Hallo Ingo,
ich fotografiere die Mikrofilme ab - und will dir daher auch antworten.
Welche Erfahrung hast Du gemacht.
Sind besondere Einstellungen zu beachten?
Muss ein Stativ her?
Beste Erfahrungen machte ich ! Der Informationsverlust liegt bei um die 10%
zwar, aber damit noch erheblich besser als bei Kopien. Bei auch nur halbwegs
gut lesbaren Filmen macht der Informationsverlust nichts aus. Bei schlechten
Aufnahmen muß man aber, gerade am Rand, einiges noch nachlesen. Ich habe dazu
Listen in denen ich die nicht sicher lesbaren Einträge eintrage und dann
schaue ich mir mit den Listen den Film noch mal an. Bei manchen Filmen habe ich
das dutzende Seiten, bei anderen nicht eine.
Meine Kamera hat 4.Megapixel, das reicht vollkommen aus, auch wenn
gelegentlich ein Megapixel mehr ganz sinnvoll. Fotografiert wird möglichst im dunklen
Raum ohne Blitzlicht. Frühes kommen ist angebracht um das beste Lesegerät
auszusuchen - eines mit einen möglichst gleich hellen Bildschirm. Diese werden
zwar alle zum Rande hin dunkler, aber manche eben mehr als andere. Ideal ist,
aber nicht unbedingt notwendig, wenn die Kamera einen Makromodus hat (meißt
erkennbar an einen Blumensymbol). Ein Stativ ist nicht notwendig, aber eine
Verwackelautomatik sicher sinnvoll (ich arbeite ohne, und nicht mal ein Bild
von 1000 ist verwackelt.). Man sollte genug Speicherchips dabei haben, und am
besten auch einen Ersatzakku. Nach mehr als 4-5 Stunden fotografieren werden
aber deine Arme lahm ... !
Nur selten kann man eine ganze KB-Seite auf einmal fotografieren. In der
Regel fotografiere ich erst den oben, dann den unteren Teil der Seite. Lieber
etwas mehr Rand als zuwenig. Zuweilen muß man aber auch die Seite in drei, bei
Doppelseiten gar vier oder sechs Teile, aufteilen. Alles immer fortlaufend.
Wichtig sind Notizen, welche Seiten sich auf welchen Speicherchip befinden. Zu
Hause, nach Überspielung der Daten auf meinen PC, gebe ich den Dateien dann
einen richtigen Namen, ein solcher Eintrag sieht bei mir so aus KBBE II.
T-358-o (1848) Also KB Berlinchen, Teil II, Taufen, Seite 358 oben - im OFB gebe
ich dann als Quelle den Eintrag so an KBBE II. T-358 / 359-o (1848, #124)
... so kann ich jeder Zeit das betreffende Bild noch mal schnell aufrufen.
Gerade das umbenennen dauert bald länger als das fotografieren, da man immer
wieder kontrollieren muß, ob die Seitenangaben stimmen. Man sollte dabei bei
Fotos darauf achten, das die Paganierung zu sehen ist - was nicht selten
leichter gesagt als getan ist.
Man kann die Seiten auch ausdrucken, sollte dabei aber die Farbe blau
zurückregeln. (Ich stellte mal fest, als diese Farbe in meiner Patrone ausging, was
auf einmal für Details zu erkennen waren, die auf den richtigen Ausdruck
nicht zu sehen waren).
Grüße Steffan