Bitte um Hilfe (TRIPPMACHER, LEYSER)

Martin Trippmacher schrieb kürzlich:

mein Vater hat ein großes Problem. Er wurde in Schlesien geboren und
während der Flucht ging seine Geburtsurkunde verloren. Er hat sich
später eine Negativbescheinigung der Geburtsurkunde ausstellen
lassen. So weit so gut.

Nun ist vor einem halben Monat seine Schwester gestorben. Er ist der
einzige Angehörige und somit erbberechtigt. Das Problem ist nun, dass
die Negativurkunde als Beweis seiner verwandtschaftlichen Beziehung
zu seiner Schwester von verschiedenen Institutionen nicht akzeptiert
wird und die Originalgeburtsurkunde verlangt wird. Diese
Originalgeburtsurkunde gibt es aber definitiv nicht mehr. Die
Kirchenbücher sind auch futsch.

Wer kann mir helfen? Was kann man in solchen Fällen tun, um die
Erbberechtigung nachzuweisen, denn ich gehe davon aus, dass es noch
anderen Ex-Schlesiern so geht.

Vielen Dank im voraus
Martin (Trippmacher)

Hallo Martin,

Da ich schon seit mehr als 40 Jahren nicht mehr in Deutschland wohne, kann ich Ihnen bei dem Geburtsurkunde - Problem Ihres Vaters leider nicht helfen, aber sicherlich gibt es in der Liste jemanden der da Bescheid weiss. Ich halte Ihnen die Daumen ...

Ich habe - nachdem ich zum ersten Mal in der Liste auf den Namen TRIPPMACHER gestossen bin - nun selbst eine Bitte:

Mein Urgrossvater, Carl Friedrich Ferdinand FRITSCH, geb. 14.05.1831 in Cottbus hat am 10.11.1867 in Breslau eine Pauline, geb. LEYSER geheiratet (ich besitze eine Kopie des Eintrags). Trauzeuge war (unter anderem) ein Friedrich TRIPPMACHER, Viktualienhändler. Bei einem Besuch im Staatsarchiv in Breslau letzte Woche fand ich im Adressbuch 1868 einen Wilhelm TRIPPMACHER, Viktualienhändler, Matthiasstr. 47/47a. - welcher wahrscheinlich der Vater des erwähnten Trauzeugen Friedrich TRIPPMACHER war. (Dazu noch einen E. TRIPPMMACHER, Haush. (Hausherr?), Vorderbleiche 3.

Ich bin indes auf der Suche nach der Geburtsurkunde der Pauline LEYSER (Frau meines Urgrossvaters Carl Friedrich Ferdinand FRITSCH). Bisher leider erfolglos, da sie vermutlich nicht in Breslau geboren wurde. Im Breslauer Adressbuch 1868 fand ich jedoch einen H.R. LEYSER, Kaufmann, Colonialwarenhdl., Schmiedebrücke 64/65 und nehme an, dass es sich bei diesem um den Vater der Pauline LEYSER handelt. Letztere - geb. 16.02.1838 - war bei der Hochzeit in Breslau 29 Jahre alt, aber die LEYSERs erscheinen zu dieser Zeit noch nicht in den Breslauer Adressbüchern und sind wohl erst später dorthin umgesiedelt.

Meine Bitte an Sie: Kennt Ihr Vater eventuell den Namen LEYSER; vielleicht hat sein Vater oder Grossvater diesen mal erwähnt? Da die Leysers und die Trippmachers offensichtlich bekannt waren (Berufskollegen, vielleicht sogar Verwandtschaft), könnte ich eventuell herausfinden, woher die Leysers kamen ....

Bitte an alle Listenteilnehmer: Hat jemand Spuren von LEYSER in Niederschlesien (Gegend um Breslau)?

Ich bedanke mich im voraus - mit freundlichen Grüssen aus Frankreich -

Wolfgang FRITSCH