Hallo Thomas Schütz,
zur Bezifferung von Vorfahren sowie deren Kindern kann ich Dir folgende Aufzeichnung bzgl. der Handhabung des Kekulesystems senden:
Ein Familienforscher Namens Kekulé hat ein logisch aufgebautes Nummerierungssystem entwickelt, damit Sie bei den gesammelten Daten den Durchblick behalten und die Verwandtschaftsbeziehungen der einzelnen Personen schnell einordnen können. Nachdem Sie ein wenig mit dieser Nummerierung gearbeitet haben, werden sie feststellen, wie einfach es ist, jeden der erfaßten Personen schnell einzuordnen.
Als erstes müssen sie eine Ausgangsperson (oder Probanden) festlegen, der die Nummer 1 erhält. Das können Sie selbst sein, Ihr Kind, oder sonst eine Person, dessen Ahnen/ Familie sie erforschen. Der Vater dieser Person erhält nun die Nummer 2 und die Mutter die Nummer 3. Die Nummer des Vaters einer Person ist immer doppelt so groß wie die seines Kindes und die Nummer der Mutter doppelt so groß plus 1. Männliche Ahnen haben also immer eine gerade Nummer und weibliche Vorfahren eine ungerade Nummer.
Wenn Sie nun allen Ihren Vorfahren eine Nummer zugewiesen haben, können Sie sich daran machen, deren Kindern (wenn sie KEINE direkten Vorfahren der Ausgangsperson sind, sonst haben sie ja mittlerweile eine Nummer) und den Kindern der Ausgangsperson Nummern zuzuweisen. Ein Kind erhält immer die Nummer des Vaters, oder, wenn dieser kein Blutsverwandter ist, die der Mutter und zusätzlich einen Buchstaben. Das erste Kind also den Buchstaben A, das zweite B usw.... Um auch hier das Geschlecht direkt an der Nummerierung zu erkennen, können Sie männlichen Nachkommen der Person Großbuchstaben und weiblichen Kleinbuchstaben zuordnen. Davon ausgehend, daß Sie der Proband und das zweite Kind Ihrer Eltern sind, hätte ein älterer Bruder die Nummer 2A und eine jüngere Schwester die Nummer 2c. Deren Kinder würde nun ein zusätzlicher Buchstabe angehängt. Die Tochter Ihres Bruders hat dann die Nummer 2A plus ein kleines a, also 2Aa. Hört sich kompliziert an, aber versuchen Sie einmal so bei Ihren Verwandten durchzunummerieren und sie werden es schnell verstanden haben. Sie können nun anhand der Nummer von jeder Person sagen, ob sie männlich oder weiblich ist und welchem Familienzweig sie angehört.
Ich glaube, daß Sie mit diesen Hinweisen gut zurecht kommen. Ich arbeite schon seit längerem mit diesem System und kann nur sagen, daß es sich voll bewährt.
Viel Glück und Erfolg wüscht
Herbert Wiegand