Hallo Herr Wolf,
vielen Dank. Eine Frage hätte ich noch... was bedeutet der Begriff "Pfründner"? Meine Ururgroßmutter ist 79-jährig im Jahre 1914 im Heilig-Geist-Spital verstorben.
MfG
Martin Sill
Hallo Herr Wolf,
vielen Dank. Eine Frage hätte ich noch... was bedeutet der Begriff "Pfründner"? Meine Ururgroßmutter ist 79-jährig im Jahre 1914 im Heilig-Geist-Spital verstorben.
MfG
Martin Sill
Guten Freitag Herr Sill,
das habe ich gefunden:
(1) Pfr�nde
[von mittellateinisch praebenda "Unterhalt"] (Benefizium), nach fr�herem
katholischen Kirchenrecht ein Kirchenamt, das mit einer Verm�gensausstattung
(Land, Geldverm�gen u.a.) verbunden war, deren Ertr�ge zum Unterhalt des
Amtsinhabers (Pfr�ndner, Benefiziat) bestimmt waren.
(c) 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus
(2) Pfr�nde in >Der neue Brockhaus (1941)<:
.... 2.) Insasse eines Altersheims oder Armenhauses.
(3) Heilig-Gelst-Spital-Stiftung in >N�rnberger Stadtlexikon<:
Die H. ging hervor aus der 1339 von Konrad Gro� zur Gr�ndung des
Heilig-Geist-Spitals eingebrachten Verm�gensmasse und ihrer sp�teren Mehrung
durch zahlreiche Zustiftungen (so u.a. 1753 das Erbe der Rieter). 1525 wurde
die H. zun�chst in das Verm�gen des Stadtalmosenamts �berf�hrt, dann aber
als Spitalamt verselbst�ndigt und 1596 mit dem Verm�gen des ehem.
Katharinenklosters verbunden. 1801 wurde die Gro�'sche Stiftung mit den
beiden Zw�lfbr�derhausstiftungen, dem Heilig-Kreuz-Hospiz und den vier 4
Siechkobeln zusammengelegt, 1806/08 kam noch das Verm�gen des aufgel�sten
Elisabethspitals hinzu. 1817/18 rekommunalisiert, wurde die H. als Teil der
N. Vereinigten Wohlt�tigkeitsstiftungen von einer eigenen
Magistratskommission verwaltet (bis 1945 Stiftungsamt, dann Abteilung des
Haushaltamts, heute der Stadtk�mmerei).Trotz gewaltiger Einbu�en durch die
Inflation 1923 und die W�hrungsreform 1948 ist die H. bis heute die reichste
N. Stiftung mit einem Bruttoverm�gen von ca. 40 Mio. DM. Neben den
Spitalgeb�uden geh�ren der H. die Mauthalle, einige H�user in Langwasser
sowie �ber 500 ha Wald bei Schnaittach und Kalbensteinberg.
Quellen: StadtAN A 1; D 2; C 50.
Literatur: Diefenbacher, M., 650 Jahre Hospital zum Heiligen Geist, N 1989,
116 - 118. MD
Also, Ihre UrAhnin war als Pfr�ndnerin entweder REICH oder ARM!!
Beste Gr��e und Forschergl�ck
Georg Wolf