Archiv besuch wf

Liebe Forscherinnen und Forscher,

gestern haben wir Genealogen aus Braunschweig das Staatsarchiv in Wolfenbüttel besichtigt.

Die Führung im Archiv war außergewöhnlich interessant, auch für die unter uns. Höhepunkt war natürlich die Besichtigung der Schatzkammer.

Eine Unterlage die für diesen Kreis von Interesse sein könnte ist:

Bestellnummer Signatur Archiv Titel Laufzeitbeginn Laufzeitende
94 N Nr. 660 Staatsarchiv Wolfenbüttel Ausländer- (DP-) Lager Mariental-Horst.- Personalsachen: Allgemeines und Einzelfälle . .1950 . .1963

Hier sind alle Personen aufgelistet, die aus Schlesien durch das Lager gingen.

Mit freundlichen Grüßen aus der Region Braunschweig

Hans-Hermann (Goebel)

www.goebelonline.de

"Am Ortseingang der Gemeinde Mariental im Kreis Helmstedt befindet sich ein seltenes Denkmal. Am Ende eines sich verjüngenden Gleises steht ein großer runder schwarzer Stein, einem Eisenbahnrad nachempfunden. Er trägt die Inschriften Nie wieder Gewalt, Vertreibung und Unrecht" - Einigkeit, Recht und Freiheit sind unsere Zukunft". Auf den Gleisschwellen stehen - stellvertretend auch für andere - die Namen ostdeutscher Städte: Hirschberg, Königsberg, Sorau/Schl., Kohlfurt, Kolberg, Breslau, Wohlau, Stettin, Danzig und Oels. Auf den Gleisen sollen Begriffe wie einerseits Krieg, Angst, Unterdrückung, Leid, Hunger, Vertreibung an die Vergangenheit erinnern und andererseits Frieden, Glaube, Zuversicht. Hoffnung und Freiheit eine neue Zukunft beschwören. Das große Rad und der Schienenstrang symbolisieren den Transport der aus ihrer ostdeutschen Heimat vertriebenen Deutschen, ihre Herkunftsorte, ihr Leiden und ihre Hoffnung unmittelbar nach Kriegsende. Wie ist es zu dem Denkmal gekommen? Bedingt durch die Nachkriegsfluchtbewegungen wurde auf Anordnung der britischen Militärregierung im November 1945 in unmittelbarer Nähe der sowjetischen und der britischen Besatzungszone das Flüchtlingslager Mariental als Durchgangslager in vorhandenen Baracken errichtet. Zunächst wurden dort im Zuge der so genannten Aktion Honigbiene" Transporte mit Personen zusammengestellt, die während des Krieges in der dann sowjetisch besetzten Zone Aufnahme gefunden hatten und die zurück in ihre westlich gelegenen Heimatorte wollten. Innerhalb eines Vierteljahres waren das in den Wintermonaten 1945/46 weit über 100.000 Menschen. Ab Februar 1946 war es ein reines Vertriebenenlager. Dort kamen fast ausschließlich Transporte unter dem Decknamen Schwalbe" (swallow) an. Es waren die Vertriebenentransporte aus Schlesien, Viehwaggons, die mit ihrer Menschenfracht nach tagelanger, mit unmenschlichen Strapazen verbundener Fahrt eintrafen. Die Transporte bestanden meist aus 55 Waggons mit insgesamt 1.700 bis 2.000 Vertriebenen. Im Lager wurden sie registriert, mit DDT entlaust, notdürftig verpflegt und, soweit nach den damaligen Umständen möglich, ärztlich versorgt. Insgesamt durchliefen nach den amtlichen Unterlagen 750 000 Personen, darunter 533 301 Vertriebene - fast alle aus Schlesien - dieses Lager¹. Einer davon war ich. 50 Jahre nach Schließung des Lagers erinnerte die Gemeinde Mariental mit einer Buchveröffentlichung von Rolf Volkmann Das Flüchtlingslager Mariental (1945 - 1947) und die Vertriebenentransporte aus Schlesien (1946 - 1947) an das vorangegangene Geschehen."

Hallo Hans-Hermann,
Deine Mail (Besuch Staatsarchiv in Wolfenb�ttel) hat mich
auf Deine Hp gebracht und von dort zum Artikel im Focus.
"Wikinger im Erbgut"

Auch wir kamen auf diese Spur bei unserer Forschung und ein Blick in das
Buch von David Dobson
SCOTS IN POLAND, RUSSIA AND THE BALTIC STATES 1550-1850,
verzeichnet 18 Vorkommen Morris und Morrison in Polen und Schlesien.
siehe dazu auch: www.forker.org
Dank Deines Artikels, sehe ich mich ermutigt diesen Weg doch mal einzuschlagen.

Mit besten Gr��en
Joachim (Forker)

Hans-Hermann Goebel schrieb: