Tks für di Tipps. Da der Geburtsort in WP liegt, kann ich über die Geburtsurkunde keine Infos zum Todestag ermitteln. Zuständig wäre das Standesamt I, dass aber von mir den Todestag wissen möchte. Ivh habe es jetzt über die Suchumlaufstelle versucht und werde morgen mal ei paar persönliche Worte mit der SB des EinwMeldeamt sprechen
Gruß Herb
Guten Abend,
ich habe das gleiche Problem in Berlin - ich suche schon seit Jahren das Sterbedatum meiner Urgro�mutter, Geb.-Datum u. Adresse habe ich - das Sterbedatum kann ich auch auf ca. 3 Jahre eingrenzen (um 1930). Es w�rde eine Suche im Standesamt I erfordern, die mit ziemlichen Kosten verbunden w�re, denn diese berechnet sich nach der Zeit, die die Suche in Anspruch nimmt. Mein Gedanke war nun auch schon dort einfach einmal vorzusprechen, bef�rchte aber es wird auch nichts bringen. Insofern bin ich gespannt ob vielleicht jemand noch die Super-Idee hat. Gibt es evtl. schon Erfahrungen, wenn man dort selbst vorspricht ?
Viele Gr��e
Sieglinde (R�ters)
-----Urspr�ngliche Nachricht-----
Diese polemischen Aussagen zu Beamten halte ich für etwas überzogen. Man sollte bei genealogischen Anfragen bedenken, dass aufwändige Recherchen durch das Archivpersonal oder die Standesbeamten zum Teil nur eingeschränkt durchgeführt werden können.
Wenn das genaue Datum eines Personenstandsfalles nicht bekannt ist, gestaltet sich die Suche zeitlich als zu aufwändig. Als Beispiel möchte ich auf die überlieferten Standesamtsregister von Königsberg/Pr. hinweisen, deren ältere Bestände mitlerweile im Landesarchiv Berlin, die Teile, die noch kein Archivgut sind, sich beim Standesamt I Berlin befinden. Königsberg hatte zuletzt vier Standesämter, bis zum Jahre 1920 waren es zwei. Allein bei den Sterbefällen sind nach meinen Erfahrungen ca. 2000 Eintragungen pro Jahr vorhanden. Wenn man jetzt die vermutete Sterbezeit auf drei Jahre eingrenzen kann, entsteht bereits ein gewaltiger Suchaufwand für eine einzige Anfrage. So eine Bearbeitung ist aufgrund der vorhandenen personellen Ressourcen schlicht nicht möglich. Der Suchaufwand ist beim Berliner Landesarchiv genau der gleiche.
Für die Standesämter der Lasndbezirke kann das ggf. geleistet werden, da die Zahl der Einträge pro Jahr nicht annähernd so hoch sein dürfte.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass für die meisten beim Standesamt I Berlin vorhandenen Standesregister aus den früheren Ostgebieten keine Namensverzeichnisse vorhanden sind.
Für die Berliner Standesamtsregister gilt hinsichtlich der Zahl der Registereinträge das gleiche wie für Königsberg oder auch Breslau oder andere große Städte. Ein Forist beschwerte sich ja nun, dass eine Berliner Behörde (Archiv oder Standesamt?) einen Sterbefalleintrag in Neukölln nicht finden konnte, obwohl er ja die Wohnadresse angegeben habe. Das Problem dürfte m. E. darin liegen, dass der Bezirk Neukölln als solcher erst seit 1920 besteht und bis in die fünfziger Jahre mehrere Standesämter hatte. Es gibt zwar Namensregister zu den Berliner Standesregistern, diese sind aber in der Regel nur innerhalb einzelner Jahrgänge vorhanden. Eine Anfrage wäre also nur dann sinnvoll, wenn die Sterbejahre auf einige wenige eingegrenzt werden können. Vom Archiv oder Standesamt zu erwarten, alle in Betracht kommenden Jahrgänge zu durchsuchen, halte ich für unzumutbar.
Zur historischen Berliner Einwohnermeldekartei (1875-1960) sei noch angemerkt, dass diese sehr lückenhaft überliefert ist und hinsichtlich der vorhandenen Einträge auch stark variiert. So können eben oft Sterbedaten oder nach Wegzug Angaben zum neuen Wohnort der gesuchten Person in den überlieferten Karteikarten fehlen. Diese Kartei sind nach meiner Kenntnis überwiegend aus polizeilichen Melderegistern der westlichen Bezirke angefertigt worden, da die früher vorhandene Zentralkartei durch Kriegseinwirkung vernichtet wurde.
Gruß
Andreas (Grunwald)
ich habe das gleiche Problem in Berlin - ich suche schon seit Jahren das
Sterbedatum meiner Urgroßmutter, Geb.-Datum u. Adresse habe ich - das
Sterbedatum kann ich auch auf ca. 3 Jahre eingrenzen (um 1930). Es würde
eine Suche im Standesamt I erfordern, die mit ziemlichen Kosten verbunden
wäre, denn diese berechnet sich nach der Zeit, die die Suche in Anspruch
nimmt. Mein Gedanke war nun auch schon dort einfach einmal vorzusprechen,
befürchte aber es wird auch nichts bringen. Insofern bin ich gespannt ob
vielleicht jemand noch die Super-Idee hat. Gibt es evtl. schon Erfahrungen,
wenn man dort selbst vorspricht ?
Viele Grüße
Sieglinde (Rüters)
Hallo Andreas und auch andere,
aus den angeführten Gründen halte ich es für besonders wichtig dort wo es
möglich ist
Namensindexe zu erstellen.
Für unser Forschungsgebiet sind es z.B. die digitalisierten Bestände der
polnischen
Staatsarchive.
Mit dem Projekt der Allensteiner Standesamtsregister wurde ja ein guter
Anfang gemacht.
Dazu gehört natürlich die Bereitschaft mitzuarbeiten und nicht nur die
eigene Familien-
Forschung zu sehen und zu warten das andere etwas tun.
Uneigennützig kann man auch mal etwas für die Gemeinschaft tun.
Bei den Allensteiner Beständen sind ca. 500000 Registereinträge zu erfassen.
Davon ist die Hälfte erfasst bzw. in Bearbeitung.
Es gibt aber immer noch Standesämter die zu erfassen sind und ständig kommen
weitere dazu.
Kostenlos ohne Mitglied in verschiedenen Vereinen zu sein hat jeder
interessierte Zugriff auf den Namensindex
der das Finden problemlos ermöglicht.
Ich erteile gerne Auskunft zum Projekt und zu Möglichkeiten der Mitarbeit.
Hier noch einmal die Möglichkeit zum Zugang zur Datenbank:
http://www.vffow-buchverkauf.de/
Benutzer Gast
Passwort: vffow
Mit freundlichen Grüßen und Dank an alle " nichtnamentlich genannten"
Erfasser der Registereinträge.
Bernhard Ostrzinski
Hallo Bernhard,
das Gesagte ist vollinhaltlich zu unterstützen.
Ich wünsche Euch, dass das Projekt gut vorankommt. Zugleich melde ich einen Wunsch an. Wenn die Allensteiner Datenbank fertig ist, wäre es optimal, wenn wir es mit den Datenbanken auf Szlachta Wiki verknüpfen könnten: dass heißt, wenn jemand auf dem Wiki sucht, dass ihm die Funde auch in Allenstein angezeigt wird und er dort weiter geleitet werden kann (durch Verlinkung).
MfG
Edward von Schlesinger