DNA-Datenbank bei Geneanet: in Europa, nach DSGVO

Guten Tag,

Geneanet führt einen eigenen DNA-Dienst für seine Datenbank ein. Hier ist die Ankündigung im Blog:

Geneanet hat ein ehrgeiziges Ziel: "Mit Ihrer Hilfe wollen wir den besten, unabhängigen DNA-Cousinfinder-Service aufbauen."

Geneanet verspricht: "Es handelt sich um eine europäische Website, die die RGPD-Verordnung [RGPD = französische Abkürzung für die DSGVO] über personenbezogene Daten respektiert. Diese Regelung verbietet insbesondere die Nutzung von Geneanet zu einer anderen als der vom Nutzer eingewilligten Verwendung. Was die Bäume betrifft, so bleiben Sie Eigentümer Ihrer Daten und können sie jederzeit wieder löschen und von unseren Servern entfernen."

Die "DNA-Charta" als Ergänzung zu den AGB von Geneanet hier:

Darin ausdrücklich: "Die Verarbeitung von DNA-Genealogie-Daten durch Mitglieder darf nur für wissenschaftliche und historische Forschungszwecke verwendet werden und darf nicht für andere Zwecke, insbesondere für medizinische oder kommerzielle Zwecke, benutzt werden."

Damit sind viele Einwände, die mit schöner Regelmäßigkeit gegenüber anderen Anbietern erhoben werden, hinfällig.

Ich bin gespannt auf das Matching bei Geneanet.

Gerne darf diese Nachricht an andere Mailinglisten weitergegeben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias A. Kemper

Hallo Herr Kemper,

>"Die Verarbeitung von DNA-Genealogie-Daten durch Mitglieder darf nur
für wissenschaftliche und historische Forschungszwecke verwendet werden
und darf nicht für andere Zwecke, insbesondere für medizinische oder
kommerzielle Zwecke, benutzt werden."
>Damit sind viele Einwände, die mit schöner Regelmäßigkeit gegenüber
anderen Anbietern erhoben werden, hinfällig.

Ha ha hah,
Der Glaube an den letzten Satz setzt wohl viel Naivität voraus.
Immerhin parkt ja auch niemand im ausgewiesenen Parkverbot und keiner
überquert bei ROT die Straße. Und besonders Datenklau bei
Geschäftsleuten und anderen account ist ja auch verboten und kommt NIE vor.
Mir und meinem email Postfach reicht schon der Datenklau bei MyHeritage.
Mittlerweile haben die Erpresser-mails zum Glück nach 1 Jahr aufgehört.
Versuchen Sie mal mittels DSGVO die spam-mails zu verbannen. Sie werden
Glück haben sich dabei nicht noch einen digitalen Bösewicht eingefangen
zu haben.

Schon jetzt kann jeder Dödel auf MyHeritage, bei den Mormonen u. anderen
die unsinnigsten Daten einstellen. Schnell werden dann den anderen
Nutzern "Matches" angeboten. Und dann beginnt die Verbreitung dieser
Falschinfos. Habe dies mal probehalber mit einem befreundeten Forscher
inszeniert. Und ich bin in den letzten 15 Jahren Forschung selbst auf
solche Unstimmigkeiten gestoßen. Meist wußten die Übernehmer dieser
"Matches" noch nicht mal mehr die Quelle zu benennen.
Aber wichtig ist ja möglichst Tausende von Personen zu haben. Nach dem
Motto "alle Müller sind meine..."

Nun hat Geneanet auch erkannt, daß man mit DNA viel Kohle machen kann.

Leider kann niemand nachprüfen, ob die von ALLEN DNA Anbietern
gelieferten Ergebnisse überhaupt stimmen ! KB- oder STA-, Gerichts-
Einträge ließen sich ja noch selbst nachprüfen. Aber die Info aus den
USA....
Nur eines wird garantiert: Der DNA-Verkäufer hat die Daten des dummen
Bezahlers auch noch mit Bezahlung bekommen. Selbst Rindviecher gehen
nicht freiwillig zu ihrem Schlachter.

Von daher ist der ct Artikel hoffentlich aufklärend.

Reiner Wodoschek