Auskünfte und Gebühren polnischer Standesämter

Liebe Listenteilnehmer,

mit einem Riesenschrecken habe ich kürzlich Post von der Polnischen Botschaft in Berlin erhalten. Auf eine in Deutsch bzw. Englisch verfasste Anfrage möglicher Kosten für eine Urkunde erhielt ich gleich eine "saftige" Rechnung: 30 Euro konsularische Gebühren und 6 Euro Porto. Das warf mich denn dann doch um. Ich wollte nach Euren Erfahrungswerten fragen. Ich hatte - ganz zeitgemäß - die Anfrage per mail gestartet und erhielt auch Antwort - fast verständlich: in der Amtssprache Polnisch. Die erste Hürde war auch die schwerste. Nur wenige Tage später folgte aber besagte Rechnung. Nun würde mich interessieren, ob die Recherche vor Ort - in diesem Fall handelte es sich um das Deutsche Archiv des Standesamtes Breslau - ebenso teuer ist. Ich hatte für zwei andere Dokumente die entsprechenden Registrier-Nummern und Jahre mitgeliefert. Fast ein wenig ärgerlich war ich über das Deutsche Generalkonsulat. Eine freundlich formulierte Bitte um Hilfe (man hätte ja auch Übers
etzer nennen können) blieb mit beigefügter attachment-Datei an die offiziell und nach außen bekannte mail-Adresse ebenso unbeantwortet, wie die Anfrage über das Suchformular. Ich hatte mir die Recherche wahrhaft einfacher vorgestellt. Zum Gegenbeispiel: die Universitätsbibliothek antwortete sogar auf Deutsch und sehr freundlich, das Staatsarchiv zwar auf Polnisch, aber da es um Daten ging waren die sehr gut lesbar - und die Zusammenstellung sogar kostenfrei. Drei Beispiele in einer Stadt...

Beste Grüße

Hartmut

Hallo Hartmut,

ich hatte bislang nur mit polnischen Archiven zu tun, nicht mit Standesämtern. Die Archive habe ich jeweils auf Polnisch angeschrieben und bekam auch rasch Antwort auf Polnisch. Die Kosten für die übersandten Unterlagen lagen, je nach Menge der Kopien, zwischen 0,50 und 10 Euro.
Mir ist nicht ganz ersichtlich, warum Du die Polnische Botschaft involviert hast?

MfG, Sara (Graben).

Guten Abend,
ich kann Hartmuts Erfahrung bestätigen. 2009 habe ich vom Standesamt Baborow
(Bauerwitz in OSL) 3 Urkunden von 1917, 1924 und 1941 angefordert und diese
wurden ebenfalls mit 30 Euro pro Stück berechnet. Dies musste in bar im
polnischen Konsulat bezahlt werden und danach bekam ich die Kopien
ausgehändigt. Das war aber auch das teuerste was mir bisher untergekommen
ist.
Die polischen Archive sind meiner Erfahrung nach viel preiswerter. Die
standesamtlichen Unterlagen, die jünger als 100 Jahre sind, lagern
allerdings bei den örtlichen Standesämtern und werden erst nach und nach an
die Archive abgegeben. Wenn man also eine solch vergleichsweise "junge"
Urkunde sucht, dann muss man sich an die Standesämter wenden und (leider)
mit solchen Preisen rechnen.
Viele Grüße,
Peter (Meiske)

Die Praxis in den polnischen Standesämtern ist offensichtlich nicht
einheitlich geregelt.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen einer Kopie aus den deutschen
Standesamtregistern und einer Beurkundung.

Die Beurkundung ist unumgänglich bei Abstammungsnachweisen und Erbscheinen
zur Vorlage bei deutschen Behörden (Amtsgerichten).
Sie ist nach meiner Information ausschließlich über die polnische Botschaft
zu den bekannten hohen Gebühren zu erlangen und bedarf der Beantragung in
Schriftform.

Vielfach wurden die deutschen Angaben auf polnische Formulare übertragen,
die heutigen polnischen Ortsnamen verwandt und in einigen Fällen auch die
deutschen Namen der polnischen Grammatik unterworfen.

Nicht alle Angaben werden konsequent übertragen, zudem gibt es Lese- und
Übertragungsfehler.

Eine unbeglaubigte Kopie aus den deutschen Standesamtregistern genügt
vielfach der Familienforschung, ja ist nach meiner Erfahrung zu
favorisieren.

Zumal Namen und Schreibweisen unverfälscht sind, auch Zeugen aufgeführt,
und Anschriften genannt werden.

Zudem werden gelegentlich für die Genealogie wichtige Randvermerke deutlich.
Kopien sind für wenige Zloty besonders günstig bei Besuchen vor Ort zu
erlangen.

           Kurt-Michael Beckert

        Archiv Stadt und Kreis Lauban
     D-38154 Königslutter, Kiefelhorn 13
     Tel. 05353 - 4000 Fax. 05353 - 8272
              Mail. lubania@t-online.de
             www.Archiv-Lauban.de

Grunds�tzlich ist zu unterscheiden zwischen einer Kopie aus den deutschen
Standesamtregistern und einer Beurkundung.

Eine unbeglaubigte Kopie aus den deutschen Standesamtregistern gen�gt
vielfach der Familienforschung, ja ist nach meiner Erfahrung zu
favorisieren.

Liebe Listenmitglieder,

da ich ebenfalls Kopien aus Niederschlesischen Standes�mtern ben�tige, wer k�nnte denn folgendes f�r mich �bersetzen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich ben�tige bitte f�r meine Familienforschung eine unbeglaubigte FotoKopie aus den deutschen Standesamtsregistern zu folgender/en Person/en:

Bitte senden Sie mir die Rechnung/ die Kopien an:

Mit freundlichen Gr��en

Hallo Danny:

da ich ebenfalls Kopien aus Niederschlesischen Standes�mtern ben�tige, wer k�nnte denn folgendes f�r mich �bersetzen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich ben�tige bitte f�r meine Familienforschung eine unbeglaubigte FotoKopie aus den deutschen Standesamtsregistern zu folgender/en Person/en:

Bitte senden Sie mir die Rechnung/ die Kopien an:

Beachte die Hinweise zur Bestellung von Urkunden in Schlesien:

                 urkundenbestellung.html

Eine �bersetzung an ein schlesisches Staatsarchiv ist NICHT n�tig!

Mit freundlichen Gr��en
Claus (Christoph)

Eine �bersetzung an ein schlesisches Staatsarchiv ist NICHT n�tig!

Mit freundlichen Gr��en
Claus (Christoph)

Hallo Claus,

vielen Dank f�r die Antwort.

Darf man mal Fragen, wieso die alle "Deutsch" lesen und verstehen k�nnen?

Mit freundlichen Gr��en
Danny

Hallo Danny,
in Polen kann man ganz normal Deutsch in der Schule wählen.
Als ich im Staatsarchiv Liegnitz war, ist auch ein Mitarbeiter anwesend
gewesen, der die deutsche Sprache beherschte. Es ist meiner Meinung ja auch
wichtig, wenn man viele deutsche Dokumente gelagert hat.
In Deutschland können auch viele Bürger Englisch oder Französisch.
Viele Grüße,
Denis

Darf man mal Fragen, wieso die alle "Deutsch" lesen und verstehen

können?

Hallo Danny:

Eine �bersetzung an ein schlesisches Staatsarchiv ist NICHT n�tig!

Darf man mal Fragen, wieso die alle "Deutsch" lesen und verstehen k�nnen?

Weil mit Flei� ALLES zu lernen ist! ;-))

Mit freundlichen Gr��en
Claus (Christoph)

Hallo Schlesier,

Denis schreibt:

Hallo Danny,
in Polen kann man ganz normal Deutsch in der Schule w�hlen.

In meinem Geburtsort W�stewaltersdorf Kreis Waldenburg (ca. 3.000 Einwohner) wurde bis 2007 Deutsch an der Grundschule unterrichtet. Eine polnische Bekannte war dort als Deutschlehrerin t�tig. Sie hat jetzt die Arbeit verloren, weil Deutsch nicht mehr unterrichtet wird. Wie bei uns, Englisch spielt die Hauptrolle.

Gr��e aus Leipzig
Wolfgang Leistritz

www.wolfgang-leistritz.de
(pers�nliche Seite)
www.spezialbaukombinat-magdeburg.com
(Betriebsgeschichte)
http://home.arcor.de/eulengebirge/
(Menschen in Schlesien)
http://picasaweb.google.com/leistritz.leipzig/
(Bilder aus Schlesien)