DNA - Genomisches Neugeborenen-Screening und Datenschutz

Hintergrund

  • Großbritannien plant ein genomisches Neugeborenen-Screening innerhalb von zehn Jahren.
  • Das Projekt New Lives an der Universität Heidelberg entwirft seit 2022 Rahmenbedingungen für ein solches Screening in Deutschland.
  • Weltweit gibt es vierzehn Projekte, die Frühdiagnosen von Erkrankungen bei Babys verbessern wollen.

Datenschutzbedenken

  • Gesamtgenomsequenzierung birgt neue Missbrauchsmöglichkeiten, besonders bei langfristiger Speicherung von DNA-Daten.
  • Genomische Daten sind hochindividuell, nicht anonymisierbar und unveränderlich.
  • In Griechenland erhielten zwei private Unternehmen uneingeschränkten Zugriff auf DNA-Informationen von Neugeborenen.

Ethische Bewertungen

  • Ethische Bewertungen sind wichtig für die Auswahl der Zielkrankheiten und die Aufklärung der Eltern.
  • Informierte Einwilligung sollte Sekundärnutzung der Daten ermöglichen, aber Diskriminierungsschutz muss gesetzlich geregelt sein.
  • Gefahr der Verantwortungsabwälzung auf das Individuum, da Neugeborene nicht einwilligen können.

Missbrauch von Gendatenbanken

  • In den USA nutzt die Polizei kommerzielle Gendatenbanken und Fersenblut-Biobanken für Ermittlungen.
  • Autoritäre Regime wie China verwenden bevölkerungsweite Gendatenbanken zur Überwachung von Minderheiten.

Sources:

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