Lieber Jens,ich hatte keinen Anla� den Eintragungen in dem Ahnenpa� meiner Gro�eltern zu mi�trauen, im Gegenteil: DerAhnenpa� war der eigentliche Anla� f�r meine Familienforschungen. Aber als ich sp�ter die mikroverfilmten Beurkundungen in den KB las,mu�te ich feststellen, da� z. B. der Familienname SIEMON ohne ersichtlichen Grund(absichtlich ?)falsch geschrieben war. SIMON ist richtig, aber vielleicht klang der zu j�disch, und das wollte man in dem Ahnenpa� ja unbedingt vermeiden und die "arische Gro�mutter" nachweisen. Au�erdem ist als letzte Generation meiner Gro�mutter v�terlicherseits nicht deren Gro�vater,sondern dessen Bruder eingetragen !!! Zur Erkl�rung sollte man ber�cksichtigen,da� die Pfarr�mter mit der Erstellung der Ahnenp�sse sehr belastet waren und daher Fehler oder Ungenauigkeiten unvermeidlich waren.
Gru� von
Klaus Stenzel
Hallo Herr Klaus Stenzel,
Hallo Jens,
eine Schreibvariante Simon zu Siemon sehe ich nicht als Fehler des Ahnenpaß
an. Vor ca. 200 Jahren wohnte mein Vorfahre Johann Peter Wicke im Dörnerhof,
er hatte 7 Kinder, die alle das Erwachsenenalter erreichten. Als ich also
meine Ahnenreihe aufstellte kam ich bei der Heirat des Johann PaterDavid
Wicke in Schwelm (östliche Gemeinde zum Wohnort) bei der Angabe zum Vaterauf
die Herkunft: von luther. Elberfeld. Dies war die westlich gelegenen aber
zuständige Gemeinde zum Wohnort.
In deren KB gab es aber die Schreibweise Wicke nicht. Erst einige Jahre später
lernte ich einen Forscher kennen, der mich auf folgende Tatsache hinwies:
Ichmüsse bei der Suche an die Sprachgrenze in dem Gebiet denken. Im östlichen
Teil würde ein sächsischer Dialekt gesprochen und im westlichen Teil der
Region ein rheinischer. Dies würde zu unterschiedlichen Schreibweisen führen.
Das war dann auch die Lösung. Der eine Pfarrer schrieb Wicke, der andere
Wieke.
Daraus habe ich flgenden Schluß gezogen:
Es gibt in meiner Ahnentafel nur eine Schreibweise des Familiennamens, obwohl
in den verschiedenen Kirchenbuch einträgen und Standesamtsurkunden der Name
unterschiedlich geschrieben wurde. Ich hätte aber sonst in einem Fal 3
verschiedeneSchreibweisen gehabt.
Gruß aus Wuppertal
Werner (Wicke)
Also bei mir im Ahnenpass haben sie aus Marpurg "Marburgerin" gemacht und den Namen Ebhardin gibt und gab es in Deutschland nicht. Man sollte vielleicht beachten, dass alle zu dieser Zeit einen Ahnenpass ben�tigten und die Schreibstuben voller Hektik und Eile waren. Meine Ebhardin hie� vermutlich Eberhardt, aber das kann ich bislang nur vermuten.
Gru�
Silke
Ebhard, Ebhar(d)t: verkürzte Formen von →Eberhard.
Quelle: Duden - Familiennamen
Umfang: 8 Wörter
Preis: EUR 0.25
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