Das Internationale Quellenlexikon der Musik (RISM)

Salü,
beim diesjährigen Seminar „Vertiefende Familienforschung“ auf Schloss
Dhaun sprach Sylvia Bier, Uni Saarbrücken, über ihre Forschungen nach dem
franz. Musiker Jean Renault.
Eine der zahlreichen Quellen, die sie nannte, war das Internationale
Quellenlexikon der Musik (RISM). RISM, gesprochen wie das englische Wort „rythm“
(deutsch: Rhythmus), ist ein Akronym, das sich in Répertoire
International des Sources Musicales auflösen läst.
RISM ist ein internationales Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ziel, die
weltweit überlieferten Quellen zur Musik umfassend zu dokumentieren.
RISM weist nach, was vorhanden ist und wo es aufbewahrt wird.
In vielen Ländern katalogisieren selbstständige nationale Arbeitsgruppen
in Bibliotheken und Archiven die historischen Quellen der Musik:
Musikdrucke, Musikhandschriften, Libretti sowie Schriften zur Musik (Theoretika). Die
Ergebnisse werden zusammengefasst und vom RISM veröffentlicht.
Die hier im Online-Katalog angebotene Datenbank enthält ca. 700.000
Nachweise fast ausschließlich von Musikhandschriften. Sie überliefern Werke von
ca. 25.000 Komponisten. Die Quellen werden in Bibliotheken und Archiven von
32 Ländern verwahrt.
Die bisher als CD-ROM oder Internetdatenbank veröffentlichten Daten zur
Serie A/II: Musikhandschriften nach 1600 sind in diesem Online-Katalog
enthalten.
Die Datenbank des RISM ist die bisher umfassendste greifbare Dokumentation
auf dem Gebiet der Musikhandschriften und wird durch regelmäßige Updates
stetig wachsen.
Erreichen können Sie es via
http://www.rism.info/en/service/opac-search.html
Ich habe natürlich nach dem St. Wendeler Komponisten Philipp Jakob Riotte
gesucht und bin auch fündig geworden.
Mit freundlichen Grüßen
Roland Geiger