AW: PUSCH/Günter Teichmann

Es sind mein Ur-Gro�vater und seine Kinder.
Sollten wir doch noch verwandt sein?

Herzliche Gr��e aus M�nster
G�nter
(*1939 in Merzdorf im Riesengebirge, Kreis Landeshut)

Hallo G�nter,

...noch nicht lieber G�nter - aber was nicht ist, kann durchaus noch werden
:wink:

Ich hatte Dir ja schon mal gesagt, da� ich glaube, da� viele von uns den
Denkfehler machen und die Mobilit�t unserer Vorfahren gedanklich viel zu
sehr einschr�nken. So ohne Auto und Flieger... das kann man sich heutzutage
gar nicht mehr richtig vorstellen.

Bei mir verdichtet sich immer mehr die Vermutung, da� irgendeiner meiner
Klimpel und/oder Pusch vorfahren sich Frau, Kind und sonstige Habe
geschnappt hat - und ein paar Kilometer zwischen sich und die Restsippe
gelegt hat... fragt sich nur noch wann - und damit in welcher Generation -
das war*l�chel*

Deshalb mal meine Frage an alle "Listigen":
Gibt es in der Geschichte irgendwas, das z.B. darauf hinweisen w�rde, da� zu
einem bestimmten Zeitpunkt relativ viel Fluktuation im Gebiet um Breslau und
auch im Eulengebirge stattfand? Z.B. wegen verschlechterter
Lebensbedingungen, politisch oder kirchlich motiviert oder sonst was?
Oder gibt es in der Geschichte etwas, das es zu einem bestimmten Zeitpunkt
besonders attraktiv machte, in den Kreis Guhrau/Herrnstadt zu gehen?

Und auch in Anlehnung an die Diskussion vor ein paar Wochen
("Erlebnisgeneration - Flucht und Vertreibung") hab ich eine Bitte an die
Historiker unter uns: es stimmt leider - Geschichtswissen ist meistens
leider durch die herrschende Politik gepr�gt. Meine Mutter (Jahrgang 1928)
hat ihre Schulzeit im Nationalsozialismus erlebt und ihre Interpretationen
zu geschichtlichen Ereignissen sind teilweise ganz anders als meine
(Jahrgang 1965), die ich meinen Geschichtsuntericht an der Schule ab Mitte
der 70iger Jahre erlebte. Mein 8j�hriger Sohn interessiert sich wahnsinnig
f�r den I. und II. Weltkrieg (... noch kein Geschichtsunterricht an der
Schule sondern blanke Neugierde...) und ich stelle immer wieder verbl�fft
fest, da� er durch seine noch "unbeeinflusste" kindliche Logik
geschichtliche "Fakten" ganz anders hinterfragt... und ich mich anschlie�end
oft frage, warum ich das so vorher nie hinterfragt habe :wink:

Deshalb meine Bitte an die Fachleute unter uns - ich w�rde mich wahnsinnig
dar�ber freuen, wenn unsere Historiker zwischendurch die Rahmenbedingungen
in den einzelnen Landstrichen beleuchten k�nnten. Oder B�cher dazu empfehlen
k�nnten. Wir alle haben eine Beziehung zu Schlesien und ein gro�es Interesse
daran. Die schlesische Geschichte beschr�nkt sich ja schlie�lich nicht auf
das letzte Jahrhundert. Und auch nicht nur aus den "gro�en geschichtlichen
Eckdaten"... vielleicht k�nnen wir sie bewahren. Indem wir das Wissen an
unsere Kinder und Enkelkinder weitergeben. Die "weichen Daten"...
Hintergr�nde zu Auswanderungswellen u.�. ...

Ein sch�nes Wochenende w�nscht allen
Biggi
... auf der Suche nach KLIMPEL, PUSCH, BAUDE, TAMM, HAMANN, GEPPERT, ACHE...
und in Rohnstock/Jauer auch noch nach dem Allerweltsnamen SCHMIDT

Hallo Biggi,

dazu habe ich etwas in meiner Sammlung:

Kaczmarek und andere polnische und polnischsprachige Zuwanderer im
Ruhrgebiet 1875 - heute
http://www.boehm-chronik.com/deutschpolnisch/kaczmarek.htm

Polen und Masuren ziehen ins Revier: um 1880
http://www.boehm-chronik.com/deutschpolnisch/polenundmasuren.htm

Handelswege in Niederschlesien
http://www.boehm-chronik.com/forschung/handelswege.htm

Herzliche Gr�sse aus Upstate New York,
Guenter Boehm (*1939 Friedland, Kreis Waldenburg in Schlesien)