Eine Studie der Universität Kopenhagen analysierte uralte DNA, um die Ausbreitung von Krankheitserregern in Europa zu verfolgen und den Ursprung von Zoonosen zu belegen. Die Ergebnisse der Studie sind wie folgt:
Ergebnisse der Studie
- Die Studie untersuchte DNA von 1.313 Individuen aus dem eurasischen Raum, wobei die Skelette bis zu 37.000 Jahre alt waren, und entdeckte insgesamt 3.384 Krankheitserreger.
- Zoonosen traten erstmals vor etwa 6.500 Jahren auf, was mit dem Übergang zur Landwirtschaft und der damit verbundenen Nähe zu Nutztieren zusammenhängt.
- Viele Infektionskrankheiten stiegen jedoch erst lange nach dem Übergang zur Landwirtschaft markant an, was auf die Wanderungsbewegungen von Viehzüchtern aus der Eurasischen Steppe zurückzuführen ist.
- Das Forschungsteam entdeckte auch einen Anstieg von Anthroponosen, die von Mensch zu Mensch übertragen werden.
- Ein Beispiel hierfür ist Borrelia recurrentis, der Erreger des Läuserückfallfiebers, der in der Vergangenheit in Europa weit verbreitet war.
Bedeutung der Studie
- Die Analyse uralter DNA ermöglicht den Nachweis von Krankheitserregern anhand ihrer Genomsequenzierung und bietet Einblicke in die Krankheitsgeschichte von Menschen.
- Die erstellte Karte der Verbreitung von Krankheitserregern soll in Zukunft weiterentwickelt werden und zeigt, dass Veränderungen im Lebensstil das Auftreten und die Verbreitung von Infektionskrankheiten beeinflussen.
Sources:
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