Hallo Zusammen!
Vor ein paar Monaten hatte ich hier schon mal gefragt, wo ich eventuelle Unterlagen über ein Loßkaufen etc. finde. Nur wusste ich damals noch nicht, ob mein Vorfahre wirklich Leibeigener war.
Nun habe ich, Dank eines anderen Forschers, den Beweis das mein Vorfahre Leibeigener war.
Er war Untertan des Herrn Hauptmann v. Bassewitz, Erbherr auf Klocksin, Neuhof, Dambeck und Karchow.
In seinem Testament (aus dem Jahre 1759) verfügt der Herr v. Bassewitz, dass mein Vorfahre Christoff Mahncke, sein Bruder Ehlert, die Schwester Sophia und deren Familien nach seinem Tode aus der Leibeigenschaft zu entlassen seien und vermacht ihnen zusätzlich jeweils 1000 RTl.
Der Herr v. Bassewitz stirbt im Jahre 1773.
Wo finde ich im Landeshauptarchiv Unterlagen / Akten zu solchen "Freilassungen"?
Da es sich ja nicht um Amtsuntertanen sondern um Leibeigene von Gutsherren, muss man doch etwas in dem ritterschaftlichen Amt finden. Oder?!
Mit der Familie v. Bassewitz hatte ich schon Kontakt, jedoch leider ohne Erfolg.
In den Akten des Dominalamtes ist natürlich nichts zu finden.
Ich hoffe mir kann da jemand weiterhelfen!
MfG
Gordon Mahnke
Hallo Gordon,
(Nur so aus dem Bauch heraus! Belehrungen sind sehr willkommen!) Die
mecklenburgischen Ritterg�ter waren formaljuristisch fast eine Art
Kleink�nigreiche. Selbst die niedere Gerichtsbarkeit oblag gew�hnlich dem
Gutsbesitzer. Da eine Entlassung aus der Leibeigenschaft wohl - bezogen auf
den Landesherr - zu keinerlei �nderung des Untertanenverh�ltnisses f�hrte,
sollte ergo keinerlei Notwendigkeit bestanden haben, an einem solchen
Vorgang herumzuverwalten (und nur das h�tte Akten produziert). Die
Entlassung Deines Vorfahren aus der Leibeigenschaft stellte m. A. n. einen
Eigentumsverzicht des Gutsherr dar, war also eine rein privatrechtliche
Angelegenheit. Gut m�glich, da� man die Sache (evtl. auch das Testament) bei
einem so gewichtigen Rechtakt gerichtsamtlich beglaubigen oder aufbewahren
lie� (= bei einem nahegelegenen/zust�ndigen Amtsgericht dar�ber Akten
existier(t)en, die sp�ter u. U. im Landeshauptarchiv in Schwerin gelandet
sein k�nnten). Soviel ich wei�, gibt es in dergleichen Best�nden in Schwerin
noch viel Unerschlossenes.
Ansonsten d�rfte der Vorgang wohl h�chstens in den Privatarchiven der
unmittelbar beteiligten Parteien Niederschlag gefunden haben. Sehr
wahrscheinlich sollte davon nichts auf uns gekommen sein.
Peter