Hallo Leute
zunaechst einmal mein Hintergrund: Ich bin als letzter Deutscher in
meinem Dorf in Ostpreussen geboren. Bereits im Maerz 1945 haben uns die
Russen vom Hof gejagt. Im September 1947 wurden wir von den Polen aus
der Nachbarstadt Barten mittels Viehwaggons Richtung Westen gekarrt.
Ich gehoere deshalb wohl nicht zur "Erlebnisgeneration". Meine ersten
Erinnerungen habe ich von den Fluechtlingslagern in
Sonneberg/Thueringen bzw. Wipperfuerth in NRW.
Deutschlandtreffen der Ostpreussen kenne ich nur als mitreisendes Kind
ohne bleibende Eindruecke. Allerdings war ich ueber Jahrzehnte bei den
Rastenburgern in Wesel und auch mal bei den Lyckern in Hagen und den
Sensburgern in Remscheid. Die letzteren waren aber reine
Familientreffen. Bei den Rastenburgern war ich in den letzten drei
Jahren der Letzte aus meinem Heimatort. Auf den Rastenburger Treffen
habe ich viele Bekanntschaften gemacht. Mir ist dort Vieles klar
geworden, was meine Sippe im Laufe der Jahre ueber das Leben in der
Heimat erzaehlt haben. Die Erlebnisgeneration stirbt aber weg bzw. ist
nicht mehr in der Lage zu reisen. Das offizielle Brimborium, wie Reden
und Zapfenstreich usw. ist mir schon lange ein Graeuel. Ich werde
deshalb auch die Kreisteffen nicht mehr besuchen geschweige denn ein
Deutschlandtreffen.
Mein Fazit: man kann auch sein Bekenntnis zu Ostpreussen auf andere
Arten zum Ausdruck bringen. Ich setze in diesem Fall auf das Internet
und private Kontakte.
Einen schoenen wenn auch verregneten Sonntag
Bernd