[BaWue-L] Verwandtschaft in der 14. Generation

Hallo miteinander,

interessant bei der ganzen Vererbungsgeschichte ist auch, dass das m�nnliche Y-Chromosom (bis auf etwaige Mutationen) unver�ndert in der reinen Manneslinie weitervererbt wird und dessen Einfluss auf die Pers�nlichkeit der Urenkel unver�ndert stark sein sollte. Allerdings sind die Blutslinien oft durch angenommene Kinder oder falsche V�ter durchbrochen (ich sch�tze durchschnittlich in jeder 5ten Generation).

Beste Gr�sse

Manfred Schlang

-----Urspr�ngliche Nachricht-----

"sein sollte" und "ich sch�tze".

Besteht hier ein kausaler Zusammenhang oder wurde dies gar empirisch ermittelt?
Bitte nicht b�s verstehen :slight_smile:

Gr��e
Andreas

--- Urspr�ngliche Nachricht ---

Hallo Andy,

besser sollte es heissen "... und dessen Einfluss auf die vererbten Merkmale", die den Mann von der Frau unterscheiden.
Es ist klar, dass das Y-Chromosom nicht f�r Merkmale verantwortlich sein kann, die beiden Geschlechtern zueigen sind.
Wen das Thema n�her interessiert:

Die Sch�tzung �ber die Br�che in den Vererbungslinien leite ich von meinem Stammbaum ab. Das ist nicht allgemein empirisch belegt!

Ich habe nur einmal von einer genetischen �berpr�fung genealogischer Stammlinien geh�rt, die ergab, dass viele vermeintliche Blutverwandte gar keine sind.

Mit freundlichem Gruss

Manfred Schlang

-----Urspr�ngliche Nachricht-----

Hallo zusammen,

ohne die Theorie von Manfred Schlang widerlegen zu wollen/können, möchte ich euch mitteilen, dass ich mit Hilfe eines autosomalen DNA Testes bislang 2 Vorfahren in 2 Linien zweifelsfrei nachweisen konnte. Der Erste war in meiner 7. Generation (*1759) und bestätigt die mütterliche Seite meines Großvaters (väterlicherseits). Der Zweite liegt in der 11. Generation (*1625) und bestätigt die mütterliche Seite meiner Großmutter (mütterlicherseits).

Von daher...

Gerd (Altmeier)

Hallo Gerd,

ich habe gewiss auch Linien in meinem Stammbaum, von denen ich nicht bezweifle, dass sie bis ins 16te Jahrhundert genetisch ungebrochen sind. Andere Linien sind mit Vorsicht zu geniessen. Aus gesellschaftlicher Sicht war damals eine ungewollte Schwangerschaft wegen fehlender Verh�tungsmethoden wahrscheinlicher als heute und arme V�ter durften (noch) nicht heiraten, wenn etwas passiert war. Also gab es bestimmt auch �fters uneheliche Schwangerschaften und die Anerkennung von Kindern, die nicht die leiblichen waren.
Durchschnittlich in jeder 5ten Generation bedeutet ja mengenm�ssig nur wenige Prozente von Br�chen. Ein Bruch bewirkt jedoch, dass der gesamte aufsteigende Ahnen-Teilbaum nicht blutsverwandt ist. Ein tats�chlicher Bruch ist genetisch gesehen gleichbedeutend mit einer fehlerhaften Identifikation eines Ahnen. Beide Faktoren wirken additiv und erkl�ren so die diesbez�glich relativ hohe Unstimmigkeit in genealogischen B�umen. Die normale genealogische Methode des Verwandtschaftnachweises mittels Bezeugungen ist eine indirekte und damit nicht geeignet einen genetischen Nachweis zu f�hren.
Einzelfehler verf�lschen aber keinesfalls das gesamte Bild und wenn man seinen Stammbaum �ber viele Generationen relativ gleichm�ssig entfalten konnte, ergeben sich in den Generationen quer �ber die Linien hinweg manchmal erstaunliche Muster von Konformit�t (Beruf, Talente etc.) die man nur entlang einzelner Linien erwarten w�rde. Linien , die sich gar nicht kannten und nicht in der gleichen Gegend lebten aber gleiche Pr�gung aufweisen (Berufe, Talente) vereinigen sich auf "geisterhafte Weise", offensichtlich wider jeden reinen Zufall!
Solche vollst�ndigen Genealogien sind also soziologisch sehr interessant, geben mir aber auch einen Bezug zum Basispotential der jetzt noch lebenden Familie(n) - also haben sich eher k�nstlerische, eher kaufm�nnische oder technische F�higkeiten in dem "Genpool" angeh�uft. Von wem ich als Individuum welche F�higkeiten mitbekam, kann manchmal die genauere Kenntnis der j�ngeren Ahnen aufkl�ren.

In diesem Sinne ist und bleibt Genealogie ein spannendes Feld.

Mit freundlichem Gruss

Manfred Schlang

-----Urspr�ngliche Nachricht-----