Hallo miteinander,
Der Gedanke durch DNA-Genealogie die Herkunft der Ahnenlinien genau zu bestimmen
hatte ja bisher für mich einen faszinierenden hoch wissenschaftlichen Charakter.
Die Ausführungen von Peter zeigen aber doch deutlich die Grenzen und Fragwürdigkeiten
dieser Forschung auf und haben mich völlig ernüchtert.
Die Ergebnisse sind ja noch nichtssagender als die Vermutungen über die Anzahl der
Kuckuckskinder ala Stefan. Das Ergebnis England oder Finnland, 40, 60, 80 oder 100%vor 45
Generationen (hier ist die Frage wer belegt die und wie und mit wem ist man dann
abstammungstechnisch genverbunden?).
Das persönliche Interesse so was mal zu tun kann ich ja nachvollziehen, aber eine
ernsthafte Möglichkeit ist hier doch nicht zu erkennen.
Dieses Gebiet gehört wahrscheinlich zu den typisch amerikanischen "Make Money"
Angeboten.
Viel spannender wäre es doch in dem konkreten Fall auszuloten warum kamen die Finnen
wie waren die Lebens-und Arbeitsbedingungen der Familie zu der Zeit (vielleicht klärt
sich dann auch das uneheliche Kind) und welche lebenden Nachkommen gibt es über die
gesamte Breite der damaligen Vorfahren. Ich denke das dies hilfreicher ist als DNA.
Im übrigen finde ich die Seitenhiebe auf Freya völlig unpassend - sie hat Ihre Meinung
vertreten - die Gegenargumente waren mehr marktschreierisch als überzeugend.
Ich hoffe das nun nicht nochmal die unergiebige Diskussionskultur über das nächste
Thema beginnt.
Dies ist auch nur meine persönliche Meinung mit dem Hinweis spart das Geld für
DNA-Analysen.
Viele Grüße
Harald (Kutscher)
Die Ausf�hrungen von Peter zeigen aber doch deutlich die Grenzen und Fragw�rdigkeiten
dieser Forschung auf und haben mich v�llig ern�chtert.
So funktioniert Wissenschaft nun mal: "5 % Inspiration, 95 % Transpiration" [Zitat von Max Planck].
Peter hat klar und deutlich gesagt, dass Daten erhalten wurden ... und klar gesagt, dass mehr Daten (in der Datenbank) n�tig sind, um seinen bereits vorliegenden Resultaten weitere Information abzugewinnen.
Man stelle sich ein Puzzle so gross wie die Erde vor. Mit ein paar Milliarden Steinchen (schlesische, chinesische, baskische etc.).
Es dauert eine Weile, aber wenn keiner sein Puzzlesteinchen umdreht (zeig Du mir Deins, dann zeig ich Dir Meins ...), werden wir nie das ganze genealogische Bild sehen.
Auch ich oute mich DNA-m�ssig: Ich habe �ber der Genographic Project teilgenommen (Resultat steht noch aus; Urmutter beriets bekannt: Nordgriechenand ... aber bitte nicht weitersagen !) und erfahren, dass nach 2 Jahren Laufzeit (das Projekt wird 5 Jahre laufen) bereits die erhoffte Anzahl von Probeneinsendungen erhalten wurden. In kurz: Die Idee kommt bei den Leuten an !
In 3 - 4 Jahren wird es dann eine grossartige Fernsehdokumentation von National Geographic dar�ber geben ("Die Wanderwege der Menschheit") ... und ich werde meine Frau mit dem Ellenbogen (sanft) anstupfen und sagen: "Kuck' mal ! Meine Geschichte !"
Aber keine Sorge. Wem es jetzt noch zu teuer ist, soll halt warten.
(a) Die Tests werden j�hrlich billiger (Automatisierung, und weil mehr Leute teilnehmen) und
(b) Ihre DNA h�lt sich in Ihnen (und Ihren Kindern) noch eine Weile ...
Man sollte die zeit nutzen, um sich zu informieren...
"Meine DNA" hat einen Marsch von etwa 2 Milliarden Jahren hinter sich, mit einem kleinen afrikanischen Zwischenspurt vor etwa 150000 Jahren, da machen ein paar weitere Jahre warten garnichts aus ...
Es bleibt spannend ...
Besten Gruss
Hanno (V.J.Kolbe)
Hallo Hanno,
die kleine Nebensache hast Du vergessen.
Was kostet denn der Spass nun eigentlich?
Winfried