Vielleicht ist meine Frage betreffend "Ahnenpass" bereits eine zu viel zu diesem Thema; trotzdem: Wer musste oder sollte damals einen Ahnenpass erstellen? Sicherlich nicht Alle, denn bei meinen Ahnen mütterlicher- sowie väterlicherseits hat nur die Schwester meiner Mutter einen Ahnenpass gehabt. Sie war damals (etwa 1942 / 43), von Breslau aus, in Warschau, im "Generalgouvernement" eingesetzt (deutsche Besatzungsbehörde?). Vielleicht war das der Grund / die Notwendigkeit für den Ahnenpass!?
Bei meiner Frau ist es ähnlich: Ihr Vater war (etwa 1938 / 39), von München aus, nach Wien versetzt, allerdings von einem privatwirtschaftlichen Unternehmen. Wir vermuten, dass dies auch hier der Grund für die Notwendigkeit war!?
Und noch eine Zusatzfrage: Der Ahnenpass - Inhaber musste offenbar die Vorfahrenkette selbst zusammensuchen / abschreiben, aber von was? Die Standesämter konnten ja nur ab etwa 1870 behilflich sein; vorher nur die verschiedenen Kirchen. Wie konnte das bewerkstelligt werden? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Ahnenpass-Anwärter sich selbst an die verschiedenen Ämter / Kirchen wenden mussten .... Allerdings haben sie die Daten dann selbst geschrieben (von was abgeschrieben?), nicht das Standesamt; dies bestätigte dann "Richtigkeit" der Einträge. Dass dabei Fehler passieren konnten (gewollt oder auch nicht) dürfte wohl keine allzugrosse Überaschung sein ...
Vielleicht sind diese Fragen bereits beantwortete worden und ich habe sie überlesen!?
Vielleicht ist meine Frage betreffend "Ahnenpass" bereits eine zu viel zu diesem Thema; trotzdem: Wer musste oder sollte damals einen Ahnenpass erstellen? Sicherlich nicht Alle, denn bei meinen Ahnen m�tterlicher- sowie v�terlicherseits hat nur die Schwester meiner Mutter einen Ahnenpass gehabt. Sie war damals (etwa 1942 / 43), von Breslau aus, in Warschau, im "Generalgouvernement" eingesetzt (deutsche Besatzungsbeh�rde?). Vielleicht war das der Grund / die Notwendigkeit f�r den Ahnenpass!?
Bei meiner Frau ist es �hnlich: Ihr Vater war (etwa 1938 / 39), von M�nchen aus, nach Wien versetzt, allerdings von einem privatwirtschaftlichen Unternehmen. Wir vermuten, dass dies auch hier der Grund f�r die Notwendigkeit war!?
Und noch eine Zusatzfrage: Der Ahnenpass - Inhaber musste offenbar die Vorfahrenkette selbst zusammensuchen / abschreiben, aber von was? Die Standes�mter konnten ja nur ab etwa 1870 behilflich sein; vorher nur die verschiedenen Kirchen. Wie konnte das bewerkstelligt werden? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Ahnenpass-Anw�rter sich selbst an die verschiedenen �mter / Kirchen wenden mussten .... Allerdings haben sie die Daten dann selbst geschrieben (von was abgeschrieben?), nicht das Standesamt; dies best�tigte dann "Richtigkeit" der Eintr�ge. Dass dabei Fehler passieren konnten (gewollt oder auch nicht) d�rfte wohl keine allzugrosse �beraschung sein ...
Hallo Wolfgang,
in Deutschland waren und sind die "offiziellen" Kirchen berechtigt, amtliche Dokumente auszustellen und Dokumentkopien zu beglaubigen.
"Ein vollst�ndiger, vom Standesamt und/oder kirchlich beglaubigter
Ahnenpass ersetzte den andernfalls geforderten Nachweis einzelner
Geburts-, Tauf- und Trauurkunden."
Da auch ein "gesch�nter" Ahnenpass noch heute als amtliches Dokument gilt, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
In der T�rkei ist es den Staatsangeh�rigen sogar erlaubt, einmal im Leben ihr Geburtsdatum zu �ndern.
Vielleicht ist meine Frage betreffend "Ahnenpass" bereits eine zu viel zu diesem Thema; trotzdem: Wer musste oder sollte damals einen Ahnenpass erstellen? Sicherlich nicht Alle, denn bei meinen Ahnen mütterlicher- sowie väterlicherseits hat nur die Schwester meiner Mutter einen Ahnenpass gehabt. Sie war damals (etwa 1942 / 43), von Breslau aus, in Warschau, im "Generalgouvernement" eingesetzt (deutsche Besatzungsbehörde?). Vielleicht war das der Grund / die Notwendigkeit für den Ahnenpass!?
Bei meiner Frau ist es ähnlich: Ihr Vater war (etwa 1938 / 39), von München aus, nach Wien versetzt, allerdings von einem privatwirtschaftlichen Unternehmen. Wir vermuten, dass dies auch hier der Grund für die Notwendigkeit war!?
Und noch eine Zusatzfrage: Der Ahnenpass - Inhaber musste offenbar die Vorfahrenkette selbst zusammensuchen / abschreiben, aber von was? Die Standesämter konnten ja nur ab etwa 1870 behilflich sein; vorher nur die verschiedenen Kirchen. Wie konnte das bewerkstelligt werden? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Ahnenpass-Anwärter sich selbst an die verschiedenen Ämter / Kirchen wenden mussten .... Allerdings haben sie die Daten dann selbst geschrieben (von was abgeschrieben?), nicht das Standesamt; dies bestätigte dann "Richtigkeit" der Einträge. Dass dabei Fehler passieren konnten (gewollt oder auch nicht) dürfte wohl keine allzugrosse Überaschung sein ...
Vielleicht sind diese Fragen bereits beantwortete worden und ich habe sie überlesen!?
Vielen Dank,
Wolfgang Fritsch
Frankreich
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Liebe Listenfreunde,
nicht alle, aber einige Fragen zu den Arier-Pässen habe ich - nicht zuletzt mit Unterstützung aus dieser Liste, für die nochmals zu danken ist - beantworten können.
Nachzulesen in der Zeitschrift
Der Eisenbahner-Genaloge, April 2007, Seite 386-408:
"Haben Eisenbahner-Genealogen irgendetwas mit den Arier-Pässen der Nazizeit zu tun ?"
Leider habe ich keine scan-Fassung dieses Beitrags, so dass ich auf Bibliozheken verweisen muss.
Lieber Herr Wolfgang Fritsch,
diese Frage kann ich Ihnen nicht so pauschal beantworten, oder besser nicht
detailiert?
Es mußten alle einen Ahnenpaß vorlegen die im öffentlichen Dienst waren. Zum
Beispiel Mitarbeiter bei städtischen Verwaltungen, Post, Bahn, Krankenkassen,
Sparkassen usw. Aber auch wer arbeitslos war benötigte einen Ahnenpaß um
eingestellt zu werden. Das lief nach Aussage meiner Mutter so ab, mein Vater
wurde aufgefordert in die Partei einzutreten, dies ging aber nur mit Ahnenpaß
und bekam danach innerhalb weniger Wochen eine Arbeit als Waldarbeiter. Es
mußten also Parteimitglieder diesen Ahnenpaß vorlegen.
Gruß
Werner (Wicke)
Zusammen mit dem Ahnenpa� meiner Mutter habe ich die damaligen
Antwortschreiben der Pfarr�mter, diese mu�ten von den Suchenden selbst
angeschrieben werden.
Hallo Freunde mit dem Ahnenpass und der ganzen Ahnenforschung ist es wie mit den Igeln die auf der Straße tot gefahren werden Sie können ihre Erfahrung nicht weiter geben. Ahnen Forschung und Ahnenpass waren je nach Familien so beliebt wie die Krätze. Meine Erfahrung im Herbst 1944 ist nicht die Beste Auftrag an die 14/15 jährigen Erstellung einer Ahnenreihe bis in die 4/5 Generation. das kann bis 1700 und ein Bisschen sein . Keine Schreibmaschine kein Internet kein Tel oder ähnliches . Jede Urkunde koste 0,50 RM plus Porto 0,12 RM Bezahlt wird in gültigen Briefmarken Geschrieben mit der Hand feinsteSchrift
Pastoren konnten sehr albern sein und alles rot unterstrichen zurück senden ,ohne Urkunden mit Bemerkungen . Wie 14/15 jährige schreiben und wie beliebt es war, ist heute nicht mehr zu vermitteln Ich habe noch Urkunden aus dem Herbst 44,
das der Name der Urgroßmutter aus John in Sohn umgewandelt wurde ist heute noch mein persönlicher Spass.
Das zum Thema Ahnenforschung ohne Internet ,es ist und war ein Mühsam Handwerk
Ihr habt viel verpasst die ihr die Anfängen nicht mehr erlebt habt
Einen schönen Tag Hans Jähner Hannover
Das mit der R�chtschreibung der FN war in manchen Gegenden bei Pfarrers
sowieso ein Problem. Ich bin momentan am Niederrhein und finde dort in den
KB �ber die Jahrhunderte hinweg, aber auch bei Taufe, Heirat und Tod der
gleichen Person, die beliebigsten Variationen, die ich in dieser Krassheit
aus anderen Vorfahrengegenden (Schlesien, Unterfranken, Westerwald) nicht
ann�hernd kenne. Hier ein paar Kostproben:
Hello alle die Ahnepasse kritisieren und analisieren. Ich waere Gluecklich
wenn ich den Ahnepass meines Vaters, oder besser gesagt meiner Oma finden
koennte. Der Ahnepass ist genau wie ein Buch welches von jemanden mit wenig
nach forschen niedergeschrieben wurde. Er, genau wie so ein Buch, sollten
dazu dasein dass man Anhaltspunkte hat welche man selber nachforschen muss.
In den 25 Jahren in denen ich nun schon bei dieser Forschung dabei bin, habe
ich so viele Fehler in Papieren gesehen, so viel Unsinn von
Familienmitgliedern gehoert dass man sich wirklich nur auf die Eintragungen
von Kirchenbuechern verlassen kann, welche der Zeit und Umstaende
entsprechent auch oft falsche Eintragungen hatten. Ich beneide jeden der
einen Ahnenpass hat, da er zumindest einen Anhaltspunkt zur Forschung hat
und tote Punkte dadurch ueberspringen kann. Anfang der neunziger Jahre fand
ich jemand mit den Maedchennamen meiner Mutter, der einen Ahnenpass hatte.
Wir konnten keine Verbundung finden, aber er schickte mir den Ahnepass zu.
Nun, 15 Jahre spaeter stellt sich heraus dass es sich um die selbe Familie
handelte. Durch diesen Ahnepass weiss ich nun dass bis 1944 noch
Aufzeichnungen aus der Gegend vorhanden waren in der ich suche. Leider
fehlen nun 52 Jahre und ich bin an einem toten Punkt gelandet bei dem mir
nur andere Leute ihre Ahnenpaesse weiter helfen koennen. Auch ich bin ohne
Internet mit der Ahnenforschung angefangen. Die ersten Jahre am Internet
kann man kaum zaehlen, da dort nicht viel vorhanden war. Ich bin aber heute
noch Dankbar dass ich den Ahnepass von der anderen Familie habe, wobei die
Aufzeichnungen mit unterschiedlicher Schreibweise der Namen, stimmt. Das
ist nicht was ich zu den amtlichen Papieren sagen kann welche ich nun zu den
Maedchennamen meiner Mutter bekommen habe. Sogar die Orte stimmen nicht
ueberein. Hier ergibt sich nun die Frage, waren die Angaben meiner Familie
falsch oder hat die Behoerde geschlampt? Ja, und das koennen nur die
jenigen sagen die heute nicht mehr leben. Ganz gleich wie es auch sei, ich
schaetze mich Gluecklich dass ich diese Angaben ueberhaubt bekommen habe.
Man laesst ebend beim Aufschreiben des Stammbaum diese Angaben mit einer
Frage offen und schreibt alles auf was man weiss. Vor allem die
unterschiedliche Schreibweise der Namen. Einen Spatz in der Hand ist
besser als eine Taube auf dem Dach. Sagt man das nicht so in Deutsch?
Schoene gruesse aus Yarker, Ontario
Lena
mir war nicht bewusst, das ich mit meiner Frage nach der Glaubhaftigkeit der
Ahnenpässe so eine Lawine lostreten würde.
Nach allen Emails zu diesem Thema bleibt mir nichts anderes übrig, als dem
betroffenen Dokument nur nach Überprüfung von KB-Einträgen und Registern zu
glauben.
Nur sind viele Kirchenb�cher zum �berpr�fen
nicht mehr vorhanden. Manchmal gibt es auch
andere Mittel, die Plausibilit�t eines
Ahnenpasses abzusch�tzen. Andererseits kann
man selbst die Angaben in Kirchenb�chern und
Standes�mtern anzweifeln. Erstens machten auch
die Pastoren bei den Taufen in Kirchenb�chern
Schreibfehler, und zweitens habe ich schon in
einem Leitfaden f�r Ahnenforscher, den im
Jahre 2001 gekauft habe, gelesen, dass man nie
den Sterbeurkunden oder Heiratseintr�gen trauen
kann: Z.B. gaben viele Eheleute bei Ihrer
Trauung z.B. den Namen Ihrer Stiefmutter als
den der richtigen Mutter an. Man m�sste zur
�berpr�fung also auf jeden Fall die Taufe
dazufinden, ob auch die richtige Mutter
angegeben ist.
Lieber Thomas Oszinda,
sicherlich haben sowohl die Pfarrer bzw. Kirchenbuchschreiber Fehler gemacht
und auch die Personen, die den Tod eines Nachbarn vermeldet haben falsche
Namen genannt. Dies klärt sich aber in vielen Fällen auf, wenn man die
Standesamtsunterlagen bzw. die Kirchenbücher durcharbeitet.
Nun schreibst Du unten selbst, daß viele KB nicht mehr vorhanden sind. Also
kann man nur über "Sekundärquellen" versuchen die richtigen Vorfahren zu
finden.
Ob es dann gelingt ist fraglich. Besonders schwierig sind die Möglichkeiten
bei Mehrfachehen. Die jüngsten Kinder haben oft garnicht gewußt, daß ihre
erlebte Mutter garnicht ihre leibliche Mutter war.
So einen Fall kenne ich aus eigener Erfahrung.
Die unterschiedlichen Schreibweisen sind doch logisch! - "Fest" sind die Namensschreibungen praktisch erst seit Einf�hrung der Standes�mter um 1870. Man bedenke auch, dass schreibkundige Menschen rar waren. In den l�ndlichen Breichen waren es meist nur der Pfarrer oder h�chstens noch der K�ster. Und unter diesen Schreibkundigen gab es nat�rlich auch manchen, der durch besonders variantenreiches Schreiben der Namen seine Fertigkeit noch herausstellen wollte. - Es waren doch Menschen, wie wir heute auch. Und Menschen sind nun mal unvollkommen! Auch im Denken und Verhalten.
Sehr geehrte Listenleser ,
unterschiedliche Schreibweisen erscheinen mir logisch , aber warum hei�t das bei Ihnen jetzt R�chtschreibung statt wie bisher Rechtschreibung ?
Kommt das Wort aus "Pisa" ?
Ein nicht schlechter Grundsatz bei Ahnenforschung ist: "Glaube nur das, was
du selbst im Originaldokument gelesen hast." bzw. wie an anderer Stelle
gemailt, einer Fotokopie.
Ein Verwandter meine Frau wurde bei seiner Entlassung aus einem russ.
Kriegsgefangenenlager von einem menschlich denkenden Lagerkommandanten 2
Jahre �lter gemacht, damit er nicht zu einem Arbeitseinsatz in die Ostzone
mu�te, sondern zu seinen Verwandten in britische Zone reisen konnte. Da dies
Entlassungsdokument sein einziges Personaldokument war, setzt sich diese
gute Tat in allen folgenden amtlichen Dokumenten fort, bis hin zum
Sterbeeintrag. Auch aus diesem Grund sind Familienchroniken anstelle von nur
AT (oder Ahnenp�ssen) eine gute Sache.