Hallo liebe Listenmitglieder,
hat vielleicht jemand ein schlaues Buch in dem etwas �ber alte Bezeichnungen wie
zum Beispiel das Fl�chenma� - H U F E N - und der gleichen steht.
In meiner alten Unterlagen, wie z.B. Pachtvertr�ge und Kaufvertr�ge tauchen
diese Begriffe immer wieder auf.
Im Voraus vielen Dank
Hallo liebe Listenmitglieder,
hat vielleicht jemand ein schlaues Buch in dem etwas �ber alte Bezeichnungen
wie
zum Beispiel das Fl�chenma� - H U F E N - und der gleichen steht.
In meiner alten Unterlagen, wie z.B. Pachtvertr�ge und Kaufvertr�ge tauchen
diese Begriffe immer wieder auf.
Im Voraus vielen Dank
Hermann Hosp
das bedeutet:
1 Acker = 160 Quadrat-Feldruten = 24,736 a
Die Hufe Acker hat 120 Quadrat-Feldruten = 18,552 a
1 Wald(Teich)-Acker = 160 Quadrat-Waldruten = 32,308 a
Die Waldhufe = 120 Quadrat-Waldruten = 24,231 a
Hufe (Hube), urspr. der Ackeranteil, der dem Familienoberhaupt
in der german. Zeit innerhalb der Markgenossenschaft zugewiesen
wurde, im sp�teren MA der Fl�chenanteil einer Bauernfamilie an der
gesamten Gemeindeflur (fr�nkische Hufe 37 ha, s�chsische Hufe 12 ha)
Eine Hufe war urspr�nglich ganz allgemein der Begriff f�r eine
landwirtschaftlich genutzte Fl�che, die in ihrer Gr�sse die Gewaehr bot,
eine Familie ausreichend zu ernaehren. So wurde aus der reinen Bezeichnung
in gewissen Grenzen bald ein Mass, unterschiedlich nach Landschaft und
Erfordernissen, also nicht �berall einheitlich. In Schlesien wurden
fl�mische und fr�nkische Hufen unterschieden, ohne dass durch ihren Gebrauch
immer auch auf die Herkunft der Neusiedler zu schliessen w�re. Beide
Hufenarten unterscheiden sich zunaechst durch ihre Groesse. Die fl�mische
Hufe enthielt 16,8 ha, die fr�nkische Hufe 24,2, die Flaechen verhalten sich
also wie 2:3. Die fr�nkische Hufe wiederum war die H�lfte einer K�nigshufe.
Die flaemische Hufe wurde mehr in den offenen und ebenen Gebieten Schlesiens
angewandt, wo ein besserer Ernteertrag zu erwarten war, die die fr�nkische
in den weniger fruchtbaren Wald- und Gebirgsgegenden. So ist sie die
eigentliche Wald- und Rodungshufe geworden. Ihre Groesse war lange
umstritten. Die ausserordentlich eingehende und tiefsch�rfende Untersuchung
durch H. v. Loesch brachte erst volle Klarheit. Nach ihr besitzt eine
fr�nkische Hufe die L�nge von 270 Ruten und die Breite von 12 Ruten. Die
Rute wurde zu 15 Ellen gerechnet. H.v. Loesch wies nach, dass die noch im
18. Jahrhundert zum Landmessen benutzten Masse schon in alter Zeit verwendet
wurden, so dass man mit der bekannten L�nge einer Elle von 0,576 m die alten
Masse in die heute gebraeuchlichen umrechnen kann. Somit ist die Rute 8,64 m
Lang anzunehmen, womit sich die L�nge einer fraenkischen Waldhufe zu
270x8,64 m, die Breite zu 12x8,64 = 103,7 m, folglich die Fl�che zu
2333x103,7 = 24,2 ha ergiebt.
100 Hufen sind also 24 qkm.
(Auszug aus "Werden und Wachsen v. Petersdorf i. Riesengebirge, von Curt
Liebig)