Vor 14.800 bis 5.500 Jahren war die Sahara eine üppige Savanne mit Seen, Feuchtgebieten und Bäumen, bewohnt von einer Gruppe mysteriöser Menschen, deren DNA sich von der des modernen Menschen unterschied. Im Takarkori-Felsen im Südwesten Libyens wurden zwei 7.000 Jahre alte, mumifizierte Frauen entdeckt, deren Analyse ergab, dass sie genetisch nicht aus Subsahara-Afrika stammten, sondern einer bisher unbekannten nordafrikanischen Linie angehörten.
Kulturelle Diffusion anstatt Genaustausch
Die Geschichte der Takarkori deutet auf eine kulturelle Diffusion hin, anstatt auf einen Genaustausch durch Migrationswellen. Das Herdenverhalten verbreitete sich eher durch kulturellen Austausch als durch Genaustausch, ähnlich wie sich Trends heute über TikTok und Instagram verbreiten. Kulturen und Menschen unterschiedlicher Herkunft vermischten sich und tauschten Ideen auf natürliche Weise aus.
Verbindung zur Taforalt-Höhle in Marokko
Die DNA der Takarkori-Frauen verbindet sie mit den Sammlern der Taforalt-Höhle in Marokko, einer anderen nordafrikanischen Gruppe mit einer ebenso ungewöhnlichen genetischen Ausstattung. Beide Populationen wiesen wenig Neandertaler-DNA auf, weniger als Nicht-Afrikaner, aber mehr als die damaligen subsaharischen Bevölkerungen.
Geographische Barrieren
Die Isolation dieser Gruppen ist wahrscheinlich auf die Geographie der Grünen Sahara zurückzuführen, die durch Seen, Berge, Wälder und Wüsten natürliche Barrieren bildete, die menschliche Gruppen lange genug voneinander trennten, sodass sich ihre Gene unterschiedlich entwickelten.
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