Bitte um Eure Mainung: Fehlinformation über frz.ref. Neu-Isenburger KB - War: Suche STERBEDATEN des Pierre CHANTRE (SCHANDER) *um, 1640 u. Marine MASSIN *1639

Liebe Listies,

Frau Sch�fer sucht diese Daten schon seit geraumer Zeit. Niemand w�rde es mehr sch�tzen als ich, wenn sie gefunden w�rden!

Denn Frau Sch�fer ist davon �berzeugt, dass die CHANTRE in Otterberg identisch sind mit der Familie des in Neu-Isenburg eingewanderten Mannes, der dort zun�chst unter dem Namen SCHANDER (1733) und erst nach einem Pfarrerwechsel (ab 1743) als CHANTRE angegeben wird.

Ich m�chte die Sache den Forschern auf der Liste unterbreiten, um ihre Meinung zu bekommen. Frau Sch�fer weiss schon seit Monaten Bescheid - aber! Bitte seht Euch das Ganze selbst an.
Frau Sch�fer schrieb unter anderem:

  - 2. bei der Taufe seines Sohnes Pierre Chantre im Juli 1670.
    Danach verliert sich die Spur dieser kleinen Familie. Kein Eintrag fuer
    d. hlg. Abendmahl, die Experten Otterberg vermuten, dass Pierre
    CHANTRE irgendwo zw. RLPfalz, Bayreuth,
    (Neustadt a.d. Aisch wird als Wohnort erwaehnt, jedoch ist dort kein
    Eintrag)...

Der Wegzug nach (Brandenburg-)Bayreuth ist m�glich, denn dort wurden schon fr�h reformierte Glaubensfl�chtlinge aufgenommen.

Wird Neustadt an der Aisch in Otterberg als Wohnort dieser Familie erw�hnt?

      Die Eintraege bei den Hugenotten u. frz.ref. KB Neu-Isenburg bezeugen
    einen Sohn des Pierre Chantre *1670 Otterb. u. d. Rosine EBERT
    (EBERDINE) (keine Daten) :
    Jean Jacques CHANTRE (durch den Dialekt der Region wurde aus CHANTRE -
    SCHANDER) *1706 in angeblichem Vesternbergsgreuth/Bayreuth (alle KB
    sind einem Brand zum Opfer gefallen)

"die Eintraege bei den Hugenotten u. frz.ref. KB Neu-Isenburg bezeugen"

Die Eintr�ge in Neu-Isenburg sind weit davon entfernt, Pierre CHANTRE *1670 in Otterberg mit dem Vater des Jean Jacques gleichzusetzen.

Pfarrer Abraham de Champ-Renaud, der diesen Jean Jacques zum ersten Mal urkundlich in N-I eingetragen hat, war aus der franz�sischen Schweiz, vor Neu-Isenburg in Bischwiller im Elsass im Amt. Er war ein selten akribischer KB Schreiber und beherrschte sowohl Franz�sisch (die Sprache der Neu-Isenburger ref. KB bis 1829) als auch Deutsch in Wort und Schrift.

Daher hat er die Heirat des eingewanderten SCHANDER 1733 auch unter diesem Namen registriert. Alle deutschen Vornamen hat er immer, soweit im Franz�sischen vorhanden, auf Franz�sisch eingetragen.

Ich habe die Originalurkunde vor Augen:
"Jean Jacques Schander, jeune homme d'environ vingt-sept ans, ouvrier des bas au m�tier de profession, fils l�gitime de feu Pierre Schander en son vivant Metayer dans le Bien-Fonds noble appell� Westerbourgs=guereuth � quatre lieux de la ville de Ne�stadt-en-der-Eisch, dans le Pa�s de Brandebourg-Bareit, d'o� il est originaire, et de Eve Rosine Eberdine, qui vit encore...
Luth�rien Allemand..."

�bersetzung:
"Jean Jacques (Johann Jacob) SCHANDER, Junggeselle von ungef�hr 27 Jahren, Strumpfwirker von Beruf, ehelicher Sohn des Pierre (Peter) SCHANDER, zu seinen Lebzeiten Halfenbauer auf der adligen Herrschaft Vestenbergsgreuth, 4 Meilen von Neustadt an der Aisch im Land Brandenburg-Bayreuth, wo er herstammt, und der Eva Rosina EBERDin (= EBERT), die noch lebt...,
deutscher Lutheraner..."

Deutlicher geht es eigentlich nicht mehr, diesen jungen Mann als Deutschen zu bezeichnen, der noch dazu nicht reformierter, sondern lutherischer Konfession war.
Vom Vater ist in N-I kein anderer Name, noch ein Geburtsdatum bekannt, also kann man nicht so einfach darauf schliessen, dass dieser Halfenbauer in Vestenbergsgreuth mit dem Otterberger reformierten Pierre Chantre identisch ist.

Pfarrer de Champ-Renaud hatte sein eigenes System, die Aussprache der deutschen Namen phonetisch m�glichst genau widerzugeben. Die Namen, die auf -er endeten, was durch francophone Leser als -ee ausgesprochen worden w�re, schrieb er in den Eintr�gen mit -re am Ende, was in Aussprache dem Deutschen Namen am n�chsten kommt.
Daher hat er bei den Taufen der ersten 4 Kinder des Ehepaares Schander immer zuerst Vornamen des Kindes und SCHANDRE, Tochter oder Sohn des Jean Jacques SCHANDER geschrieben. Ausserdem jedesmal "deutscher Lutheraner".
CHANTRE hat er NIE geschrieben.
Es kann also keine Rede davon sein, dass der Name CHANTRE durch den Dialekt der Neu-Isenburger Region zu SCHANDER geworden sei.

Der Pfarrer starb im September 1743, sein Nachfolger, der ebenfalls aus der frz. Schweiz stammte, beherrschte das Deutsche nicht gut, wie verschiedene Verballhornungen anderer deutscher Namen und Orte ersehen lassen.
Dieser Pfarrer trug die �brigen Kinder zwischen 1743 und 1752 kurzerhand unter CHANTRE ein, denn das war ein ihm vertrauter Begriff: Ein chantre ist in der reformierten Kirche ein Vors�nger. Der deutsche Begriff daf�r ist Kantor, was auch etymologisch mit chantre verwandt ist.
Aber den Vater nennt er jedesmal Jacob, was daf�r spricht, dass sich der Mann selbst nie Jacques sondern Jacob genannt hat.

Das sind die Fakten, die ich Frau Sch�fer schon mitgeteilt habe, und deren Sachlichkeit sie mir gewaltig �bel genommen hat. Aber ich kann sie beim besten Willen nicht vor lauter Enthusiasmus einfach beiseite lassen - sonst w�ren meine Forschungen kaum ernst zu nehmen...

Liebe Cousine Colette Llorca deine Ausschmueckungen und Wortwahl
   waren immer schon etwas sehr umfangreich.
   Ich moechte hier keine Diskussionsrunde fuehren, noch zu sehr auf Deine
   Details eingehen. Meine Frage ist klar und deutlich und diese alleine
   ist
   es um die es hier in meiner Anfrage geht. Ich bitte die anderen
   Forscher
   auch nur auf meine Fragestellung einzugehen und sich nicht auf
   eine andere Form von Gedankenaustausch hinreissen lassen.
   Liebe Cousine, wenn auch 10. Grades, hier geht es um meine Anfrage
   und nichts weiter. Die Pfalz Mailingliste erschien mir selbst als
   passender Ort
   meine Fragen zu stellen.

   Du bist keine Chantre und nicht direkt verwandt, auch hast Du nicht die
   intensiven
   Recherchen mit anderen Forschern und Experten durchgefuehrt, du hast
   auch nicht
   die Wurzeln und Familienmitglieder in Rhone-Alpes gefunden.
   Deine Uebersetzungen der Kirchenbuecher sind grossartig, doch Du hast
   nicht
   mein Wissen. Danke fuer Deine interessanten Gedanken.

   Rosemarie Irina Schaefer

   Zurueck zu meiner Suche ...
   Ich stehe vor einer besonders kniffeligen Aufgabe : ich such nach den
   Sterbedaten von meinen
    Ahnen Pierre CHANTRE *1638 in Desaignes, 07570, Ardeche, Rhone-Alpes
   (reiste nach einer Familienteilung nach Otterberg)
   - 1670 ist er 2 Mal in den frz.ref. KB Otterberg eingetragen : - 1.
   Heirat mit der Witwe Lambert la Croix (Martine MASSIN) und
   - 2. bei der Taufe seines Sohnes Pierre Chantre im Juli 1670.
   Danach verliert sich die Spur dieser kleinen Familie. Kein Eintrag fuer
   d. hlg. Abendmahl, die Experten Otterberg vermuten, dass Pierre
   CHANTRE irgendwo zw. RLPfalz, Bayreuth,
   (Neustadt a.d. Aisch wird als Wohnort erwaehnt, jedoch ist dort kein
   Eintrag). Eine Moeglichkeit der Suche sind die vielen Ortssippen- und
   Familienbuecher die inzwischen zu einem
   wichtigen Werkzeug fuer jeden Familienforscher geworden ist.

   Die Eintraege bei den Hugenotten u. frz.ref. KB Neu-Isenburg bezeugen
   einen Sohn des Pierre Chantre *1670 Otterb. u. d. Rosine EBERT
   (EBERDINE) (keine Daten) :
   Jean Jacques CHANTRE (durch den Dialekt der Region wurde aus CHANTRE -
   SCHANDER) *1706 in angeblichem Vesternbergsgreuth/Bayreuth (alle KB
   sind einem Brand zum Opfer gefallen).
   Evtl. hat ein Familienforscher in seinen Unterlagen aeltere
   Aufzeichnung wo der NAME Pierre CHANTRE und Jean Jacques SCHANDER
   (CHANTRE/CHANDER) in der Zeit zw. 1680 - 1720, erwaehnt wird.
   Ich fand die Idee die Orte, KB und Familienbuecher zu durchforsten um
   moegliche Eintraege zu finden, waere nicht schlecht. Die Situation ist
   fast wie eine Schnitzeljagd durch unsere wunderschoenen Laender und
   Regionen
   Jeder von den Forscher ist bei solch einer Schnitzeljagd stets
   erfolgreich .

   Da mir nicht bekannt ist welche Orte Pierre CHANTRE der Aeltere mit
   seiner Efr. Marine MASSIN und Kinder, gegangen sind, ersuche ich die
   Hilfe der Familienforscher der RLPfalz - NRW - Baden W.;
   irgendwo in den KB steht das Sterbedat. zw. 1690-1700
   Es ist eine Schnitzeljagdt und ein Weg um diese Nadeln im Heuhaufen
   (Baden Wuertt., RLPfalz, NRW, Bayern) zu finden.
   Ich dachte mir es ist ein Anfang hier in der PFalz-Mailingliste zu
   posten.

   Inzwischen gibt es so viele tolle Ortssippenbuecher, dass evtl. in
   einem der Name Pierre CHANTRE (SCHANDER) *um 1638/1640 und seiner Efr.
   Marine CHANTRE geb. MASSIN steht...

   Ich danke allen Forscher und Helfern jetzt schon und fuer alle ein
   erfolgreiches Finden in der eigenen LINIE

    Rosemarie Schaefer

Liebe Marie,

wie alt bist du denn eigentlich? Hast du vor "Pusinelli 2" zu werden?

Gru�
Dietger

Hallo,
was soll denn dieser unverschämte Kommentar über die Liste? Muss das denn sein?
Beste Grüße
Peter Pflüger