Das Ostpreußenblatt, Oktober 1955, Folge 42, Teil 3

Seite 14 Tote unserer Heimat. Seniorchef der Lindenau-Werft gestorben
Der Seniorchef der Lindenau-Werft in Kiel-Friedrichsort, Ingenieur und Schiffbauer Paul Lindenau, ist am 7. Oktober 1955, im alter von 72 Jahren verstorben. Er gehörte zu den ältesten Mitgliedern der Schiffbautechnischen Gesellschaft und des Verbandes der Seeschiffwerften.

Paul Lindenau war bis zum Zusammenbruch Eigentümer einer Schiffswerft in Memel, die er mit großer Tatkraft und hohem können aufgebaut hatte und die sich eines sehr guten Rufes erfreute. Diese Werft ist von den Russen nach der Besetzung Memels flächenmäßig noch weiter ausgebaut worden.

Nach dem Zusammenbruch kam Paul Lindenau nach Kiel. Hier hat er in harter Arbeit, zusammen mit seinem Sohn, Diplom-Ingenieur Harald Lindenau, wieder eine Schiffswerft errichtet und sie bisher auch geleitet. Die Werft, die zurzeit mehr als vierhundert Beschäftigte zählt, ist eine der wenigen Firmen im Schiffbau, die sich in der Hand eines Einzelunternehmers befinden.

  Mit Paul Lindenau ist ein hervorragender Schiffbauer und ein aufrechter, mutiger Ostpreuße dahingegangen.

Oberforstmeister a. D. Siegfried Zühlke
Ein bekannter ostpreußischer Forstmann, Oberforstmeister a. D. Siegfried Zühlke, ist am 25. September 1955 in Düsseldorf verstorben. Am 8. April 1878 in Greifenberg in Pommern geboren, hat er vom 1. Januar 1914 bis zum Zusammenbruch als Revierverwalter und später in der Forstverwaltung in Ostpreußen gelebt und gewirkt. Vom 1. Januar 1914 bis zum 30. Juni 1925 war er Oberförster und Revierverwalter des Forstamtes Greiben. Von august 1914 bis 1918 machte er, zuletzt als Major, den Weltkrieg mit. Vom 1. Juli 1925 bis Januar 1945 war er nacheinander Regierungs- und Forstrat, Oberregierungs- und Forstrat und Oberforstmeister in Königsberg, und zwar hatte er bis 1937 die Forstinspektion Königsberg-Labiau mit den Revieren Drusken, Papuschienen, Alt-Sternberg, neu-Sternberg, Pfeil, Klein-Naujok, Gertlauken und Leipen und von 1937 bis Januar 1945 die Forstinspektion Königsberg-Königsberg.

Oberforstmeister Zühlke war so zu einem rechten Ostpreußen geworden; er wurde weit über den Kreis seiner Berufsgenossen geachtet und verehrt. Das Halali, das ihm an seinem Grabe geblasen wurde, war zugleich ein Abschiedsgruß seiner geliebten ostpreußischen Wälder.

Seite 14 Wir gratulieren
Zum 95. Geburtstag
Am 10. Oktober 1955, der Witwe Johanna Köhn, aus Königsberg-Rothenstein, jetzt in Lüneburg, Am Kreideberg 10

Zum 90. Geburtstag
Am 10. Oktober 1955, Frau Justine Stobbe, geb. Paul, aus Fuchsberg, jetzt in Deinste 69, Kreis Stade

Am 23. Oktober 1955, Frau Auguste Lalla, geb. Jelonnek, aus Klein-Stürlack, Kreis Lötzen, jetzt bei ihrer Tochter, Frau A. Witting, in Kirchberg über Seesen.

Am 3. November 1955, Frau Amelie Pittwald aus Bönkheim, Kreis Pr.-Eylau, jetzt bei ihrem Sohn Gustav Pittwald in der sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch ihre Tochter, Mila Allenstein in Hamburg 22, Gluckstraße 53, zu erreichen.

Ohne Datum. (Oktober? 1955) Frau Luise Kalinne aus Heldenfelde, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch Kreisvertreter Otto Skibowski, Treysa, zu erreichen.

Zum 89. Geburtstag
Am 15. Oktober 1955, Landsmann Gustav Doebler aus Bieberswalde, Kreis Wehlau, jetzt Hamburg-Bahrenfeld, Valparaisstraße 20, bei seiner Tochter Lena Klipfel

Am 22. Oktober 1955, der Witwe Minna Shimmels aus Pillau, jetzt in Dortmund, Lortzingstraße 41

Zum 88. Geburtstag
Am 9. Oktober 1955, dem Bauern Adam Royla aus Borschimmen, Kreis Lyck. Er wohnt noch in der Heimat und ist durch Frau Schuster, geb. Royla, Bohmte, Schulstraße 5, zu erreichen.

Am 22. Oktober 1955, der Witwe Marie Bieber aus Stollendorf, Kreis Johannisburg, jetzt in Frankfurt am Main, Eschersheim am Weidenpfad

Zum 86. Geburtstag
Am 28. September 1955, Frau Elise Schubert aus Lyck, jetzt in Bonn, Friedensplatz 14

Am 9. Oktober 1955, Frau Auguste Katolla, geb. Bendrien, aus Osterode, jetzt bei ihrer Tochter Johanna Schwarz in Wentorf, Post Reinbek, Reinbeker Weg 54

Zum 85. Geburtstag
Am 11. Oktober 1955, Direktor i. R. Rudolf Ritzki aus Königsberg. Durch seine jahrelange Tätigkeit als Lehrer und später als Leiter der Berufs- und Handelsschule ist er vielen Königsbergern in guter Erinnerung. Landsmann Ritzki lebt mit seiner Ehefrau in der swojetisch besetzten Zone. Er ist über Lehrer a. D. Bernhard Jährling, Gödersdorf bei Schönberg, Holstein, zu erreichen.

Am 18. Oktober 1955, Frau Henriette Grunwald, geb. Strauß, aus Döbern, Kreis Pr.-Holland, jetzt bei ihrer Tochter und Schwiegertochter in Langen bei Bremerhaven, Tulpenweg 5

Zum 83. Geburtstag
Am 11. Oktober 1955, dem Lokomotivführer i. R. Friedrich Katschinski. Er war bei der Treuburger Kleinbahn tätig und wohnte nach seiner Pensionierung in Wehlau. Jetzt lebt er bei seiner Tochter in Hursum, Dreimühlen, Ulmenweg 4

Am 16. Oktober 1955, dem Bauern Joh. Jakubzik aus Pasken, Kreis Johannisburg, jetzt in Barlt bei Meldorf, Holstein. Am 22. September 1955, konnte der Jubilar mit seiner Ehefrau das Fest der Goldenen Hochzeit feiern.

Am 23. Oktober 1955, Frau Ottilie Grolla aus Osterode, jetzt bei ihrer Tochter in der sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch Emil Schulz, Berlin-Heiligensee, Hennigsdorfer Straße 132/150, zu erreichen.

Zum 82. Geburtstag
Am 7. Oktober 1955, Frau Martha Klein, aus Pr.-Holland, Reiterstraße 15, jetzt in Bremen-Hegelingen, Völklinger Straße 20

Am 16. Oktober 1955, Frau Emma Dlugokinski, geb. Leyßner, aus Lötzen, Markt 6, jetzt bei ihrer Tochter in Sottorf, Post Amelinghausen, Kreis Lüneburg.

Zum 81. Geburtstag
Am 8. Oktober 1955, dem Ziegeleibesitzer Fritz Krause aus Kaulbruch, Kreis Osterode, jetzt Isernhagen K.B.

Am 13. Oktober 1955, dem Tischlermeister Eduard Kehler aus Königsberg, Heidemannstraße 8, jetzt in Lingen, Adolfstraße 43

Zum 80. Geburtstag
Am 2. Oktober 1955, Landsmann Adolf Randzio, früher Bürgermeister der Stadt Nikolaiken, Kreis Sensburg, jetzt in (21a) Löhne-Ort/Westfalen, Kgl. 383. Er blieb 1945 in Nikolaiken und konnte erst im Jahr 1948 nach schweren Erlebnissen die Heimat verlassen.

Am 8. Oktober 1955, dem Schneidermeister Franz Riechner aus Palmnicken, jetzt bei seiner Tochter Erna Giere in Düsseldorf, Corneliusstraße 84

Am 13. Oktober 1955, der Altbäuerin Lina Neumann, geb. Minuth, aus Goldbach, Kreis Wehlau. Sie wohnt bei ihren beiden Töchtern Gertrud und Meta in Stoetze, Kreis Uelzen

Am 16. Oktober 1955, Frau Klara Schiweck, aus Lyck, Bismarckstraße, jetzt in Bad Schwartau bei Lübeck, Wilhelmstraße 3. Ihr Ehemann Gottlieb Schiweck war in Lyck Konrektor.

Am 19. Oktober 1955, Landsmann E. Moldehn. Er war 38 Jahre hindurch Gärtner in Tromitten, Kreis Bartenstein. Jetzt wohnt er in (24a) Witzeepe über Bücken, Kreis Lauenburg.

Am 20. Oktober 1955, der Lehrer- und Landwirtswitwe Elisabeth Schwarz, geb. Thiel, aus Kreuzburg und Gut Angertal, Kreis Angerburg, jetzt bei ihrem jüngsten Sohn Helmut in (16) Grebenstein, Hofgeismarer Straße 506

Am 21. Oktober 1955, Frau Bertha Liedtke aus Allenstein, Rathausstraße 4, jetzt bei ihrer Nichte, Frau E. Scheffran, in Oberhausen, Osterfeld, Rheinland, Fernenwaldstraße 36. Die Jubilarin war viele Jahre hindurch Buchhalterin bei der Allensteiner Zeitung.

Am 21. Oktober 1955, dem Tischlermeister August Schmidt aus Wittigshöfen (Martischken), Kreis Goldap, jetzt in Gevensleben Nr. 106, Kreis Helmstedt, über Schöningen, bei seiner Tochter Lina Strubel

Am 21. Oktober 1955, Frau Auguste Porsch, geb. Borowski, aus Königsberg-Ponarth, Palwestraße 28. Sie ist durch ihre Tochter Margarete Hofer in St. Peter-Süd, Düneneck, zu erreichen.

Zum 75. Geburtstag
Am 26. September 1955, der Witwe Anna Schrey, geb. Schulz, aus Jakobsberg, Kreis Wehlau, jetzt mit ihrer Tochter in (23) Westerloy, Oldenburg

Am 4. Oktober 1955, Frau Margarete Geschwandtner, geb. Raschdorff, aus Ribben, Kreis Sensburg. Sie wohnt in (17b) Steinen, Baden, Kreis Lörrach, Gartenstraße 20

Am 9. Oktober 1955, der Besitzerfrau Berta Kuhnke, geb. Frenkler, aus Abbau Labiau, jetzt bei ihrer Tochter G. Neumann in (22a) W.-Barmen, Gosenburg 103

Am 13. Oktober 1955, Frau Margarete Wenk, geb. Meier, aus Bärwalde, Kreis Samland. Sie wohnt mit ihrem Ehemann Paul Wenk, der 33 Jahre lang Gastwirt in Bärwalde war, im Hause ihres Schwiegersohnes Galdiks in Münchingen, Württ. bei Stuttgart, Hofstallstraße 17

Am 14. Oktober 1955, dem Reichsbahnsekretär i. R. Oskar Paul Schiwek, bsi 1929 in Lyck, dann bis zur Vertreibung in Königsberg, Hippelstraße 18. Er war bei der Güterabfertigung tätig. Mit seiner Ehefrau wohnt er in Bremen-Hemelingen, Fischbacher Straße 3

Am 16. Oktober 1955, Landsmann Friedrich Kailuweit aus Königgrätz, Kreis Labiau, jetzt bei seiner Schwiegertochter in Lingen, Ems, Haselünner Straße 76

Am 17. Oktober 1955, Frau Elise Sauf, aus Bieberswalde, Kreis Wehlau, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone bei ihrer Tochter Helene. Sie ist durch Frau Lene Klipfel, Hamburg-Bahrenfeld, Valparaisstraße 20, zu erreichen.

Am 18. Oktober 1955, dem Postbetriebsassistenten i. R. Michael Rutkowski, aus Ortelsburg, Graudenzer Straße 11, jetzt mit seiner Ehefrau Emma in der sowjetisch besetzten Zone. Er ist durch seinen Sohn Kurt Rutkowski, Braunschweig, Lessingplatz 11, zu erreichen.

Am 19. Oktober 1955, Frau Marie Seidenberg, geb. Zappka, aus Königsberg, Sackheimer Mittelstraße 6, jetzt in Hannover-Kleefeld, Kirchrödenstraße 11

Am 19. Oktober 1955, Landsmann Karl Bruckert aus Königsberg, Oberrollberg 19a, jetzt in Westerholt, Westfalen, Gartenstraße 2. Erst vor drei Jahren kam er mit seiner Ehefrau aus russischer Gefangenschaft zurück.

Am 20. Oktober 1955, der Witwe Anna Bräuner aus Michelau bei Wehlau, jetzt in Zeven-Aspe

Am 21. Oktober 1955, der Postbeamtenwitwe Auguste Schmidt, geb. Babel, jetzt bei ihrem Sohn, Dr. Arthur Schmidt, (24b) Brunsbüttel

Am 26. Oktober 1955, Landsmann Emil Schulz aus Osterode, jetzt in Berlin-Heiligensee, Hennigsdorfer Straße 132/150. Landsmann Schulz ist Kreisbetreuer seines Heimatkreises Osterode-Stadt und –Land.

Ohne Datum (Oktober? 1955) Frau Emilie Schulz, geb. Rosenkranz, aus Altstadt, Kreis Mohrungen, jetzt Bremen-Blumenthal, Mühlenstraße 95

Seite 14 Diamantene Hochzeiten
Der Fuhrhalter August Groll und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Schischke, aus Königsberg, Unterhaberberg 12a, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone, feierten am 14. Oktober 1955, das Fest der Diamantenen Hochzeit. Das Ehepaar ist durch Frau Emilie Schattauer, Berlin-Nord, Koloniestraße 9, zu erreichen.

Landsmann Hermann Stadie und seine Ehefrau Henriette, geb. Luszick, aus Gansenstein, Kreis Angerburg, feiern am 15. Oktober 1955, das Fest der Diamantenen Hochzeit. Die Eheleute wohnen bei ihrem Schwiegersohn Max Lippick in Gifhorn, Heidweg 5, der am gleichen Tag mit seiner Frau Anna, Silberne Hochzeit hat.

Am 17. Oktober 1955, begehen der Reichsbahn-Werkmeister i. R. Josef Bluhm und seine Ehefrau Emma, geb. Faralisch, aus Osterode, Comturstraße 8, das Fest der Diamantenen Hochzeit. Vielen Osterodern ist der 84jährige Jubilar als Großimker in guter Erinnerung. Die Eheleute wohnen jetzt bei ihrer Tochter, Hebamme Frau H. Schippa, in Cloppenburg i. O., Bahnhofstraße 41

Seite 14 Goldene Hochzeiten
Ihre Goldene Hochzeit feierten am 2. Oktober 1955, der Schuhmachermeister Gustav Bautz und seine Ehefrau Johanna, geb. Sakutzki, aus Groß-Friedrichsdorf, Kreis Elchniederung, jetzt in Velbert, Rheinland, Poststraße 20. Das noch sehr rüstige Ehepaar nimmt regen Anteil an der landsmannschaftlichen Arbeit der örtlichen Gruppe

Am 10. Oktober 1955, feierten das Fest der Goldenen Hochzeit bei ihren Kindern in Frankfurt a. M. der Oberzugführer i. R. Franz Hahn und seine Ehefrau Maria, geb. Wedig, aus Allenstein, Herrenstraße 22, jetzt in Rulle, Kreis Osnabrück

Ihre Goldene Hochzeit feiern am 13. Oktober 1955, Landsmann Ferdinand Gronau und seine Ehefrau Enusche, geb. Schemuteit, aus Gilge, zuletzt in Ludendorff (Juwendt). Die Eheleute, die zwei Söhne durch den Krieg verloren haben, leben jetzt bei ihrem Sohn Emil in (21a) Versmold.

Das Ehepaar Hermann und Minna Montag, geb. Pangritz, aus Bartenstein, Mockerau 22, jetzt in Klein-Offenseth über Elmshorn, Holstein bei Familie Harneit, feierten am 14. Oktober 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit.

Das Fest der Goldenen Hochzeit begehen am 16. Oktober 1955, Reichsbahninspektor i. R. Franz Marquardt und seine Ehefrau Maria, geb. Weide, aus Königsberg, Georgstraße 6, jetzt in Duisburg-Wanheim, Suitbertusstraße 16. Vier Kinder, neun Enkel und ein Urenkel werden mit dem Jubelpaar feiern.

Am 16. Oktober 1955, begeht der Klempnermeister Wilhelm Jonas mit seiner Ehefrau Emma, geb. Regge, aus Angerapp, das Fest der Goldenen Hochzeit. Das Ehepaar lebt gegenwärtig bei seinen Kindern und Enkelkindern in Riestedt, Uelzen

Das Fest der Goldenen Hochzeit begehen am 17. Oktober 1955, der Bauer Anton Bogdanski aus Bischofsburg, Kreis Rößel, und seine Ehefrau Barbara, geb. Flakofski, jetzt in Ellenz, Mosel, Kreis Kochem.

Der bei allen ostpreußischen Landfrauen so beliebte und um die ostpreußische Geflügelzucht hochverdiente Geflügelzuchtdirektor Professor Georg Meyer, begeht am 19. Oktober 1955 mit seiner Gattin im Kreise seiner Kinder und Enkel, das Fest der Goldenen Hochzeit. Als wir kürzlich Professor Meyer persönlich in Goslar am Harz, Danziger Straße 5, aufsuchten, konnten wir mit Freude feststellen, dass der jetzt 78jährige, trotz seines Herzleidens und auch seine Gattin, froh und zufrieden ihren Lebensabend verbringen.

Der Haus- und Grundbesitzer Hermann Grau und seine Ehefrau Auguste, geb. Szidat, aus Gumbinnen, Wilhelmstraße 34, jetzt in Heinebach, Kreis Melsungen, Borngasse 205, feiern am 20. Oktober 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit

Das Ehepaar Wilhelm Klein und Frau Rosa, geb. Pokern, aus Tenkitten bei Fischhausen, jetzt in Niedereschach, Kreis Villingen, Schwarzwald, begeht am 20. Oktober 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit.

Das Ehepaar Richard und Magdalene Becker, aus Goldap, jetzt in Berlin-Schöneberg, Ebersstraße 12, feierte das Fest der Goldenen Hochzeit.

Seite 14 Prüfungen und Dienstjubiläen
Am 15. Oktober 1955, feiert der Bezirksschornsteinfegermeister Gustav Kirchhoff, jetzt in Oberhausen, Rheinland, sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum. Landsmann Kirchhoff war in Heydekrug, Lasdehnen, Stallupönen und zuletzt in Insterburg als Bezirksschornsteinfegermeister tätig. Als Geselle war er viele Jahre hindurch Vorsitzender im Gesellenvervand der Ortsgruppe Königsberg, in Heydekrug Obermeister der Schornsteinfeger-Innung für das Memelgebiet und in Lasdehnen Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr und Gemeindeschöffe. Dort wurde er dann Obermeister der Schornsteinfeger-Innung für den Regierungsbezirk Gumbinnen. Dieses Amt verwaltete er bis zur Vertreibung. Außerdem war Landsmann Kirchhoff Kreishandwerksmeister in Stallupönen.

Sein vierzigjähriges Jubiläum im öffentlichen und Staatsdienst feierte Landsmann Wilhelm Albrodt aus Jürgenfelde (Jurgaitschen). Er war in Jürgenfelde als Rentmeister in der ehemaligen Preußischen Domänenverwaltung tätig und bekleidete verschiedene Ehrenämter, u. a. war er Bürgermeister und Gemeindekassenrechner. Nach der Vertreibung aus der Heimat war Landsmann Albrodt einige Jahre lang beim Versorgungswerk in Schleswig beschäftigt. 1952 trat er seinen Dienst als Rentmeister bei der Staatlichen Moorverwaltung Emsland in Groß-Hesepe, Kreis Meppen, Ems, an. Die Kreisgemeinschaft Angerapp, der Wilhelm Albrodt seine Arbeitskraft zum Wohle der Landsleute stets zur Verfügung gestellt hat, gratuliert herzlich.

Der Oberschrankenwärter Johann Otto vom Wärterhaus 75, Hammersdorf bei Braunsberg, konnte sein vierzigjähriges Dienstjubiläum begehen. In seiner Wohnung Pinneberg-Thesdorf, Helling?? Straße 30. fand eine Feierstunde mit seinen Kollegen statt.

Den Grad des Dr. agr. Erwarb mit Auszeichnung Konrad Dankowski aus Dietrichswalde, Kreis Bartenstein, jetzt in Embsen, Kreis Lüneburg, an der Hochschule in Hohenheim bei Stuttgart.

Horst Rohde, Sohn des Lehrers Bruno Rohde aus Johannisburg, jetzt in Schacht-Audorf bei Rendsburg, hat an der Technischen Hochschule Braunschweig in der Fachrichtung Architektur den Grad eines Diplom-Ingenieurs erworben.

Evelyn Dohnke, Tochter des Gestütsoberrentmeisters Dohnke aus Trakehnen und Braunsberg, jetzt in Warendorf, Westfalen, bestand nach Abschluss ihrer theologischen Studien an den Universitten Münster, Göttingen und Marburg das erste theologische Examen vor der Prüfungskommission der Evangelischen Landeskirche von Westfalen

Wolfgang Mazart, Sohn des Postsekretärs Adolf Mazart aus Ortelsburg, jetzt in Hamburg-Harburg, Hermesweg 16, hat bei der Oberpostdirektion Hamburg die Prüfung als Postinspektor bestanden.

Helga Wermter, Tochter des 1944 gefallenen Regierungsoberinspektors Arthur Wermter aus Königsberg, Schindekopstraße 5b, jetzt in (14b) Auingen, Münsingen, Astwiesenstraße 5, hat das Staatsexamen als Hauswirtschafts-, Sport- und Handarbeitslehrerin bestanden.

Brigitte Turowski, Tochter des Gendarmeriemeisters Adolf Turowski aus Treuburg, Grenzstraße 8, vorher Reuß, hat vor dem staatlichen Prüfungsausschuss an der Werkkunstschule Hannover die Prüfung als Textilzeichnerin abgelegt. Anschrift (22c) Köln-Buchheim, Kippenmühler Straße 24

Ingrid Wenk aus Königsberg, Arnoldstraße 1, jetzt in Mariakirchen 4, Kreis Eggenfelden, hat in der Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen das Staatsexamen als Säuglings- und Kinderpflegeschwester mit, sehr gut, bestanden.

Ebba und Katrin Schleifer, Töchter des Landwirts Edwin Schleifer aus Kalkstein bei Fischhausen, jetzt in Dierdorf, Kreis Neuwied, Ludwigsgasse 117, bestanden im Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum das staatliche Vollschwester-Examen. Sie gehören dem DRK-Mutterhaus Ruhrland an.

Hanna Kröhnert, Tochter des Landwirts und Viehkaufmanns Richard Kröhnert aus Neukirch, Kreis Elchniederung, jetzt (24a Listau über Lauenburg, Elbe, bestand im Privatkrankenhaus Sachsenhausen in Frankfurt, Main, das Staatsexamen für Krankenpflege

Horst Schulz, Sohn des Fleischermeisters Heinrich Schulz aus Lichtenfeld, Kreis Heiligenbeil, jetzt (20b) Braunschweig, Siegfriedstraße 20, bestand vor der Handwerkskammer Braunschweig die Meisterprüfung im Fleischerhandwerk

Seite 14 Kamerad, ich rufe Dich!
Gesucht werden folgende Angehörige des ehemaligen Luftgau I:
Reg.-Rat Dombrowski und Regt.-Rat Heusser
Oberzahlmeister Günther Mertens
Die Angestellten Paul Scheiba; Wilhelm Weber und Werner Skibbe vom Lgk. I. Abt. IV a 2 b 2

Gesucht wird der technische Inspektor Erich Bach, geb. am 07.12.1914, bis 1941 beim Fliegerhorst Neuhausen, dann bei der Höheren Luftnachrichtenschule in Köthen, später Cottbus, zuletzt beim Einsatz in der Tschechei, seit Mai 1945 vermisst. Wer kann bestätigen, dass Erich Bach Berufssoldat war?