Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Den meisten von uns ist es bei der Erforschung der eigenen Vorfahren so ergangen, daß man durch das 20. und 19. Jht. rasch vorwärtskommt, auch das 18. Jht. bald bewältigt und den Rest des Forscherlebens dann im 17. Jht. verbringt.
Das hängt mit der Verdopplung der Ahnen in jeder Generation zurück zusammen. Alleine in der 10. Generation hat jeder von uns 1024 Ahnen (Doppelahnen ausgenommen), also mehr als in den Generationen 1 - 9 zusammen.
Auch der Umstand, daß es vor dem 17. Jht. (1600) kaum erhaltene Kirchenbücher gibt, spielt da eine wesentliche Rolle.
Natürlich kann man auch in der Zeit vor dem Beginn der Kirchenbücher forschen, aber jeder, der das schon probiert hat, weiß, wie schwierig und problematisch das ist.
In der Praxis sucht und findet man etwa 80% der eigenen Vorfahren im 17. Jht. und den angrenzenten zwei Jahrzehnten.
Deshalb ist die Lebensweise der Menschen damals für fast jeden Ahnenforscher von so eminenter Bedeutung.
Ich habe daher im Herbst 2004 damit begonnen eine Artikelserie über das 17. Jht. zu verfassen, in die das Wissen vieler guter Sachbücher, aber auch viele eigene Forschungserkenntnisse, vor allem aus Niederösterreich, Südböhmen, Österreichisch Schlesien, der Slowakei und Westungarn eingeflossen sind.
Der erste Teil (24 Seiten) mit dem Titel "Kaiser, König, Edelmann,..." über die sozialen Schichten des damaligen Mitteleuropas ist zu Weihnachten 2004 verschickt worden.
Nun ist der zweite Teil fertig. Er behandelt die drei zentralen Fragen dieses Jahrhunderts: Krieg, Krankheit und Religion, insbesondere deren Auswirkung auf das gemeine Volk. Er ist 13 Seiten lang.
Meine kleine Arbeit erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist zwangsläufig in vielen Punkte verallgemeinernd.
Ich möchte Sie ausdrücklich dazu einladen, mir sachdienliche Anmerkungen, Ergänzungen und Korrekturen zu schicken.
Die Teile 3 und 4 werden sich voraussichtlich mit der sehr unterschiedlichen Stellung der Bauern sowie dem alltäglichen Leben im 17. Jahrhundert beschäftigen.
Diese Artikelserie ist und bleibt selbstverständlich kostenlos und wird per Mail übermittelt.
Den rund 650 Empfängern des ersten Teiles habe ich den Text bereits übermittelt.
Leider sind seit der letzten Aussendung einige Empfänger-Mail-Adressen geändert worden, sodaß nicht alle 650 erreichbar waren.
Diese, sowie alle anderen Interessenten mögen sich bitte direkt bei mir melden (bitte nicht über die Liste) und erhalten den Text dann direkt zugemailt.
Es steht jedem frei, diese Einladung über weitere genealogische Maillisten weiterzuverbreiten.
Mit den besten Wünschen für ein gesegnetes und fröhliches Osterfest.
Günter Ofner
guenter.ofner@chello.at