Hallo Frau Nack,
nun muss ich mich wohl in aller Form bei Ihnen für die Unannehmlichkeiten, die ich Ihnen bereitet habe, entschuldigen. Ihren leidenschaftlichen Unschuldsbeteuerungen in der Liste (an mehrere hunderte Personen) werde ich wohl glauben müssen.
Ein Missverständnis möchte ich noch richtig stellen: Ich habe keinen Onkel beim Finanzamt. Da ich ja wahrscheinlich anonym angezeigt wurde, würde mir ein lieber guter Onkel kaum etwas nützen, zumal alle Finanzbeamten der Schweigepflicht unterliegen.
Meinen fälschlichen Verdächtigungen liegen allerdings zum großen Teil an Ihrem vorangegangenen Verhalten: Erzählten Sie doch vor ca. 8 Wochen dem Personal des Archives, dass Sie mich anzeigen wollten, da ich Ihre Preise kaputt machen würde.
Vor ca. vier Wochen erzählten Sie einer anderen Aufsichtsperson, Sie hätten es dem Scherpf gegeben, denn den hätten Sie jetzt angezeigt. Daher rührte zwangsläufig mein Verdacht.
Nachdem Sie es nicht waren, glaube ich, diese zwei Äußerungen waren nichts als dumme Angeberei, weil Sie sich über mich ärgerten.
Ebenso glaube ich an einen reinen Zufall, dass ich eine Woche nach Ihrer zweiten Äußerung einen Brief vom Finanzamt bekam.
Ebenso bin ich mir sicher, dass rein zufällig eine neue Person mich zu gleichen Zeit intelligenterweise ohne Vorwarnung angezeigt hat.
Da Sie ja nun gewissermaßen rehabilitiert sind, bitte ich Sie, diesen Unsinn auf der Liste und im Archiv zu beenden. Wir sollten unsere Zeit sinnvoller nutzen.
Ich verbringe weniger als ein Prozent meiner Zeit mit der Fremdforschung und betrachte mich deshalb nicht als Konkurrent für Sie.
Zum Zeichen meiner lauteren Absichten versichere ich Ihnen, nicht nur keinen Preis mehr zu nennen, sondern meine Dienste in dieser Liste nicht mehr anzubieten und keinerlei Reklame mehr zu betreiben.
Ich wünsche Ihnen viel Glück.
Mit freundlichen Grüßen
Günther Scherpf