Christine Greenthaner schrieb:
> Hallo, liebe Liste
>
> Wiedermal eine Frage.
>
> Wuesste jemand was der Beruf GRAEUPNER oder GRAEUPTNER gewesen sein kann?
>
> Das Wort kommt aus einem Taufeintrag in Neustadt OS, von 1801. Ich glaube,
> ich habe es richtig gelesen. Zwei andere Leute haben mir schon mit Lesehilfe
> geholfen, und wurden auch daraus nicht klug.
Hallo Christine,
hier ein Eintrag aus dem Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.http://germazope.uni-trier.de/Projects/DWB
GRÄUPNER, m., viktualienhändler, schlesisch seit dem 16. jh., zu
1graupe 1, vgl. gräupner WEINHOLD schles. 30a; greupner zs. f. dt. maa.
4, 169; greupner zs. f. dt. philol. 26, 242 (mit stellenangaben aus dem
16. und 17. jh.), vgl. auch oben graupelwerk: in diesen ganzen handel
theilen sich die kleinen krämer und victualienhändler (wozu die gräupner
gehören) ZÖLLNER briefe üb. Schlesien (1792) 1, 133; der ... in seiner
art ganz kluge bürger und gräupner in Pohlnisch-Wartenberg HOLTEI erz.
schr. (1861) 13, 180. dazu --Viele Grüße aus dem 3 Bockwindmühlendorf Oberoderwitz (südl. Oberlausitz)
Wolfgang OTTO
Liebe Christine,
die Antwort von Otto scheint mír sehr passend. Eine andere Möglichkeit wäre den Beruf in Zusammenhang mit dem Zinnbergbau zu sehen. Dort sind Graupen die kleinen "Zinn-Kügelchen oder Zinn-Graupen", die man beim Abbau erhält. Der Ort Graupen hat daher seinen Namen, polnisch: Krupka.
Vielleicht ist dann ein Gräupner jemand der im Zinnbergwerk tätig ist?
Viele Grüße
Marita (Liebe)