Birkowitz- Beschwerde wegen Sterilisierung Jednostka - Szukaj w Archiwach

Auf welche Quellen man grds. bei der Verfassung einer oberschlesischen Dorfgeschichte zurückggreifen kann, habe ich in meinem Buch "Geschichte von Blaschewitz" auf mehrere Seiten (Quellen/Literaturverzeichnis) zusammengetragen Blaschewitz (Kreis Neustadt OS) – Geschichte eines oberschlesischen Dorfes – HKKNOS.
Das Buch ist zwar komplett ausverkauft, aber man kann es in jeder Bibliothek per Fernleihe bestellen.

Viele Grüße
Andreas Smarzly