Hallo Jürgen,
Hans Fritzche ist "uff nachvolgendes urtheil mit dem strange vom leben zum
todte gerichtet worden, den 14.ten junii 1583."
Die kurfürstlichen Schöffen zu Leipzig sprachen dieses Urteil über ihn, für
die Diebstahl zweier Sterbekittel,
eines Bettzeuges,
einem Leinenvorhang,
drei Hemden,
einem Rock aus Mechelner Tuche,
einer Axt und
einer Frauenhaube
des Müllers Andres Koppen aus Merschwitz bei Pretzsch.
Von Clement Jenicken aus Sackwitz bei Pretzsch einen Ochsen,
von Thomas Klixen aus Moschwig bei Pretzsch ein Pferd
und drei Wochen zuvor schon einmal ein Pferd von der Weide bei Laubitz.
Schönen Tag noch
Diana
Guten Morgen, werte Mitstreiter,
ich habe aus dem KB 06925 L�ben einen Fall, wo um etwa die gleiche Zeit ein
Junge, (wir w�rden heute wohl sagen, ein Minderj�hriger), den Dorfkrug
angez�ndet hatte und gerichtlich zur Verantwortung gezogen wurde. Wie mag er
bestraft worden sein?
Das f�hrt zu meiner Frage:
Wer wei� etwas, wo f�r den Raum des sogenannten Kurkreises (Wittenberg,
Torgau, Herzberg/Elster) �hnliche Unterlagen wie das hier zitierte
"Blutbuch" zu finden sein m�gen?
Wenn f�r in Pretzsch und Umgebung begangene Verbrechen die "kurf�rstlichen
Sch�ppen zu Leipzig" zust�ndig waren, k�nnten sie es vielleicht auch f�r das
nicht allzuwiet entfernte Jessen, Prettin, Annaburg, Schweinitz, Torgau usw.
gewesen sein.
Wer hat Ahnung, ob sich dazu etwas in welchem Leipziger Archiv befindet?
Freundliche Gr��e
J�rgen Wagner
Danke f�r die rasche Antwort, Diane! Das war ja ein ganz schlimmer
(Lang)Finger! Ist die Schreibweise wirklich FRITZCHE, oder fehlt da ein "S"?
Wei� man, woher Hans FRITZCHE stammte?
Viele Gr��e und schon mal ein sch�nes Wochenende!
J�rgen