ich habe eine Frage zu den Endungen im Familiennamen, soweit sie in den
Kirchenbüchern verzeichnet sind.
Beispiel: Ich habe den Namen Dulaskin, Anna im Kirchenbuch als Sterbeeintrag
gefunden, der Ehemann heißt Dulas, Simon.
Eine ähnliche Schreibweise gibt es in den Kirchenbucheintragungen zu dem
Namen Kurzawa. Hier lautet die Endung Kurza win.
Welcher Gedanke steckt dahinter? Sind mit der Endung kin oder win
grundsätzlich nur die Namen von Ehepartnern gemeint, oder werden damit auch
die Namen von Töchtern bezeichnet?
Auf viele Gedanken aus der Listengemeinschaft hoffend
deutsche Familiennamen hatten gelegentlich bis ins frühe 19. Jahrhundert
bei weiblichen Familienmitgliedern (auch Töchter) eine "weibliche"
Endung, die auch in amtlichen Dokumenten eingetragen war, z. B. Müller
-- Müller*in*, Neuber - Neuber*in* ähnlich wie heute noch bei vielen
slawischen Familiennamen, z. B. Iwan -- Iwan*owa, *Svetelsky -
Svetelsk*ova*.
Die Endung "-in" ist heute noch im bairischen Sprachraum zu hören.
Viele Grüße aus dem 3 Bockwindmühlendorf Oberoderwitz (südl. Oberlausitz)
Wolfgang OTTO
* 1943 Zirlau Krs. Schweidnitz
Suche FENDE und OTTO (alle ev.) in Niederschlesien
ein Beispiel aus Bredow. Nauen ist eine Stadt, ca. 5 km von Bredow entfernt.
Auf einmal taucht eine "Nauin" auf. Ich möchte wetten, dass sie aus Nauen
kam und noch keinen Nachnamen hatte. Der wurde ihr erst in Bredow gegeben.
Ich denke mal, dass es auch regional unterschiedlich war, wie man die
Menschen benannte. Bei den Männern war das Problem kleiner. Aber bei den
Frauen wurde in unserer Gegend (Brandenburg) meist ein "in" oder ein "en"
angehängt.
Siehe hier:
Ich habe die meisten berichtigt, ausser in Zitaten.