G�nther B�hm schrieb:
Das Gefecht am Federbach und im Hirschgrund bei Rastadt war Teil des Feldzuges in Baden 1849. Das Unternehmen richtete sich gegen keinen �u�eren Feind sondern diente der Niederschlagung der "Badischen Revolution" ( Badische Revolution – Wikipedia ), an der auch Friedrich ENGELS beteiligt war (siehe www.mlwerke.de/me/me06/me06_524.htm ). Eine Schilderung des Gefechtes aus preu�ischem Blickwinkel gibt es im Band 2 des Buches "Tagebuch �ber die Ereignisse in der Pfalz und Baden im Jahre 1849 - ein Erinnerungsbuch f�r die Zeitgenossen und f�r Alle, welche Theil nahmen an der Unterdr�ckung jenes Aufstandes" von Oberst-Lieutenant a.D. Daniel STAROSTE, Potsdam 1853. Sie finden es im Volltext in der Google-Buchsuche.
Hallo Stephan,
meine Zuordnung war wohl etwas vorschnell. Dass die Urkunde vom besagten Landwehr-Bataillonskommandeur unterschrieben ist, muss nicht hei�en, dass Ihr Altgro�vater an den Gefechten des 3. Bataillons des 27. Landwehr-Regimens, teilgenommen hat, doch scheint er zum Zeitpunkt der Verleihung in Aschersleben stationiert gewesen zu sein.
Zur Denkm�nze fand sich folgendes:
"Der ersten Abtheilung des K�niglichen Hausordens ist als eine nur
einmal zu verleihende Auszeichnung eine Denkm�nze zur Belohnung f�r
diejenigen Ofsiziere, Unterofsiziere und Soldaten der Armee, so wie
f�r die Milit�r�rzte und andere Milit�rbeamten im Gefolge der
Truppen hinzugef�gt, welche in der Zeit vom l. M�rz 1848 bis zum 1.
Oktober 1849 entweder Gefechten im In- und Auslande beigewohnt oder
mindestens 14 Tage aktiv gedient, dabei Sr. Majest�t dem K�nig ihre
Treue bew�hrt und seitdem in dieser Treue und in guter Gesinnung
nicht gewankt haben, auch nicht unter der Wirkung von Ehrenstrafen
stehen. Die Denkm�nze ist von St�ckgut, sie zeigt auf der
Vorderseite den Avers des Ordenskreuzes, auf der R�ckseite die
Inschrift: �Friedrich Wilhelm 1V. seinen bis in den Tod getreuen
Kriegern. 1848. 1849. (F�r Nicht-Kombattanten f�llt diese Inschrift
fort.) Die Denkm�nze wird auf der Brust oder im Knopfloche an dem
Ordensband getragen. A. K.-O. vom 27. April 1852."
Das 1. Garderegiment zu Fu� war zwar nicht am "Badischen Krieg" beteiligt, statt dessen aber an der Niederschlagung der M�rzrevolution 1848 in Berlin.
Ich zitiere aus Friedrich Wilhelm v.VARCHMIN : Die Jahre 1848 und 1849 - Erinnerungs-Bl�tter dem Ruhme und der Ehre der Preu�ischen Armee geweiht, Berlin, Selbstverlag 1858, S.16 :
"Die militairische Macht, die sich zum Theil erst w�hrend des Kampfes verst�rkte, bestand aus
1) 2 Bataillonen des *1sten Garde-Regiments zu Fu�* 1200 Mann.
2) dem 2ten Garde-Regiment zu Fu� 1800 M.
3) dem Kaiser Alexander Grenadier-Regiment 1800 M.
4) dem Kaiser Franz Grenadier-Regiment 1800 M.
5) 1 Bataillon Garde-Reserve-Regiment 600 M.
6) 1 Bataillon Garde-Sch�tzen 400 M.
7) 2 Bataillonen des 2, Infanterie- (K�nigs-) Reg. 1000 M.
8) dem 8ten Infanterie- (Leib-) Regiment 2500 M.
9) 1 Bataillon 12, Infanterie-Regiment 1000 M.
10) dem F�silier-Bataillon 31. Infanterie-Regiment 500 M.
11) 1 Escadron Garde du Corps 150 M.
12) dem Garde-C�rassier-Regiment 500 M.
13) dem Garde-Dragoner-Regiment 500 M.
14) dem Garde-Ulanen-Regiment 500 M.
in Summa aus 14.250 M. mit 36 Gesch�tzen der Garde-Artillerie.
Zum Einsatz der Grenadiere des 1. Garde-Regiments zu Fu� am 18. M�rz 1848 in Berlin a.a.O., S.20 :
"Wahrend der Kampf in der K�nigstra�e w�thete, griffen gegen sechs
Uhr Abends die Grenadiere des 1sten Garde-Regiments die Breitestra�e
und die in ihr vor dem K�lnischen Rathhause, nach der anderen Seite
der sich hier verengenden Stra�e gelegene Barrikade an. Muthig
r�ckte das Militair vor, allein die Barrikade war so au�erordentlich
fest und regelrecht erbaut, da� es eine Thorheit gewesen w�re, um
den Preis des Besitzes dieser Stra�e ohne Weiteres Menschenleben zu
opfern. Aus diesem Grunde wurde die Barrikade durch Gesch�tze vom
Schlo�platz aus beschossen und dann von der Infanterie gest�rmt, die
nun die starkbesetzten Geb�ude, das Rathhaus und die Conditorei
d'Heureuse einnahm und s�uberte."
Gr��e vom Niederrhein,
G�nther B�hm