DNA-GENEALOGIE in der Familienforschung

Hallo Listies,

Helmut Muschler schrieb:

wer von euch hat sich schon mal mit dem Thema der DNA-Genealogie in der
Familienforschung befa�t ?

Na? keiner will sich outen?

Dann mache ich den Anfang. Ich habe es getan. Den Abstrich.

Vor zwei Jahren, auf der Suche nach Bartons im Internet habe ich zuf�llig
auf das Barton Family Tree DNA Project gesto�en.
(http://www.familytreedna.com)
Es hat mich �berzeugt, ich habe es bestellt und nach ein paar Wochen hatte
ich das Resultat.

Zu damaliger Zeit hat mich sehr die Frage besch�ftigt, ob meine Familie
tats�chlich von den englischen Bartons abstammt (wie das die �berlieferung
behauptete), die �ber Frankreich nach Schlesien ausgewandert sein sollten.

Da fast alle Bartons in der USA die Nachkommen der Auswanderer aus England
sind (der Rest sind Nachkommen der Emigranten aus Schlesien), und fast ein
hundert von denen lie�en sich schon testen, war es f�r mich das einfachste
Weg es zu �berpr�fen.

Ich war �brigens der erste und wie es aussieht, bis jetzt der einzige Barton
aus Europa, der in diesem Projekt teilgenommen hat.

Das Ergebnis war leider negativ. Es wurden zehn �bereinstimmungen gefunden
(mit gleichem 12-Marker) aber kein Barton dabei. Das bedeutet nat�rlich
nicht (Freya bleibe ruhig) 100% Kuckuckskinder, sondern, dass die
gemeinsamen Vorfahren aus der Zeit stammen, als noch keine festen Nachnamen
gab.

Die 12/12 �bereinstimmung sagt auch nur �ber eine bestimmte
Wahrscheinlichkeit der Verwandtschaft aus. Zum Beispiel 40%
Wahrscheinlichkeit, dass es vor 5 Generationen einen gemeinsamen Ahnen gab,
60% dass es ihn vor 10 Generationen gab, 80% dass es ihn vor 15 Generationen
gab und 99% dass es vor 45 Generationen war.

Interessant wird es, wenn man die �bereinstimmung unter Einbeziehung von
einer (11/12) oder zwei (10/12) Mutationen betrachtet. Dann sinkt rapide die
Wahrscheinlichkeit (40% vor 25 Generationen bei 10/12,) steigt aber die
Zahl der �bereinstimmungen. Es l�sst sich daraus erkennen, aus welcher
Richtung die Ahnen kamen, in meinem Fall war es Finnland und West-Sibirien
(vor 2000 Jahren wohl bemerkt).

Alles sehr interessant und war es mir das Geld wert, nur in meinen
Forschungen hat es mich nicht weiter gebracht.

Es ist auch kein Beweis gewesen, dass die Bartons in Falkowitz doch keine
Nachfahren der Engl�nder waren.
Schon vor f�nf Generationen gab es in meiner geraden Linie ein uneheliches
Kind. 100%-ige Sicherheit hat man nie, aber wenn eine "Jungfrau" mit Kind
geheiratet wird, sind die Zweifel eben noch gr��er. Wenn man dann noch in KB
liest, dass es im Dorf eine Familie HEICK gab (Nachname aus Finnland, ein
Zufall?). Vielleicht hat mein 4xUhrgrossvater meiner 4xUhrgrossmutter nur
die Ehre gerettet?

Das Problem ist eben, die zu geringe Zahl der Daten. Die FamilyTreeDNA hat
zur Zeit etwa 100.000 Y-DNA Rekords in der Datenbank, leider die meisten aus
USA.

Also Leute, lass Euch testen, wie schon geschrieben, es tut nicht weh.

F�r mich pers�nlich steht mindesten eins fest, dass ich mehr Gene mit Herrn
Heickinen gemeinsam habe als mit Sir William Barton.:wink:

Gute Nacht

Peter (Barton)

"Peter Barton" <mailto:peter.barton@comprinet.de> schrieb:

Hallo Listies,

Helmut Muschler schrieb:

>wer von euch hat sich schon mal mit dem Thema der DNA-Genealogie in der
>Familienforschung befa�t ?

Na? keiner will sich outen?

Dann mache ich den Anfang. Ich habe es getan. Den Abstrich.

Vor zwei Jahren, auf der Suche nach Bartons im Internet habe ich zuf�llig
auf das Barton Family Tree DNA Project gesto�en.
(http://www.familytreedna.com)
Es hat mich �berzeugt, ich habe es bestellt und nach ein paar Wochen hatte
ich das Resultat.

Zu damaliger Zeit hat mich sehr die Frage besch�ftigt, ob meine Familie
tats�chlich von den englischen Bartons abstammt (wie das die �berlieferung
behauptete), die �ber Frankreich nach Schlesien ausgewandert sein sollten.

Da fast alle Bartons in der USA die Nachkommen der Auswanderer aus England
sind (der Rest sind Nachkommen der Emigranten aus Schlesien), und fast ein
hundert von denen lie�en sich schon testen, war es f�r mich das einfachste
Weg es zu �berpr�fen.

Ich war �brigens der erste und wie es aussieht, bis jetzt der einzige Barton
aus Europa, der in diesem Projekt teilgenommen hat.

Das Ergebnis war leider negativ. Es wurden zehn �bereinstimmungen gefunden
(mit gleichem 12-Marker) aber kein Barton dabei. Das bedeutet nat�rlich
nicht (Freya bleibe ruhig) 100% Kuckuckskinder, sondern, dass die
gemeinsamen Vorfahren aus der Zeit stammen, als noch keine festen Nachnamen
gab.

Die 12/12 �bereinstimmung sagt auch nur �ber eine bestimmte
Wahrscheinlichkeit der Verwandtschaft aus. Zum Beispiel 40%
Wahrscheinlichkeit, dass es vor 5 Generationen einen gemeinsamen Ahnen gab,
60% dass es ihn vor 10 Generationen gab, 80% dass es ihn vor 15 Generationen
gab und 99% dass es vor 45 Generationen war.

Interessant wird es, wenn man die �bereinstimmung unter Einbeziehung von
einer (11/12) oder zwei (10/12) Mutationen betrachtet. Dann sinkt rapide die
Wahrscheinlichkeit (40% vor 25 Generationen bei 10/12,) steigt aber die
Zahl der �bereinstimmungen. Es l�sst sich daraus erkennen, aus welcher
Richtung die Ahnen kamen, in meinem Fall war es Finnland und West-Sibirien
(vor 2000 Jahren wohl bemerkt).

Alles sehr interessant und war es mir das Geld wert, nur in meinen
Forschungen hat es mich nicht weiter gebracht.

Es ist auch kein Beweis gewesen, dass die Bartons in Falkowitz doch keine
Nachfahren der Engl�nder waren.
Schon vor f�nf Generationen gab es in meiner geraden Linie ein uneheliches
Kind. 100%-ige Sicherheit hat man nie, aber wenn eine "Jungfrau" mit Kind
geheiratet wird, sind die Zweifel eben noch gr��er. Wenn man dann noch in KB
liest, dass es im Dorf eine Familie HEICK gab (Nachname aus Finnland, ein
Zufall?). Vielleicht hat mein 4xUhrgrossvater meiner 4xUhrgrossmutter nur
die Ehre gerettet?

Das Problem ist eben, die zu geringe Zahl der Daten. Die FamilyTreeDNA hat
zur Zeit etwa 100.000 Y-DNA Rekords in der Datenbank, leider die meisten aus
USA.

Also Leute, lass Euch testen, wie schon geschrieben, es tut nicht weh.

F�r mich pers�nlich steht mindesten eins fest, dass ich mehr Gene mit Herrn
Heickinen gemeinsam habe als mit Sir William Barton.:wink:

Gute Nacht

Peter (Barton)

Hallo Peter,
und wie teuer ist der Spa�??
Mit freundlichen Gru�
Wolf-Dieter (K�hler)

Peter Barton schrieb:

Zu damaliger Zeit hat mich sehr die Frage beschäftigt, ob meine Familie
tatsächlich von den englischen Bartons abstammt (wie das die Überlieferung
behauptete), die über Frankreich nach Schlesien ausgewandert sein sollten.

Da fast alle Bartons in der USA die Nachkommen der Auswanderer aus England
sind (der Rest sind Nachkommen der Emigranten aus Schlesien), und fast ein
hundert von denen ließen sich schon testen, war es für mich das einfachste
Weg es zu überprüfen.

Hallo Peter,
Sie können davon ausgehen, dass auch die meisten der wirklich aus England stammenden BARTON nicht miteinander verwandt sind. Ihre Namen gehen nämlich auf eine der mindestens neun gleichnamigen Ortschaften in England zurück (auch in den USA gibt es aus alter Anhänglichkeit einige davon, in Missouri sogar ein ganzes County) und bekanntlich sind ja nicht einmal die Bürger EINER Stadt zwingend miteinander verwandt. Der Name leitet sich wahrscheinlich von barley town = Gersten- oder Roggenstadt ab.

Doch würde ich an Ihrer Stelle nicht weiter in England suchen, da es den Namen BARTON (der in Ihrem Fall ja aus Falkowitz im Kreis Oppeln stammt) laut www.herby.com.pl 523 mal in Polen gibt, 127 davon in der ehem. Wojewodschaft Oppeln und 85 in der ehem. Woj. Kattowitz, die Variante BARTOŃ sogar 1303 mal, 264 davon in der Woj. Kattowitz und 257 in der Woj. Oppeln, gefolgt von Tarnow und Zabrze [Hindenburg].

Zur Namensetymologie:

Laut Prof. UDOLPH ist BARTON "1682 polnischer Name, [ins heutige Deutschland] zugewanderte Kurzform von Bartholomeus, Apostel der Metzger, Gerber oder Winzer, 778 mal in Deutschland, 1826 mal in Polen." [523 + 1303 = 1826; er hat also ebenfalls auf www.herby.com.pl oder dessen Quelle zurückgegriffen.]

Laut Wikipedia sind Bartl, Barthel, Bartho, Barthol, Barthold, Bartholoma, Bartholomaus, Barti, Bartin, Bartle, Bartlet, Bartlett, Bartolome, Bartolv, Bartome, Bartolommeo Barton, Bartos, Bartosch, Bartow, Barkto Barkte (sorbisch), Bartt, Bates, Bertel, Mawe, Mewes, Mils, Meo und Berci (ungarisch) Abwandlungen oder Kurzformen von Bartholomäus.

Laut "Wielka księga imion" (Großes Buch der Namen) sind die polnischen Familiennamen BACZKO, BACZKOWSKI, BARCIAGA, BARCIAK, BARCIKOWSKI, BARCISZ, BARCISZEWICZ, BARCISZYN, BART, BATACKI, BARTCZAK, BARTCZAKOWSKI, BARTCZYK, BARTCZYŃSKI, BARTAK, BARTCZAK, BARTECKI, BARTEK, BARTEL, BARTELA, BARTELAK, BARTELMUS, BARTELSKI, BARTIKOWSKI, BARTKIEWICZ, BARTKOW, BARTKOWIAK, BARTKOWICZ, BARTKOWSKI, BARTKULA, BARTLAKOWSKI, BARTLEJEWSKI, BARTLEWICZ, BARTLEWSKI, BARTLIŃSKI, BARTŁOMIEJAK, BARTŁOMIEJCZYK, BARTŁOMOWICZ, BARTŁONIEJ, BARTNICKI, BARTNIK, BARTOCH, BARTOK, BARTOL, BARTOŁOMIEJ, BARTOŁOMIEJOWIC, BARTŁOMOWICZ, BARTONIEWICZ, BARTONOWICZ, BARTOS, BARTOSEWICZ, BARTOSIEWICZ, BARTOSIK, BARTOSIŃSKI, BARTOSZ, BARTOSZAK, BARTOSZCZAK, BARTOSZCZE, BARTOSZEK, BARTOSZEWSKI, BARTOSZEWICZ, BARTOSZKIEWICZ, BARTOSZKO, BARTOSZOWICZ, BARTOSZUK, BARTOSZYŃSKI, BARTOŚ, BARTOWICZ, BARTOWSKI, BARTUCH, BARTUL, BARTULA, BARTULEWICZ, BARTULEWSKI, BARTULSKI, BARTUSIEWICZ, BARTUSZ, BARTUSZEWICZ, BARUSZEWSKI, BARTUSZYŃSKI, BARTYCHA, BARTYK, BARTYKA, BARTYKOWSKI, BASRTYLA, BARTYLEWSKI, BARTYNOWSKI, BARTYŃSKI, BARTYSIAK, BARTYSZ, BARTYŚ, BARUŚ, BASZKO, BASZKIEWICZ und BASZKOWSKI. Abwandlungen von Bartholomäus.

Grüße vom Niederrhein,
Günther Böhm

liebe kollegen,

vor kurzem gab es eine rege diskussion �ber das thema DNA. mich interessiert
weniger, ob meine urmutter aus griechenland stammt, sondern ich w�rde gerne
wissen, welche institute z.b. anhand von speichelproben zweier personen die
entscheidung 'miteinander verwandt oder nicht' f�llen k�nnen.

ich habe n�mlich bei mir zwei gro�e verwandtschafts-st�mme aus direkt
benachbarten ortschaften, die ich nur �ber eine sehr wackelige quelle
zusammenbringen kann. daf�r w�re doch die genanalyse ein wunderbares mittel
zur kl�rung, oder?

habe ich in der diskussion etwas verpa�t bzw. wer kann mir hier adressen
(URLs) nennen?

dank und gru�,
- klaus (langner) -
www.GEDSQL.de

Hallo Klaus (LANGNER)
Dein Name interessiert mich sehr. Mein Schwiegersohn ist ein Langner
deren Vorfahen aus NS kommen. Wo kommen deine Ahnen her??
Mit freundlichen Gru� aus Gera
Wolf-Dieter (K�hler)

"Klaus Langner" <mailto:klaus.l@ngner.de> schrieb:

Klaus Langner schrieb:

vor kurzem gab es eine rege diskussion �ber das thema DNA. mich interessiert
weniger, ob meine urmutter aus griechenland stammt, sondern ich w�rde gerne
wissen, welche institute z.b. anhand von speichelproben zweier personen die
entscheidung 'miteinander verwandt oder nicht' f�llen k�nnen.

ich habe n�mlich bei mir zwei gro�e verwandtschafts-st�mme aus direkt
benachbarten ortschaften, die ich nur �ber eine sehr wackelige quelle
zusammenbringen kann. daf�r w�re doch die genanalyse ein wunderbares mittel
zur kl�rung, oder?

Hallo Klaus,
ich w�rde davon nicht allzuviel an Informationszuwachs erwarten. �ber Generationen ans�ssige Bewohner von Nachbarorten sind immer irgendwie miteinander verwandt, vielleicht aber gerade nicht in der Richtung ihres "Allerweltnamens". Dagegen k�nnen Namen, die nur in einem engeren Gebiet vorkommen, schon eher Indikatoren f�r eine Verwandtschaft in m�nnlicher Linie sein.

Gr��e vom Niederrhein,
G�nther B�hm

hallo wolf-dieter,

aus dem kreis militsch, NS (siehe http://familie.langner.eu und
www.MILITSCH.de).

LANGNER ist allerdings in der gegend ein sehr verbreiteter name.

viele gr��e,
- klaus -

hallo g�nther,

ist es nicht so, da�, �hnlich wie bei einem vaterschaftstest, eine
99,99...%ige aussage gemacht werden kann? es gab auch mal eine sendung im
fernsehen, da drehte es sich um genau so einen fall.

viele gr��e,
- klaus -

. mich interessiert weniger, ob meine urmutter aus griechenland stammt,

... das merke ich mir ...

sondern ich w�rde gerne wissen, welche institute z.b.

anhand von speichelproben zweier personen die

entscheidung 'miteinander verwandt oder nicht' f�llen k�nnen.

Im Web suchen, z.B. http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/456.htm und sich weiterhangeln ...
oder in Google mit DNA Analyse Familienzusammengeh�rigkeit

Aber damit m�ssen die betroffenen Damen und Herren einverstanden sein, sonst kann es Schwierigkeiten geben.

Nur die mtDNA (Mutterlinie) anzusehen, bringt nicht viel (es sei denn die Damen dieser Familien stammen aus der Karibik, dem Brasilianischen Regenwald oder dem Nordpolarkreis...), da einige Typen bis zu 15 % in der Population vorliegen.
D.h. wenn �bereinstimmung gefunden wird, kann es auch Zufall sein ... (falsch positiv).

Sicherer w�re, die "Vatersignatur" von M�nnern aus derselben Vaterlinie zu bestimmen.

Es kommt auf die ganz spezielle Situation drauf an und bei den Instituten, die diese Analysen durchf�hren wird man Sie beraten k�nnen.

Noch etwas zur DNA allgemein:
Die "Junk-DNA" (also Abfall-DNA; dort, wo man auch die Vatersignatur bestimmt), die etwa 96-96 % userer Gesamt-DNA ausmacht, wird immer interessanter und ist jetzt Studienziel von internationalen Projektgruppen.
Biologisch/energetisch macht das auch Sinn, denn ein jahrmillionenalter Organismus "muss sich rechnen", d.h. kann nicht so einfach Mittel und Substanz verpulvern, um "Abfall-DNA" zu produzieren. Wenn ihm (dem Organismus) das nicht helfen w�rde, besser zu �berleben, w�rde es garnicht erst vorkommen.

Deswegen nennt man das ja auch Evolution .... das andere nennt man Politik ....

Besten Gruss zum Wochenende
Hanno V.J.Kolbe

hallo hanno,

Klaus Langner schrieb:

liebe kollegen,

vor kurzem gab es eine rege diskussion �ber das thema DNA. mich interessiert
weniger, ob meine urmutter aus griechenland stammt, sondern ich w�rde gerne
wissen, welche institute z.b. anhand von speichelproben zweier personen die
entscheidung 'miteinander verwandt oder nicht' f�llen k�nnen.

ich habe n�mlich bei mir zwei gro�e verwandtschafts-st�mme aus direkt
benachbarten ortschaften, die ich nur �ber eine sehr wackelige quelle
zusammenbringen kann. daf�r w�re doch die genanalyse ein wunderbares mittel
zur kl�rung, oder?

habe ich in der diskussion etwas verpa�t bzw. wer kann mir hier adressen
(URLs) nennen?

dank und gru�,
- klaus (langner) -
www.GEDSQL.de

Hallo Klaus,
versuchs mal bei:

www.igenea.de

Gru� Helmut
www.helmut-muschler.de