Bayerisches Fernsehen - Redaktion Kirche und Welt
Stationen
bringt folgende Sendung:
Dienstag, 4.Juni, 19,30 Uhr
Mittwoch, 5.Juni, 10,30 Uhr
Sonntag, 30.Juni, 10,15 Uhr
Der Passauer Vertrag
Das Ende eines Religionskrieges
Ein Film von Norbert Göttler
Ein "unermessliches Glück für Deutschland" hat der berühmte protestantische
Historiker Leopold von Ranke den Passauer Vertrag von 1552 genannt. Tatsächlich
stellten diese Konfessionsvereinbarungen noch vor dem Augsburger Religionsfrieden
(1555) und dem Westfälischen Frieden ( 1648 ) eine diplomatische Basis für die
europäische Friedensordnung nach Reformation und Dreißigjährigem Krieg dar. Zur
Sicherung des politischen Friedens nahm der Passauer Vertrag erstmals eine
konfessionelle Vielfalt in Kauf und formulierte die Grundlagen für das Nebeneinander
von Katholizismus und Protestantismus. In gewisser Weise läutete der Passauer
Vertrag das Ende des mittelalterlichen Kaisertums ein und entwarf für lange Zeit die
konfessionelle Landkarte Deutschlands.
Norbert Göttler zeigt in seinem Film, welche Entwicklungen zum Abschluss des nun
450 Jahre alten Passauer Vertrags geführt haben und welche religiösen, sozialen und
politischen Folgen er bis in die Gegenwart hat. Er besucht Orte und Regionen in
Bayern, in denen die konfessionellen Grenzen bis heute spürbar sind, in denen
inzwischen aber auch der ökumenische Dialog besonders intensiv gepflegt wird.
Unabhängig davon zeigt sich auf erstaunliche Weise, wie sehr auch der moderne
Mensch von den konfessionellen Lebensbedingungen und Einstellungen seiner
Vorfahren geprägt ist.
Wer Lust hat, kann sich die Sendung anschauen.
mit freundlichen Grüßen
Martin Czichon