Demuth gegen Dehlsen wegen Partitur 1824

Hallo Listenmitglieder,

anbei als Anlage: Dehlsen gegen Demuth in Paßregister, Melde-, Personenakten 1818-1915, Item 3,
Paßakten 1818-1840.

Demuth gegen Dehlsen wegen Partitur.pdf (454,4 KB)

Quelle: FamilySearch: Sign In
Rostock „Paßregister, Melde-, Personenakten 1818-1915, Item 3, Paßakten 1818-1840“,
Seiten 1538-1543.

Leider finden sich auf den Seiten keine Hinweise, wie dieser Fall ausging bzw. ob dieser überhaupt bearbeitet wurde. Mögliche Erklärung: Dehlsen nahm noch im Jahre 1824 eine Stelle als Kapellmeister am Stettiner Theater an und verstarb bereits 1825. Somit war er für die Rostocker Behörden nicht greifbar (evtl. wurde die Schreiben 1824 an die nun zuständige Behörde in Stettin weitergeleitet).

Hermann H(e)inrich Dehlsen , Musik-Direktor beim Großherzoglich Mecklenburgisch-Schwerinschen Hoftheaters, war seit 1812 (Einstellung als Correpeteur = Korrepetitor) bis 1824 am Theater tätig gewesen, trat öfters als Komponist hervor, 1824/25 Kapellmeister am Stettiner Theater, * Lübeck 09.07.1791, ~ Lübeck (St.Petri) 12.07.1791, + Stettin 05.05.1825, 33 J., Todesursache: Auszehrung (Tuberkulose, Kräfteverfall), # Stettin (St.Jakobi) 09.05.1825, Bem: Erben sind Witwe u. 4 minor. Kinder, Sterbehaus No: 939, Kirchhof: Allgemein, oo Wismar (St.Nikolai) 02.11.1815 Catharina Maria Dorothea Pfeffer.

Der Schreiber war Johann Christoph Demuth in Wikipedia, nachfolgend in:

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christoph_Demuth:

Johann Christoph Demuth (* 2. April 1764 in Petersdorf bei Sagan in Schlesien; † 30. Mai 1831 in Flensburg) war ein deutscher Schauspieler, Sänger, Musikdirektor und Stadtmusikant. Johann Christoph Demuth war der Sohn eines Schullehrers aus Petersdorf. Seine Kindheit und Jugend sowie Ausbildung sind nicht dokumentiert. Ab ungefähr 1795 arbeitete er als Schauspieler und Sänger. Danach wirkte er als Musikdirektor am Hoftheater in Schleswig, das Landgraf Karl von Hessen-Kassel gehörte. Hier folgte er ggf. 1798 auf Direktor Phanty. Am 6. Dezember 1798 heiratete Demuth in erster Ehe die Schauspielerin und Sängerin Maria Catharina Henriette Groß (* um 1781 in Hamburg). 1804 wechselte er als Stadtmusikant nach Flensburg, blieb aber noch kurzzeitig auch in Schleswig tätig. Am 21. März 1810 heiratete er in zweiter Ehe Dorothea Jansen aus Stralsund. Er hatte einen Sohn namens Heinrich Rudolph Julius (* 26. März 1801 in Schleswig; † 7. November 1880 in Altona), der nach dem Tod seinen Vater dessen Stellen als Theaterkapellmeister und Stadtmusikant übernahm. Als letzter Stadtmusikant Flensburgs ging er 1858 in Pension. Er beschäftigte sich insbesondere mit dem Theater und präsentierte hier mehrere eigene Werke. In Flensburg richtete Demuth öffentliche Konzerte im Schauspielhaus aus, spielte in Kirchen der Stadt und schuf die „Konzerte in der Harmonie“, die Einwohner Flensburgs 1804 als geselligen Verein gegründet hatten. Außerdem musizierte er auf Freiluftkonzerten in der Marienhölzung, die sogenannten „Holzkonzerte“. Als Flensburger Stadtmusikant musste er den Niedergang des Stadtmusikantentums erleben, das als überaltert galt. Aufgrund behördlich angeordneter Kürzungen und steigender Konkurrenz Seitens der Militärmusik sank das Ansehen seines Amtes und seine Entlohnung beträchtlich. Demuth schrieb viele Gelegenheitskompositionen, zumeist Kirchenmusiken, von denen nur die Texte bekannt sind.

Literatur: Hans P. Detlefsen: Demuth, Johann Christoph. in: Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon. Band 3. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1974, S. 81.

Weitere Quelle: Stadtmusikanten, Organisten und Kantoren im Ostseeraum bis ca.1850, von Dahlström, Fabian (2013), siehe unter Stadtmusikanten, Organisten und Kantoren im Ostseeraum bis ca.1850 - Doria

Johan Christoph Demuth (1764–1831). 1803–1831. Aus Schlesien gebürtig. - Theatermusikdirektor in Schleswig (Schwab 1972a, S. 25). Musikdirektor der schleswigschen Hofkapelle. - B 22/11 1803 als Stadtmusikant in Flensburg. Der Magistrat „überließ der Witwe die Verwaltung des Dienstes und die Einnahmen aus demselben noch bis Ostern 1832.“

Heinrich Rudolph Julius Demuth († 1880 Altona). 1833–1858. Sohn von Johan Christoph Demuth. 1826? adjungierter Stadtmusikant. B 4/1 1833. 1837–1843 auch adjungierter Organist an St. Marien. „Bereits am 2. April 1855 war Demuth von seiner Verpflichtung als Stadtmusikus dispensiert’ worden“ (Schwab 1978, S. 278).

Gruß
Andreas (Meininger)