Seite 14 Ein Herz für unsere Jugend. Ostpreußische Herbergseltern leiten Jugendherberge im Odenwald
Foto 1: Frau Gronau (rechts) mit Lydia Krefeld, einem Ostpreußenmädchen aus dem Kreise Hohenstein, die als Helferin hier eine zweite Heimat gefunden hat.
Foto 2: Das Ehepaar Gronau (links im Bild) mit einer Gruppe von Schüern beim Gesang.
Wenn ostpreußische Jungen und Mädchen im Odenwald wandern, ist ihr Ziel oft das Städtchen Erbach! Mittelalterlich mutet noch das Bild an, das sich dem Besucher an den schmalen Gassen der Stadt bietet und das alte Grafenschloß, das Erbach seinen Namen gab, lockt viele Wanderer. Die jungen Ostpreußen, die Erbach auf ihren Wanderfahren besuchen, die Erbach auf ihren Wanderfahrten besuchen, unterlassen es aber auch nicht, der Jugendherberge des Ortes einen Besuch abzustatten und hier zu verweilen.
Herbergsvater Hans Gronau und seine Frau stammen aus Königsberg. Schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten sie auf dem Gebiet der Jugendpflege. Sie leiteten als Herbergseltern die Jugendherbergen in Kahlberg und Tolkemit. 1951 wurde Gronau als Leiter der Jugendherberge nach Erbach berufen.
In dem großen Haus, das eine der modernsten Herbergen in der Bundesrepublik ist, gibt es im Sommer viel zu tun. Wegen des großen Andranges von Wanderern mussten in diesem Jahre zusätzlich zwei große Hauszelte aufgestellt werden. Eine evangelische Jugendgruppe aus Hamburg-Alsterdorf unter Leitung des ostpreußischen Pfarrers Heinz Schmidt half den Herbergseltern bei dieser Arbeit. Viertausen Übernachtungen im Monat zählte Hans Gronau in diesem Sommer. Doch für die ostpreußische Jugend, die ihn auf ihren Fahrten durch das große Waldgebiet in Hessen besucht, ist er trotz seiner Arbeitsbelastung immer zu haben.
Da kommt ein 29 Jahre alter Theologiestudent, der in Göttingen die Universität besucht, nach Erbach. Wanderfreunde hatten ihm von Hans Gronau erzählt. In unverfälschtem ostpreußischem Platt begrüßt der Student den Herbergsvater und erzählt, dass er eigentlich in Insterburg zu Hause ist. Die Freude der Herbergseltern über den Besuch wird noch größer, als sie erfahren, dass das Mädchen, mit dem der Theologe durch den Odenwlad wandert, aus Tilsit stammt. Da ist es nicht verwunderlich, dass Mutter Gronau den jungen Landsmann und das Tilsiter Mädchen besonders versöhnt.
Herr Gronau, sind Sie auch aus Allenstein? Fragt ein ostpreußischer Junge, der jetzt in Berlin wohnt. Sie sprechen genau so wie mein Vater. Für den Jungen, dessen Vater für ihn das Sinnbild alles Ostpreupischen ist, kommen die menschen, die in der Sprache der Heimat reden, alle aus Allenstein, dem Wohnort der Familie vor der Vertreibung.
Freudig überrascht aber sind stets die Lehrer und die Lehrerinnen von Schulen und Schullandheimen, wenn sie mit ihrer Kinderschar in der Erbacher Jugendherberge eintreffen und dort in der heimatlichen Mundart begrüßt werden. Nicht selten heißt es dann: Marjellche, kochst uns auch was Schönes? Diese Frage ist bei Mutter Gronau eigentlich überlüssig. Selbst die vielen Ausländer, die Erbach aufsuchen, staunen über die ihnen so ungewohnte, aber schmackhafte Kost. Und wer sich Schmandsalat, Königsberger Klopse oder Fleck wünscht, hat es nicht zu bereuen.
Hans Gronau als Kreisobmann der Landsmannschaft Ostpreußen im Kreis Erbach sorgt für den Zusammenhalt der im Kreis recht verstreut lebenden Ostpreußen. In den hellen Räumen der Jugendherberge treffen sich in den ruhigeren Wintermonaten die Landsleute, die im Kreise Erbach leben. Immer aber ist es die ostpreußische Jugend, die sich um den Herbergsvater schart und von ihm ostpreußische Lieder und Gedichte lernt und zum Klang der Ziehharmonika die Schritte der alten Tänze übt, die an schönen Sommerabenden in der Heimat auf dem Anger der Dörfer von Jungen und Mädchen getanzt wurden.
Hans Gronau und seine Frau haben in den zehn Jahren, die sie fern von Ostpreußen leben müssen, ihre Heimat nicht vergessen. Für die vielen jungen ostpreußischen Wanderer aber ist die Jugendherberge in Erbach zu einem Hort geworden, in dem natürliche und schlichte Menschen ostpreußische Wesensart auch in der Fremde bewahren. Von: Vera Fortlage.
Seite 14 Kamerad, ich rufe dich!
Gesucht wird Erwin Kutkowski, geb. 03.11.1926 in Braunsberg, Beruf: Glaser. Kutkowski war beim RAD, Abt. 5/12 in Groß-Lauth, Kreis Pr.-Eylau, im Wehrmachtseinsatz. Er befand sich auf dem Wege nach Danzig und wurde zuletzt in Narmeln auf der Nehrung gesehen. Kutkowski wird seit dem 03.02.1945 vermisst. Welche Kameraden können Näheres über seinen Verbleib angeben?
Seite 15 Verschiedenes
Achtung Tilsiter! Suche Zeugen für die L.O.A. über meine Tätigkeit als Bäckergeselle in Tilsit-Ragnist von 1933 – 1937! Bruno Schlagowsky, Nassau, Lahn, Windener Straße 9
Suche Zeugen, die mir bestätigen können, dass ich vor meiner Vertreibung in Königsberg Pr., Kummerauer Straße 39b, gewohnt habe. Beschäftigt war ich in dieser Zeit bei Albert Reinke, Orthopädische Werkstätten, Steindamm 16, und Arthur Minde, Schäftefabrik, Klosterstraße 3 in Königsberg. Hans Lindenblatt, Berlin-Lichterfelde, Hindenburgdamm 90
Seite 15, 16 Familienanzeigen
Unser Jochen ist da! In dankbarer Freude. Susanne Schledz, geb. Andres,Dompendehl oder Dempendehl, Kreis Bartenstein und Alfred Schledz, Angerburg. Jetzt: Hamburg 21, Holst. Kamp 68, den 21. August 1955
Uwe, 07.08.1955. Unser Armin hat ein Brüderchen bekommen. In dankbarer Freude: Brunhilde Elhaus, geb. Gutteck und Ernst Elhaus. Früher: Pülz, Kreis Rastenburg. Jetzt: Hückingen, Post Altoggenrahmede, Kreis Altena
Am 29. Juli 1955 wurde unser Detlef geboren. In dankbarer Freude: Ursula Weneit, geb. Dörflein und Kurt Weneit. Früher: Labiau, Ostpreußen. Jetzt: Hamburg-Bergedorf, Glindersweg 75a
Am 9. August 1955 wurde unser Martin geboren. In dankbarer Freude: Marianne Turowski, geb. Schaller und Lothar Turowski. Früher: Reuß, Kreis Treuburg und Podersam (Sudeten). Jetzt: Gladbeck, Westf., Freidenstraße 70
Die glückliche Geburt ihres ersten Kindes zeigen in dankbarer Freude an. Alice Arndt, geb. Pelletier und Emil Arndt. Früher: Fischhausen, Ostpreußen und Eisenberg, Kreis Heiligenbeil. Jetzt: Siegen, Westfalen. G.-v.-Mevissen-Straße 54
Die Geburt ihrer gesunden Tochter Gesine zeigen an: Dr. med. Eva Skwarra, geb. Haage und Dr. med. Hans-Dietrich Skwarra, über (17b) Lörrach, Südbaden, Ebertstraße 2
Die glückliche Geburt underer Christel zeigen in dankbarer Freude an: Ehrentraud Gutermann, geb. Lohmann und Alexander Gutermann. Königsberg Pr., jetzt: Hagen in Westf., Königstraße 20a
Wir grüßen als Verlobte. Dagmar Bradenburg, Königsberg Pr., Nicoloviusstraße 12, jetzt: Barfelde 8, Kreis Alfeld, Leine und Hellmuth Schulz, Königsberg Pr., Domhardstraße 15, jetzt: Düsseldorf 10, Rather Straße 54, den 8. September 1955
Ihre Vermählung geben bekannt. Heinz Schoen, Drosselbruch, Kreis Tilsit und Elfriede Schoen, geb. Markusat, Bärenfang bei Schloßberg. Jetzt: Hamburg, Stellinger Weg 45. 27. August 1955
Ihre Vermählung geben bekannt. Horst Rubba und Marga Rubba, geb. Varnholt, Drigelsdorf, Ostpreußen. Jetzt: Minden, Kuhlenstraße 26, Westf.
Ihre Silberhochzeit feiern am 12. September 1955. Wilhelm Mertins und Frau Herta, geb. Zielasko, Widminnen, Ostpreußen. Jetzt: Göttingen, Königsallee 221/81. Herzlichst gratulieren: Familie Hilmer Gilat
Allen lieben Lyckern, die meines 92. Geburtstages gedachten, spreche ich auf diesem Wege für ihre Glückwünsche, meinen herzlichsten Dank aus. Minna Reinhold. Stuttgart-Zuffenhausen, Züttlinger Straße 51
Ihre Vermählung geben bekannt. Dipl. Br. Ing. Hans Claussen und Lorelotte Claussen, geb. Pilz. Früher: Gumbinnen, Ostpreußen, Luisenstraße 4. Jetzt: Bremen, den 10. September 1955, Moselstraße 66
Als Vermählte grüßen. Horst-Robert Pusch, Hamburg 13, Oberstraße 87 und Marion-Ruth, geb. Kleinfeld, Hamburg-Altona, Voelckerstraße 8. Früher: Königsberg Pr., Sackh. Kirchenstraße 24a, 27. August 1955. Zurzeit auf Reisen
Am 20. August 1955 wurden getraut. Dr. Ing. Dierick Kossel, Danzig-Langfuhr und cand. phys. Edeltraut Kossel, geb. Joeschke, Zoppot. Früher: Gut Steinhof, Angerburg. Jetzt: Wetzlar, Schützenstraße 18
Ihre Vermählung geben bekannt. Rüdiger Czybulka, U.S.A. New York 40. N.Y. 73 Ellwood St. Früher: Königsberg Pr., Neue Dammgasse 33 und Adelgunde Czybulka, geb. Krock, früher: Sprottau, Schlesien, Artilleriestraße 1. 20. August 1955
O Mutterherz, wie treu hast du geschlagen, du hast geschafft vom Morgen bis zur Nacht. Nun stehen wir an deinem Grab und klagen. Auf unser Wohl warst du bedacht. Für uns tust du zu früh die Augen zu, nun schlafe wohl in ewiger Ruh’. Gott, der Allmächtige, nahm am 12. Juli 1955, nach langem schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, unsere liebe Oma, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Witwe Marie Papay, geb. Naguschewski, im Alter von 73 Jahren, zu sich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Bernhard Gollner und Frau Emilie, geb. Papay. Fritz Wach und Frau Emma, geb. Papay. Heinrich Papay und Frau Margarete, geb. Müller. Ignatz Murek und Frau Hedwig, geb. Papay. Heinz Schürmann und Frau Ottilie, geb. Papay. Alfred Papay und Frau Elli, geb. Henkel, neun Enkelkinder und die übrigen Anverwandten. Elgenau bei Marwalde, Ostpreußen. Jetzt: Düsseldorf-Herdt, Herder Landstraße 136. Die Beisetzung hat bereits stattgefunden.
Im fast vollendeten 83. Lebensjahre, wurde am 22. August 1955, meine liebe, herzensgute Frau, Schwester und Tante, Olga Zywietz, geb. Rekittke, früher: Pilgramsdorf, Kreis Neidenburg, von langem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Adolf Zywietz, jetzt sowj. bes. Zone. Helene Gemmel, geb. Rekittke. Lena Seibert, geb. Gemmel, jetzt: Lieblos, Kreis Gelnhausen.
Nach schwerer Krankheit verstarb unsere liebe Mutter und Oma, Elise Fleischer, geb. Neumann, geboren 23.09.1895, gestorben 18.08.1955. Spittehnen bei Bartenstein, Ostpreußen. In tiefer Trauer: Hans Pehle und Frau Elfriede, geb. Fleischer. Gerhard Fleischer und Frau Eva, geb. Stöterau, Böken bei Innien, Holstein. Heide in Holstein. Joh.-Hinr.-Fehr-Straße 71
Am 24. August 1955 rief Gott, der Herr, nach langem Leiden unsere liebe Tante, Groß- und Urgroßtante, Margarete Schreiner, zu sich in die himmlische Heimat. Sie war bis 1945 Leiterin des Studentinnenheimes in Königsberg Pr., danach Leiterin der evangelischen Bahnhofsmission Hildesheim. Im Namen aller Hinterbliebenen: Herta Riemer, geb. Reisch, Hamburg 39, Agnesstraße 28. Frieda Krahmer, geb. Angern, Hildesheim, Moltkestraße 65
Am 12. September 1955 jährt sich zum zehnten Male der Tag, an dem meine liebe unvergessliche Schwester und Kusine, Meta Petter, Königsberg Pr., heimgegangen ist. Fern der geliebten Heimat habe ich sie zur ewigen Ruhe auf dem Friedhof in Glücksburg gebettet. In stillem Gedenken: Erna Petter. Königsberg Pr., Tamnaustraße 3/4, jetzt Schenefeld über Itzehoe, Holstenstraße 1
Vor zehn Jahren verstarb durch Hungertod in Königsberg Pr., Liebertstraße, unsere liebe und für uns stets treusorgende Mutter, Großmutter und Schwiegermutter, die Lehrerwitwe Amalie Parczanny, geboren 20.08.1871, gestorben 20.08.1945. Ihre dankbaren Kinder: Helene Rogolla, geb. Parczanny und Familie, Hannover-Seelze. Gertrud Parczanny, Wald über Oberwiehl. Bruno Parczanny und Familie, Lehrer in Hof, Bayern, Moltkestraße 25. hedwig Parczanny, Wolfshagen bei Goslar. Alma Parczanny, Wolfshagen bei Goslar. Charlotte Parczanny, geb. Neumann, Plön
Nach langem, schwerem Leiden, starb am 13. August 1955, mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder und Schwager, Architekt Georg Lotz, früher: Neidenburg, Ostpreußen, Friedrichstraße 54, kurz nach Vollendung seines 70. Lebensjahres. Clara Lotz, geb. Kurrek. Annemarie Westpha, geb. Lotz. Karl Westphal und zwei Enkelkinder. Rodheim-Bieber über Gießen, Neuer Weg 15
Nach schwerer Krankheit entschlief am 25. Juli 1955, fern der Heimat, mein lieber Mann, guter Vater, Bruder, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel, Fleischermeister Ernst Klein, im 82. Lebensjahre. In stiller Trauer: Martha Klein, geb. Herrmann. Elfreide Klein und Angehörige. Pr.-Holland, Ostpreußen, Reiterstraße 15. Jetzt: Bremen-Hemelingen, Völklinger Straße 20
Fern unserer geliebten Heimat entschlief am 27. Juli 1955 unser lieber Vater und Großvater, Bauer Hermann Laukant, Tilsenau, Kreis Tilsit-Ragnit, im Alter von 75 Jahren. Er folgte unserer lieben unvergesslichen Mutter, Marie Laukant, die am 22. März 1945 verstorben ist und ihre letzte Ruhestätte in Trieglaff, Pommern, fand. In stiller Trauer: Rudi Laukant. Margarete Kormann, geb. Laukant. Werner Kormann, Manfred und Joachim, alle Hamburg-Bramfeld, Swartenhorst 11. Erika Bock, geb. Laukant. Willy Bock, Marita und Christiane, alle Dortmund-Hörde, Nervierstraße 2 – 4
Zu früh für uns, doch Gottes Wille. Am 14. Juli 1955 nahm Gott, der Herr, unsere liebe Mutter und Schwiegermutter, meine gute Omi, nach langem, mit Geduld getragenem Leiden, doch plötzlich und unerwartet, Frau Elise Klein, geb. Willnat, im Alter von 66 Jahren, zu sich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Erna Haase, geb. Klein. Fritz Haase. Kurt Klein. Gerda Klein, geb. Döhring. Werner Haase, als Enkelchen. Erlengrund, Kreis Gumbinnen. Jetzt: Esterwegen, Kreis Aschendorf, Hümmling
Nach kurzer schwerer Krankheit ist am 22. August 1955 unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Martha Bronst, geb. Dauter, in Itzehoe, Holstein, im 59. Lebensjahre, von uns gegangen. Im Namen der Angehörigen in tiefer Trauer: Margarete Hausen, geb. Dauter. Früher: Königsberg Pr. (20a) Uelzen, Hannover, Schillerstraße 30
Heute erlöste Gott unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Hedwig Karpa, geb. Gayk, im 79. Lebensjahre, von ihren mit Geduld ertragenen Leiden. In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen. Margarete Heyna, geb. Karpa. Früher: Gr.-Schiemanen, Kreis Ortelsburg. Marienwerder, Westpreußen. Jetzt: Husum, den 1. August 1955, Königsberger Straße 3
Zum Gedenken. Am 3. September 1955 jährt sich zum zehnten Male der Todestag meiner lieben Frau, unserer guten Mutter und unvergesslichen Oma, Wilhelmine Seidler, geb. Neufang, aus Mettkeim, Kreis Labiau, Ostpreußen. In Liebe und Dankbarkeit: Emil Seidler. Lucie Kossmann, geb. Seidler. Alfred Kossmann. Ingrid, Armin und Astrid, als Enkelkinder
Es ist so schwer, wenn sich der Mutter Augen schließen, die Hände ruhn, die einst so schwer geschafft. Fern ihrer geliebten Heimat Ostpreußen entschlief am 27. August 1955, nach langem, schwerem, in großer Geduld ertragenem Leiden, aus einem Leben voll Treue und Fürsorge, meine liebe Frau, unser gutes Muttchen, unsere liebe Omi, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Ida Karp, geb. Willutzki, im Alter von 63 Jahren. In tiefer Trauer: Fritz Karp. Werner Karp. Heinrich Karp. Edith Karp, geb. Müller. Gudrun und Gisela. Henriette Willutzki und alle Angehörigen. Früher: Lötzen, Ostpreußen, Boyenstraße 16. Jetzt: Hildesheim, Lessingstraße 16. Wir haben sie am 30. August 1955 auf dem evang. Friedhof Moritzberg zur letzten Ruhe gebettet.
Am 19. August 1955 verschied nach kurzem Krankenlager im 84. Lebensjahre, unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante, Frau Helene Müller, geb. Jung, früher: Allenstein, Bahnhofstraße 48. In tiefer Trauer: Margarete Müller; Angelika Bagger, geb. Müller; Karl Müller; Natalie Müller, geb. Poschmann, alle, sowj. bes. Zone. Rudolf Müller, Köln-Mülheim, Glücksburgstraße 10. Ella Müller, geb. Pluschkall. Elisabeth Gring, geb. Müller. Walter Gring, M.-Gladbach, Sandstraße 10. Hanns Müller, Köln-Worringen, Str.-Tönnis-Straße 144. Hilde Müller, geb. Scheuß, elf Enkelkinder und sonstige Anverwandte. Die Beerdigung fand in aller Stille am 23. August 1955 in Köln-Mülheim statt.
Am 23. August 1955 entschlief nach einem arbeitsreichen Leben, fern der lieben Heimat, mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater und Schwiegervater, Paul Tonn, Lehrer i. R., im 81. Lebensjahre. In stillem Gedenken: Olga Tonn, geb. Kappis. Familie Heinz Tonn, Kiel, Alte Eichen 4. Familie Werner Tonn, Lübeck-Brandenbaum, Schellingweg 2 und alle Verwandten. Früher: Pr.-Mark-Königsberg Pr., Goltzallee 18. Jetzt: Heisch über Osdorf, Kreis Eckernförde
Nach langem Leiden entschlief am 15. August 1955, fern der geliebten Heimat Ostpreußen, in Adelheide, Delmenhorst, mein geliebter Sohn, mein einziger lieber Bruder, unser lieber Neffe und Vetter, Willi Reihs, im Alter von 27 Jahren. Er folgte seinem Vater, Freidrich Reihs, der am 23. März 1955, im 80. Lebensjahre, in Kunchengut, Ostpreußen, starb. In tiefer Trauer: Anna Reihs, geb. Zazkowski, zurzeit Kunchengut, Kreis Osterode, Ostpreußen. Herta Reihs, jetzt Dortmund-Mengede und Anverwandte
Nach kurzem Lieden entschlief am 16. August 1955, fern der Heimat, mein Kämmerer, Gottlieb Braunsberg, in Gemünden, Main. Er war bis zum Kriegsende über 15 Jahre mein getreuer Mitarbeiter. Sein Fleiß und Interesse im Betrieb, seine vielseitigen praktischen Kenntnisse werde ich stets dankbar in Erinnerung behalten. Lieder ist sein sehnlichster Wunsch, in der Heimat seinen Hof aufzubauen, nicht mehr in Erfüllung gegangen. In stillem Gedenken: W. Hunke. Ebenfelde, Kreis Lyck, Ostpreußen. Jetzt: Lübbecke, Westfalen
Am 15. September 1955 jährt sich zum zehnten Male der Todestag meines lieben Mannes, unseres treusorgenden Vaters, Otto Beutler, geb. 11.09.1894. Ferner gedenken wir unserer lieben Mutter und Großmutter, die noch vermisst ist: Maria Manneck, geb. Bressem, geb. 05.02.1865. In stillem Gedenken: Frieda Beutler, geb. Manneck. Christel und Vera, Töchter und Familie Schuppien. Königsberg-Ponarth, Buddestraße 9/11. Jetzt: Duisburg-Kaßlerfeld, Von-der-Tann-Straße 5
Am 25. August 1955 entschlief nach längerer Krankheit mein geliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel, Uhrmachermeister, Walter Lendzian, früher: Lyck, Ostpreußen, im 75. Lebensjahre. In stiller Trauer: Gertrud Lendzian, geb. Fichtner. Erich Lendzian. Helga Lendzian, geb. Gramatzki. Ingeborg Lendzian und zwei Enkelkinder. Essen, Frankenstraße 255
Zum zehnjährigen Gedenken. Am 15. September 1945 starb in Königsberg an Hungertyphus mein lieber Mann und edler Lebenskamerad, mein guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Franz Pfeffer. Gleichzeitig gedenke ich meines geliebten Sohnes, meines einzigen Bruders und Onkels, Heinz, der 1941 sein junges Leben von 19 Jahren in Königsberg im Arbeitsdienst ließ. In stillem Gedenken: Berta Pfeffer, geb. Lemke. Erich Pfeffer, als Sohn und Bruder. Königsberg Pr., Haberberger Grund 44. Jetzt: Kohlscheid, Roermonder Straße 86
In Liebe und Dankbarkeit gedenke ich meines lieben unvergesslichen Mannes, unseres guten Vaters, des Müllermeisters, Franz Arndt, geb. 28.03.1898, gestorben 17.08.1944 in Stradaunen, Kreis Lyck, meines lieben Vaters und Großvaters, August Christall, geb. 06.01.1865, seit 1945 verschollen, wohnhaft in Conradswalde bei Königsberg Pr., meiner ältesten Schwester und Tante, Frau Berta Hanau, geb. Christall, geb. 05.01.1891, in Kopenhagen, Dänemark, verstorben (Wer war mit ihr zusammen?) und ihres Ehemannes, unseres Schwagers und Onkels Albert Hanau, Schuhmacher, geb. 07.12.1890, seit 1945 verschollen, beide wohnhaft in Mandeln bei Königsberg Pr. Ferner gedenken wir unseres lieben Schwagers und Onkels, Albert Jandt, Unteroffz. bei der Wehrmacht, geb. 01.11.1898, seit 1945 verschollen, sowie seines lieben Sohnes, unseres guten Neffen und Vetters, Kurt Jandt, geb. 25.11.1921, gefallen im März 1941, beide wohnhaft in Tarpinen bei Königsberg Pr., und unseres guten Neffen und Vetters, Heinz Ott, geb. 31.08.1920, gefallen im März 1944, wohnhaft in Bögen bei Domnau, Ostpreußen. In unvergesslichem Leid: Johanna Arndt, geb. Christall, sowie Helmut, Ulrich, Günther und Magdalena, als Kinder und alle Angehörigen. Stradaunen, Kreis Lyck, Ostpreußen. Jetzt: Mönchsdeggingen 80 ½, Kreis Nördlingen, Bayern.
Zum zehnten Male jährte sich der Todestag unserer lieben Eltern, Schwiegereltern und Großeltern, Hermann Gromball, Schlakalken, Samland, Ostpreußen, wurde am 27. März 1945 von der Bordwaffe tödlich getroffen; Marie Gromball, geb. Kobbert, verstorben am 28. August 1945 an Hungertyphus. Desgleichen denken wir an unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel, Fritz Gromball, der im September 1945 in Stralsund verstorben ist. In stillem Gedenken: Fritz Rogge und Frau Auguste, geb. Gromball. Elise Kranke, geb. Gromball, Dorsten, Westf., Otto Gromball und Frau Berta, geb. Piekert, sowj. bes. Zone und Enkelkinder. Bornisch, Kreis St.-Goarshausen, Rhein
Zum zehnjährigen Gedenken. Am 27. September 1945 verstarb in Eichen, Kreis Pr.-Eylau, mein liber unvergesslicher Gatte, Administrator Karl Girnus, im 80. Lebensjahre. In stillem Gedenken, Frau Frieda Girnus, geb. Schossau. Palen, Kreis Tilsit-Ragnit. Jetzt: Burscheid bei Köln, Ufer 4
Nach kurzer Krankheit und unerwartet, verstarb im Dreifaltigkeits-Hospital zu Lippstadt, Lehrer i. R. August Bergmann, früher: Tollnigk, Kreis Rößel, im Alter von 74 Jahren. Um ein stilles Gebet bittet im Namen aller Angehörigen: Eliesabeth Bergmann, geb. Krause. Benteler, 23. August 1955, Kreis Wiedenbrück
Fern der Heimat entschlief am 25. August 1955 nach schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Schmiedemeister, Friedrich Nieswandt, im Alter von 64 Jahren. In stiller Trauer: Wilhelmine Nieswandt und alle Verwandten. Stockheim, jetzt Brühl bei Köln, Zum Rodderbruch 26
Gott, der Herr, nahm am 7. Juli 1955, meinen innigstgeliebten Mann, unseren treusorgenden Papa, lieben Schwieger- und Großvater, Friedrich Theophil, Bau- und Möbeltischlerei, durch einen sanften Tod, nach schwerem Leiden, im 60. Lebensjahre, zu sich in sein himmlisches Reich. Der Inhalt seines Lebens war unermüdliche Arbeit und Sorge für seine Familie. Wir danken Dir. Anna Theophil, geb. Powileit. Elfriede Herzmann, geb. Theophil. Hildegard Boeck, geb. Theophil. Gerhard Herzmann. Kurt Boeck. Ullrich, Marianne, Annette. Ebenrode, Schützenstraße 7. Jetzt: Eckernförde (Schl.-Holst.), den 7. Juli 1955, Jungfernstieg 85
Am 30. August 1955 jährte sich zum zehnten Male der Todestag meines unvergesslichen Mannes, unseres lieben treusorgenden Vaters, des Bauern, Richard Patz, geb. 25.06.1900, aus Marienhof, Kreis Samland, Ostpreußen. Er ging heim nach kurzem, schwerem Leiden im Kriegsgefangenenlager Tharau, Ostpreußen, in Ungewissheit und Sorge um uns, doch geborgen in Jesus. Wir haben es erst nach vier Jahren erfahren. In stiller Trauer: Helene Patz, geb. Paprotka. Alwin, Asser, Erwin, Egor, Sieghard und Armin, als Kinder, und alle Angehörigen. Helsen über Arolsen am Berge 7, Kreis Waldeck
Wir gedenken am zehnjährigen Todestag unseres lieben Vaters, Groß- und Schwiegervaters, des Kaufmannes Max Pauly, aus Wehlau, Kirchenstraße 21, geboren 08.10.1874, gestorben 10.09.1945 in Königsberg, durch Hungertod. Seine dankbaren Kinder: Walter Pauly, Reg.-Amtmann und Familie, Detmold, Am Dolzer Teich 4. Erna Parczanny, geb. Pauly und Familie, Hof, Bayern, Moltkestraße 25
Ich weiß deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und deine Geduld, spricht der Herr. Offb. Joh. 2.19 Zum zehnjährigen Gedenken an unsere lieben Eltern, den Superintendenten, Ernst Graemer, aus Braunsberg, Ostpreußen, geb. 27.11.1871 in Königsberg Pr., gestorben 17.09.1945 in Dänemark und seine Gattin, Frau Helene Graemer, geb. Prang, geb. 01.02.1870 in Ramsen, Kreis Königsberg Pr., gestorben 27.05.1945 in Dänemark. Die dankbaren Kinder: Dora Boie, geb. Graemer, Lehrerin in Ihmert, Kreis Iserlohn, Westf. Hellmut Graemer, Pastor in Kl.-Ilsede über Peine, Hannover und Frau Brigitta, geb. Kloß. Ruth Geiger, geb. Graemer in Bochum, Emscher Straße 3, Westfalen. Herbert Knoblauch, Pastor in Hollern, Niederelbe und Frau Christel, geb. Graemer
Nach kurzer, schwerer Krankheit und arbeitsreichem Leben, wurde am 30. August 1955 meine liebe Frau und guter Lebenskamerad, meine herzensliebe Oma und Schwester, Emma Turner, geb. Schiller, im 83. Lebensjahre, von ihrem langen Leiden erlöst. In stiller Trauer: Otto Turner. Siegfried Turner. Anna Gudßenties, geb. Schiller. Meta Reinicke, geb. Umhöfer. Parkhof, Kreis Ebenrode, jetzt: Hamburg 1, Westerstraße 13