Sehr geehrter Herr Erhard Räth,
"Die Konfirmation ist übrigens stellenweise recht spät eingeführt worden,
in der Pfarre Uelitz und Goldenstädt bspw. erst 1828."
Und zuvor gabe es Konfirmationen, sicherlich seit ca. 1550, die nicht
aufgeschrieben wurden, oder die entspr. Bücher sind verlustig.
"Und dieses Dokument weist uns das frühest feststellbare
Konfirmationsdatum aus."
Ja! "...das frühest feststellbare Konfirmationsdatum." Nicht mehr und nicht
weniger => das "feststellbare Datum" !
Bevor behauptete wird: " ...in der Pfarre Uelitz und Goldenstädt bspw. erst
1828", sollten Sie in den Konsistorialakten der entspr. Superintendentur
nachschauen, wann in dieser die Konfirmation eingeführt wurde. Oder in den
Landesherrlichen Archivalien, die auch ausweisen werden, wann der Landesherr
die Konfirmation eingeführt hat. Das hat nämlich weder Martin Luther - der
Hinweis war von mir zu knapp - noch Melanchthon in der Region, dem Staat, in
dem Sie forschen getan, sondern der Landesherr. Ich wage zu behaupten
sicherlich zwischen ca. 1550-1600, nicht erst im Jahre 1828, wie Sie
schreiben.
Sie wollen doch etwa nicht behaupten, dass es betreff der Orte, in denen Sie
forschen, vor den jeweils ältesten Eheeinträgen in einem erhaltenen Buch,
keine Heiraten stattgefunden haben oder noch deutlicher: Nur weil es nicht
in einem erhaltenen "Dokument" nicht aufgeschrieben wurde, wurde nicht
gestorben.
"Das ist beste Karl-Eduard-von-Schnitzler-Manier!"
Habe ich nicht verstanden, kenne ich nicht, bin dafür zu doof.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Sonntag
Krafft-Aretin EGGERT