Archiv - ungesendete Abschiedsbriefe von zum Tode Verurteilten

TL;DR

Stadelheim‑Gefängnis beherbergt 844 Akten mit ungesendeten Abschiedsbriefen von zum Tode Verurteilten, die tieferes Leid, systematische Willkür und generationsübergreifende Auswirkungen der NS-Herrschaft belegen .

Key Takeaways

  • Archivbestand: Das Staatsarchiv München besitzt 844 Akten mit Briefen von Gefangenen, die meist nie ihren Angehörigen zugestellt wurden .
  • Ungenügende Zustellung: NS‑Staatsanwälte entschieden, welche Briefe zugestellt wurden, was die Familien weiter belastet .
  • Fallbeispiel: Der Brief von Lorenz Frühschütz an seine schwangere Freundin, in dem er auch kritische Anmerkungen zur NS‑Politik machte, blieb unzugestellt .
  • Historische Bedeutung: Historiker Alexander Korb und Archivleiter Julian Holzapfl betonen die anhaltende psychische Belastung und das Versäumnis, die Hinterbliebenen zu informieren .
  • Ressourcenmangel: Trotz des Wunsches, die Nachfahren zu kontaktieren, fehlt es den Archiven an Ressourcen, um dies umfassend zu realisieren .

Sources: