8. Mai - wichtiger Gedenktag - Hitler und Konsorten

Hitler wollte schon Anfang 1939 in Polen und Tschechien einmarschieren.
Das Münchener Abkommen, in dem ihm England und Frankreich nachgaben, hat ihn fürchterlich geärgert.
In seine Pläne eingeweiht waren: die Generäle und die Spitzen von Wirtschaft und Partei.
Außerdem war auch Stalin Hitlers Bundesgenosse.
Also: keineswegs ein Verteidigungskrieg, sondern ein berechneter Angriff.
Unfassbar, wie sehr das Volk durch die Propaganda „umnebelt“ war und das mitgemacht hat.
Noch heute frage ich mich, wie das möglich sein konnte.

Dass im Osten erst der 9. Mai als offizielles Kriegsende gilt, hat wohl damit zu tun, dass die Russen darauf bestanden haben, dass die Kapitulation auch vor ihrem Oberkommando und nicht nur vor den West-Alliierten vollzogen werden musste.
Sie wurde also in Berlin nachgeholt.
Ob da irgend eine Absicht von Dönitz hinterstand, ist offen.

Gruß.
Hubert Kauker

Zum Termin 8./9. Mai schrieb der 1. Vorsitzende des VFFOW, Reinhard Wenzel, Folgendes:

"Sehr geehrte, liebe Listenteilnehmer, Celle, d. 09. Mai 2020

Im Deutschlandfunk (DLF) läuft nach den 9.00 Uhr-Nachrichten das "Kalenderblatt".
Gestern ging es um das 75jährige Ende des II. Weltkriegs.
Diese Sendung müsste in der Mediathek des DLF noch nachzuhören sein.

Danach erfolgte die Kapitulation in zwei Schritten:
die von der sowjetischen Seite nicht akzeptiert wurde. Das hing auch mit dem verkürzten Text der Urkunde zusammen, was die Sowjets misstrauisch machte.
Die Sowjetunion bestand deshalb auf eine Wiederholung der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde in Berlin-Karlshorst.
Dabei sollte die Urkunde auch von den drei Waffengattungen der Wehrmacht (Heer, Luftwaffe, Marine) unterschrieben werden.
Die Unterzeichnung war auf dem 08. Mai 1945, 23.01 Uhr, angesetzt.
Die Sache verzögerte sich, so dass die Urkunde erst am 09. Mai 1945, 0.16 Uhr, unterzeichnet wurde.
(Jedenfalls wäre nach der Moskauer Zeit die Unterschrift auch dann am 09. Mai 1945 geleistet worden, wenn diese nach der Berliner Ortszeit erst am 08. Mai 1945, 23.01 Uhr, erfolgt wäre.)
Wohl deswegen feiern die Russen und die Nachfolgestaaten der UdSSR das Kriegsende immer am 09. Mai, also auch heute am 09. Mai 2020.

Zur Frage der "Verzögerung" des Kriegsende durch die deutsche Seite:
Im "Kalenderblatt" wurde zu Beginn darauf hingewiesen, dass die "Regierung Dönitz" das Kriegsende mit dem Argument herausschieben wollte, um möglichst vielen Menschen die Flucht vor den Russen zu ermöglichen.
Diese Taktik wurde von den Westalliierten abgelehnt. Deren Oberbefehlshaber, General Eisenhower, soll damit gedroht haben, die deutschen Soldaten, die sich vor den Russen nach Westen abgesetzt hatten, in die Sowjetunion transportieren zu lassen. Schon deshalb sah sich die deutsche Seite veranlasst, nachzugeben und unterzeichnete die Kapitulationsurkunde vom 07. Mai 1945.

Von weiteren Kämpfen der deutschen Wehrmacht, die noch nach dem 8. Mai 1945 stattgefunden haben könnten, wurde im "Kalenderblatt" nicht berichtet.
Ich habe aber davon gehört, dass die "Kurland-Armee" zum Zeitpunkt der Kapitulation noch im Baltikum (Stichwort: Kurlandkessel) verblieben war. Sehr merkwürdig.

Herzliche Grüße!
Ihr Reinhard Wenzel"

Möge es helfen!

Freya Rosan

Sehr geehrter Damen und Herren, insbesondere Herr Kauter,
ich kann Ihre Meinung nachvollziehen, aber ihre Meinung berücksichtigt nicht viele mit Absicht verschwiegene Tatsachen. Ich will die unglaublichen Schweinereien der Psychopaten nicht verschönern, meine Großeltern waren selbst durch Euthanasieprogramme der Nazis betroffen und andere Verwandte hatten jüdische Ehepartner. Aber eines sollte unbestritten sein, der Versailler Vertrag basierte auf Unrecht und war die Basis für die Bande an die Macht zu kommen. Eine besondere Rolle hat Polen in der Zeit zwischen 1919 bis 1939 gespielt. Die Polen, das chronisch unschuldige Volk, haben nicht nur gegen die Versailler Verträge verstoßen, sie haben gegen auch damals geltendes Völkerrecht verstoßen. Die deutsche Bevölkerung in den Abtretungsgebieten wurde mehr oder weniger zur Ausreise gezwungen in Anbetracht der Probleme und Diskriminierung durch den polnischen Staat. Das Recht auf die polnische Staatsangehörigkeit wurde den Deutschen verweigert mit falscher Auslegung der Verträge. Es genügte polnischen Behörden nur eine kurze Abwesenheit und schon verloren die Leute ihr Anrecht auf den polnischen Paß und wurden ausgewiesen. Außerdem wollte Polen die Deutschen loswerden, um Deutschland die Begründung der Grenzkorrektur zu nehmen. Zur Volksabstimmung 1920 hat Polen die Durchfahrt durch den Korridor blockiert, Personen die Durchfahrt verweigert, Ware für Ostpreußen verschwinden lassen usw. Darum mußte der Deutsche Seedienst eingerichtet werden. 1919 stand eine polnische Armee unter General Haller mit 40.000 Mann zum Einmarsch in Ostpreußen bereit. Die Alliierten stoppten die Operationen und pfiffen Polen zurück. 1920 ist das Soldaugebiet gegen die Ergebnisse der Volksabstimmung von den Polen einfach besetzt worden auch gegen den Willen der Alliierten. Die Provokationen seitens der Polen nahmen bis 1939 kein Ende, im Gegenteil, die Angriffspläne der polnischen Armee lagen kurz nach Machtübernahme durch Pilsudzki auf dem Tisch und scheiterten am englischen Widerstand. In den Jahren 1932 und 1934 wollte Polen in das Deutsche Reich einmarschieren. Die notorisch unschuldige polnische Nation behauptet rotzfrech alles Lüge, englische Dokumente beweisen anderes. In den Jahren 1919 bis 1939 sind 10.000 bis 15.000 deutschstämmige Opfer polnischer Gewalt geworden, gar nicht zu reden von dem Massacker an der deutschen Minderheit in Bromberg ein halbes Jahr vor dem Angriff der deutschen Armee. Die Raubzüge polnischer Banditen in den Grenzgebieten will ich gar nicht groß erläutern, nur soviel dazu, falls einer meint alles Lüge, meiner Familie gehörte ein Hof unmittelbar an der Südgrenze Ostpreußens.
1920 wurde eine 20 Mann starke polnische Terrorgruppe im Ermland ausgehoben, die Anschläge in Ostpreußen ausführen sollte. Der Überfall auf den Sender Gleiwitz 1939 war vorgetäuscht, andere Überfälle der Polen waren echt.
Ich verfolge seit gestern diese Diskussion. Es gab genügend Anlässe für das Deutsche Reich Polen den Krieg zu erklären, so wie dann geschah liegt in der Natur der Verbrecher und das was nachher geschah auch.
Auf die Frage warum der Verbrecher gewählt wurde kann ich aus der Sicht der Ostpreußen sagen, aus Angst vor einer 5mal so starken Armee der Polen und der Gewißheit dieser schutzlos ausgeiefert zu sein, wie der Fall Soldau und die Behandlung der Deutschen in den Abtretungsgebieten gezeigt hat.
Es gehört schon eine Menge Naivität dazu die ganzen Vorgänge nicht kritischer zu beleuchten. Jeder der sich mit der Vergangenheit beschäftigt, sollte doch wissen, daß die damals genauso verlogen waren wie heute. Niemand glaubt heutzutage Leuten wie Trump, Putin, Kaczinski und anderen. Dann bitte betrachten wir alle auch die Politik von damals kritischer und nicht nur von einer unwiderruflich festgeschriebenen Alleinschuld Deutschlands an dieser Katastrophe.

Olaf Göbeler

Danke für die Beiträge auch hier über diesen Betreff.
Ich sehe es fast komplett genauso wie Herr Göbeler und gebe Herr Kauker
zu Bedenken, dass es damals wohl Propaganda gab, aber ich glaube, dass
die Nachkriegspropaganda uns noch viel mehr "vernebelt".

Gerade in den momentanen Corona-Zeiten sehen wir ja umso deutlicher wie
Propaganda auch heutzutage Menschen Dinge machen lässt, die vor paar
Wochen noch schier unmöglich waren. Nur ein Denkanstoss, wenn der ein
oder andere mit erhobenen Zeigefinger auf alte Zeiten deutet.

Liebe Grüße und schönes Wochenende

Liebe Listenmitglieder,

die vielen Beiträge der letzten Stunden zum Thema "75 Jahre Kriegsende" hatten nur in ganz wenigen Fällen etwas mit dem Thema dieser Liste, "Familienforschung" zu tun.

Wir haben viele Beschwerden erhalten.

Wir fordern alle 2790 Listenmitglieder hiermit eindringlich auf, ausschließlich zum Thema Familienforschung zu schreiben.

Bitte NICHT WEITER ZU DIESEM THEMA schreiben.

Mit besten Grüßen

Reinhard J. Freytag
Mit besten Grüßen
Reinhard J. Freytag