Werte Mitstreiter,
mehr oder weniger per Zufall bin ich dazu gekommen, mich mit s�chsischen
Adelsgeschlechtern zu befassen und lese derzeit mit Interesse K�nig,
Valentin: Kurs�chsiche Adels-Historie, um 1730, der in lexikalischer Form
f�r eine gr��ere Anzahl s�chsicher Adelsfamilien Stammfolgen aufzeigt und
Ahnenlisten (meist die kompletten 32-Ahnen) darstellt.
Somit eigentlich noch am Anfang, bin ich doch auf ein mir grunds�tzlich
erscheinendes Problem gesto�en, zu dem ich gern die Meinung �lterer,
erfahrener Kollengen geh�rt h�tte:
Als wie zuverl�ssig k�nnen nach heutigem Forschungsstand K�nigs Angaben von
1730 im allgemeinen angesehen werden?
Nach meinen ersten Feststellungen war der K�nig auch Grundlage f�r sp�tere
Darstellungen zur Genealogie von s�chsischen Adelsgeschlechtern. Noch
Kneschke um 1855 verweist auf ihn wegen weiterer Informationen.
Ich meine auch, da� in einer Zeit, in der die famili�ren Beziehungen der
Adelsgeschlechter noch eine bedeutende Rolle spielten, reine
Phantasie-Filiationen nicht geduldet worden w�ren. Zudem gibt K�nig viele
Lehnbriefe etc im Volltext wieder, und zwar als Beleg f�r seine jeweiligen
Zudordnungen. Er ist also stellenweise aus sich selbst heraus �berpr�fbar.
.
Bestechend ist auf den ersten Blick die Vollst�ndigkeit sowohl der
Stammfolgen als auch der Ahnenlisten. Da� darin auch Druckfehler usw.
vorgekommen sind, erscheint mir unvermeidbar. Aber ich m�chte den
Fehleranteil bisher als vernachl�ssigbar gering erachten.
In Einzelf�llen fand ich auch zu mir aus anderswo abgedruckten Urkunden
bekanntgewordenen Personen die damit �bereinstimmenden Filiationen bei
K�nig, so da� ich geneigt bin, cum grano salis ihn als eine vertretbare
Ausgangsbasis anzusehen.
Anderserseit: Das Werk ist rd 270 Jahre alt und in dieser Zeit sind
sicherlich auch neue Erkenntnisse gewonnen worden.
Somit meine Frage:
Kann man sich auf K�nig mit seiner Unmasse von Daten ernsthafterweise
berufen, also beispielsweise sagen: Da w�rde neuerdings dies und das
behauptet, aber bei K�nig l��t sich trotz seitenlanger Ausf�hrungen zu eben
dieser Familie (im engeren Sinne!) nichts Passendes finden. Im konkreten
Fall wird dagegen f�r die neuere Auffassung keine nachpr�fbare Quelle
angegeben (was bekannterma�en verd�chtig wirken kann.). Also: Ich baue meine
Argumentation/Filiationsreihe auf den Angaben von K�nig auf.
Vielleicht hat jemand schon konkrete Erfahrungen im Sinne meiner
Fragestellung gemacht. Mir w�re eigentlcih schon geholfen, wenn ich w��te,
da� nach gemachten Erfahrungen zB eine 80%-Vermutung f�r die Richtigkeit der
Angaben von K�nig auch noch nach heutigem Forschungsstand spricht.
Erfahrungsberichten sieht mit Interesse entgegen
J�rgen Wagner