Hallo Peter,
müssten die Leute bei der Waffen - SS keinen Areirnachweiß bringen ?
ja, aber bitte versprich dir nicht zu viel vom Bundesarchiv. Mein Großvater
war auch bei der Waffen-SS - so etwa ab 42, und sie hatten nichts, außer dass
er eben dort war. Schon gar keine Ahnennachweise - sehr zu meinen Leidwesen.
Der Grund ? Es soll drei Gründe geben - Kriegsverluste, gerade bei ehemaligen
Ostpreußen (möglich in meinem Fall), da die Akten damals wohl dezentral
gelagert wurden; ein schwunghafter Handel mit den Akten als sich das Archiv noch
unter Herrschaft der US-Army standen; oder eben weil die letzten Kriegsjahre
schon keine Ahnennachweise mehr verlangt wurden (auch ein möglicher Grund in
meinem Fall, auch wenn ich mich erinnern zu glaube, dass meine Großmutter
erzählte mein Großvater mußte einen abliefern, gab diesen aber später seinen
Bruder).
Die Wartezeit ist übrigens unterschiedlich. Ich mußte dreimal anfragen in
den letzten 10 Jahren, bei den ersten beiden Anfragen bekam ich recht bald die
Auskunft das ich später nochmal anfragen solle, da die gewünschten Unterlagen
gerade nicht zugänglich seien (war etwas umständlicher verklauselt), Meine
letzte Anfrage letztes Jahr brauchte dafür kaum 2 Monate, dann bekam ich
endlich meine Auskunft ... brachte mich aber auch nicht weiter, war kaum mehr als
ich bereits wußte und auch nichts zu irgendwelchen Ahnen, nicht mal die
Eltern waren aufgeführt. Ein Bekannter bekam sogar innerhalb eines Monats Auskunft
- ein Ahnennachweis war aber auch hier nicht mit anbei, dafür aber
wenigstens einiges zur Militärlaufbahn.
Übrigens, nicht viel besser das Archiv für die NSDAP-Akten, die hatten außer
einer einzigen Karteikarte zur Aufnahme nichts weiter - geschweige den
irgendwas zu den Ahnen !
Die Anfragen können übrigens online gestellt werden, man bekommt dann aber
ein Schriftstück zugesandt was man nochmal ausfüllen und unterschreiben muß.
Grüße Steffan