AW: AW: Vorfahren von PER(T)ZEL und SCHWARZ aus STREHLEN und Umgebung

In einer eMail vom 01.09.01 10:02:33 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
Heike.Pertzel@DATA5.de:

Seit wann gibt es die Brezel und damit deren Bäcker eigentlich?

Hallo Heike,
mindestens seit dem Mittelalter. Sie ist ein einigermaßen kompaktes (nicht
gleich zerbrechendes) und mit wenig Heizmaterial herzustellendes Gebäck, das
man, an einer Schnur befestigt, auch ambulant auf dem Markt und anderswo
verkaufen konnte, und das sich, an einer Schnur um den Hals getragen,
hervorragend als Wegzehrung eignete. Brezelbäcker gehörten in der Regel
keiner Zunft an und besaßen deshalb auch keine Marktstände. Im Bergischen
Land gab es beim Schloss Burg (heute zu Solingen gehörig) die bekanntesten
Brezelbäcker, die ihre Ware im Rückenkorb von Tür zu Tür verkauften.
Vergleichbare ambulante Backwaren sind übrigens die ostjüdischen Beïgel
(anerikanisch bagel), die amerikanischen Donuts (für dough nuts - taube
Nüsse) und die Berliner "Kameruner", deren Vorbild tatsächlich in der
ehemaligen deutschen Kolonie als Wegzehrung diente.

Grüße aus Hilden,
Günther Böhm