Liebe Listenleser und -leserinnen,
in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Oberland" Heft 1/2021 habe ich
einen Artikel über die Entstehung und Vergabeweise der Hofheiligennamen
wie St. Petrus, St. Andreas oder S. Mathäus im Gebiet des Klosters
Weingarten veröffentlicht.
Viele Ahnenforscher fragen sich bestimmt, wie dieser Heiligenname gerade
zu diesem Hof kam?
Nicht nur dieser Frage gehe ich nach, sondern vorallem auch, warum die
Hofheiligen überhaupt eingeführt wurden. Dabei ist sogar eine kleine
Tendenz herausgekommen. Zur Ahnenforschung selber ist hier allerdings
nicht viel zu erwarten.
Das Heft kostet nur ein paar Euro und ist beim Kulturbetrieb im
Landratsamt Ravensburg unter der Telefonnummer 0751 / 85-9510
bestellbar. Keine Sorge, ich erhallte keine Verkaufsprovision, ich
möchte nur diesen Aufsatz etwas bekannter machen. Bei Bedarf darf man
das gerne auch in andere Mailinglisten weiterleiten.
https://www.rv.de/Politik+_+Verwaltung/Landratsamt/Kulturmagazin+_Oberland_
Viele Grüße,
Daniel (Oswald)
Lieber Daniel,
dieser Geschichte wollte ich auch schon immer mal nachgehen, zumal unser Hof im Schlier-Buch von Pater Columban Buhl OSB zu diesem Thema nicht vorkam. Dies obwohl er zum Klosteramt Schlier gehörte, aber halt nicht immer. Da freu ich mich echt drauf, was Du zu diesem Thema gefunden hast.
Es sind sogar zwei, Frau und Mann, Mutter und Sohn, richtige Oberheilige! In meiner Zeit mind. zweimal (1955 und ca. 2005) restauriert.
Eine Provision würd ich Dir gerne gönnen. Aber Helmut freut sich sicher auch ...
VG Franz Xaver
Hallo Daniel,
danke für den Hinweis. Das Heft hätte ich gerne und hoffe, dass ich nach
Ostern noch eins bekomme. - Wie ist es denn eigentlich mit den Heften vom
Bauernhausmuseum Wolfegg? Muss man die auch abonnieren? Die finde ich immer
interessant, aber ich komme so selten hin.
Viele Grüße und frohe Ostern
Monika
Hallo Josef,
danke für den Link. Dieser Aufsatz geht halt eher auf die zur Zeit des
Aufsatzes noch bestehenden Holzfiguren der Heiligen ein. Meiner ist
etwas mehr tiefgründiger: Warum, wieso, Hintergründe etc.
Viele Grüße
Daniel
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
lieber Daniel,
ich kann Euch diesen Beitrag nur empfehlen. Ein wichtiges und interessantes
Thema unserer näheren Heimatgeschichte. Ich bin total begeistert. Großes Lob
an Daniel!
N. B.
In meiner Heimatgemeinde = Pfarrei Unterschwarzach gibt es doch tatsächlich
auch weibliche Heilige als Hofnamen (vulgo).
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Merk, Biberach/Riss
Hallo liebe ListenteilnehmerInnen,
schicke die PDF "Volkstümliche Kunst an ländlichen Häusern ...." bzgl. der
Hausheiligen weiter. Der kürzlich eingefügte Link führte nicht zum Ziel. So
müßte es klappen.
Beste Ostergrüße
Josef Kloker
Hallo Daniel,
Du hast in Deinem Aufsatz zu den Hofheiligennamen vorallem das "Zuständigkeitsgebiet" des Klosters Weingarten zu Altdorf untersucht. Bestimmt interessant wäre doch nun, diese Untersuchung auszuweiten auf die in Oberschwaben so zahlreichen Standesherrschaften, im Kreis Ravensburg besonders die Waldburgischen Herrschaften (Wolfegg, Waldsee, Zeil, Wurzach u.a.). In der nachmaligen Gemeinde Diepoldshofen (ehedem Waldburg-Zeil), wo die Vereinödung (heute: Flurbereinigung) erst in den 1840er Jahren stattfand, gibt es tolle Dokumente schön nach Hofgütern geordnet - und die Hofgüter sind alle mit ihrem Hofheiligennamen benannt. Wäre nun herauszufinden, nach welchem Raster oder Kriterien dort die Namen vergaben wurden. Überhaupt könnte die Vereinödungsakten hier bestens Auskunft geben, da die Vereinödung in etwa in der Zeit einsetzte, als auch Hofheiligennamen vergeben wurden. Als "Abfallprodukt" könnte man bei diesen Recherchen nach den Hofheiligennamen vielleicht auch die in der einheimischen Bevölkerung üblicherweise gebräuchlichen Hofnamen eventuell herausbekommen, die oft so gar nix mit den Hofheiligen zu tun haben - oder vielleicht doch?
Österliche Grüße, Rudolf
-----Original-Nachricht-----
Hallo Rudolf,
erste Ansätze zu Deiner Fragestellung bringe ich bereits in dem Artikel zu den Hofheiligen. Stichprobenartig habe ich die Einführungsjahre der Hofheiligen von anderen Herrschaften (auch Waldburg, Wolfegg) tabellarisch dargestellt und dies im Kontext des Klosters Weingarten herangezogen. Aus der ganzen Arbeit hat sich am Ende eine ganz andere Fragestellung herausgestellt, wie ursprünglich herangezogen wurde und ich musste den Artikel entsprechend anpassen. Aber vielmehr möchte ich dazu nicht verraten
Hätte ich den Umfang in dem Heft gehabt, dann hätte das auch durchaus zu einer Dissertation ausufern können, ohne übertreiben zu wollen
Das war aber keineswegs das Ziel
Und dann kamen eh die Archivschließungen dazwischen.
Viele Grüße
Hallo Daniel,
Du hast in Deinem Aufsatz zu den Hofheiligennamen vorallem das "Zuständigkeitsgebiet" des Klosters Weingarten zu Altdorf untersucht. Bestimmt interessant wäre doch nun, diese Untersuchung auszuweiten auf die
in Oberschwaben so zahlreichen Standesherrschaften, im Kreis Ravensburg besonders die Waldburgischen Herrschaften (Wolfegg, Waldsee, Zeil, Wurzach u.a.). In der nachmaligen Gemeinde Diepoldshofen (ehedem Waldburg-Zeil), wo die Vereinödung (heute: Flurbereinigung) erst in den 1840er Jahren stattfand, gibt es tolle Dokumente schön nach Hofgütern geordnet - und die Hofgüter sind alle mit ihrem Hofheiligennamen benannt. Wäre nun herauszufinden, nach welchem Raster oder Kriterien dort die Namen vergaben wurden. Überhaupt könnte die Vereinödungsakten hier bestens Auskunft geben, da die Vereinödung in etwa in der Zeit einsetzte, als auch Hofheiligennamen vergeben wurden. Als "Abfallprodukt" könnte man bei diesen Recherchen nach den Hofheiligennamen vielleicht auch die in der einheimischen Bevölkerung üblicherweise gebräuchlichen Hofnamen eventuell herausbekommen, die oft so gar nix mit den Hofheiligen zu tun haben - oder vielleicht doch?
Österliche Grüße, Rudolf
Hallo,
zu den Hausheiligen gibt es einen Beitrag im Netz:
J25H1S84.pdf (gfh-biberach.de)
Beste Ostergrüße
Josef Kloker