AW: Wrangelsburg

Hallo Matthias,

Mir ist eine Familie von Kameke bekannt, auf Gut Grabau nähe Bad Oldesloe / Hamburg. Diese hatten lange Zeit einen landwirtschaftlichen Betrieb und züchten mittlerweile Pferde (Araber). Soweit mir bekannt, beschäftigen sie sich auch ein wenig mit der Familiengeschichte. Anbei ein Auszug aus dem Internet:

www.gut-grabau.de
Pferde auf Gut Grabau gab es in größerer Anzahl erstmalig im III.Reich, als die Wehrmacht 1936 das Remontedepot in Grabau einrichtete. Nicht nur für das Militär wurde hier ausgebildet, auch Prof. Bernhard Grzimek ließ in dieser Zeit für seine Verhaltensforschung Rangordnungsversuche in den Pferdeherden auf Gut Grabau laufen.
1942 begleitete Rittmeister Clemens von Nagel das Ostpreußische Trakehner-Gestüt Racot nach Grabau, das bis 1947 unter dem Befehl eines polnischen Oberst stand.
Nach einer pferdelosen Zeit brachte 20 Jahre später Dobimar von Kameke, der den Betrieb 1965 von der Landgesellschaft erwarb, wieder Pferde nach Grabau. Als erfolgreicher Züchter von Norwegern wandte er sein Interesse nun dem Arabischen Pferd zu und begann eines der ersten Vollblut-Araber Gestüte der Bundesrepublik nach dem zweiten Weltkrieg aufzubauen. Nach seinem Tod 1985 führte seine Frau Gabriele den landwirtschaftlichen Betrieb und das Gestüt noch 10 Jahre weiter bis es 1995 von Dr. Kartz v. Kameke übernommen wurde.
Seine Frau Bettina v. Kameke wandelte den reinen Gestütsbetrieb in einen erfolgreichen Pferde-Pensionsstall um und leitet heute einen Betrieb mit 30-40 Pensionspferden und 20-30 Arabischen Vollblütern. Das Gestüt erfuhr eine starke Selektion und gleichzeitig Ergänzung mit rein ägyptischen Blutlinien. Importe aus den USA und Israel bereichern den Bestand heute und haben zur züchterischen Verbesserung beigetragen.

Freundliche Grüße
Kirsten Wegner