Ertragsberechnung von Höfen

Hallo zusammen,

mich würden die früheren Zustände auf den Höfen interessieren, inwieweit
sich die einzelnen Familien tatsächlich mit dne Erträgen aus ihren
Feldern selber ernähren konnten. Bzw. für wie viele Personen diese
Erträge ausreichend waren

Durch die Angaben der Größenverhältnisse der Jauchert in den Urbaren,
sowie den Abgaben (Zehnt und Fruchtzinsen) müsste man dies doch
einigermaßen ausrechnen können.

Die Frage ist halt auch, ob der Zehnt (es gab ja Groß- und Kleinzehnt)
tatsächlich ein Zehntel war. Es scheint hier auch regional und zeitlich
bedingte Veränderungen gegeben zu haben.

Es geht mir hier auch nur um den ungefähren Wert zum Zeitpunkt eines
erstellten Urbars. Ein früherer Lehrer hatte mir kürzlich seine
Berechnungsweise geschickt und er fragte, ob er historisch richtig
gerechnet hatte. Die Literangaben für die Mengenbestimung des Dinkels
oder Hafers sind ja regional ebenso unterschiedlich. Aber er fragt nach
der grundsätzlichen Richtigkeit der Berechnung. Kann das jemand bestätigen?

Ertragsberechnung für den Hof Kreuzer bzw Mön im Jahre 1531 (Kloster
Weingarten, Gemeinde Berg (Schussen):

Fläche: Acker - 36 Jauchert
Wiesen - 10 Jauchert
Wald - 9 Jauchert = insgesamt ca. 28 ha

a. für den Veesen (heute Dinkel):
nach Dreifelderwirtschaft: von 36 Jauchert 1/3 = 12 Jauchert.
Vom Jauchert die Durchschnittsernte: 7 Scheffel X 12 = 84 Sch.
Davon gehen ab:
- 8 1/2 Scheffel Zehnt
- 7 \\ Zins oder Gült
- 1/2 \\ Vogtkernen
- 17 \\ Saatgut (= 20 % der Ernte!)